Studie

10. November 2017 22:30; Akt: 10.11.2017 22:30 Print

Verlängern die Fürze des Partners echt das Leben?

Vor dem oder der Liebsten einen fahren zu lassen, gilt als peinlich und ungehörig. Doch britische Forscher rufen genau dazu auf.

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Vor dem Partner furzen? Das ist nichts für Kim Kardashian, Doch womöglich überlegt es sich das Reality-TV-Schwergewicht noch anders. Laut britischen Forschern ist es durchaus positiv, die stinkigen Fürze des Partners einzuatmen. Laut ihnen kann eines der Gase – Hydrogensulfid – Krankheiten wie Krebs vorbeugen. (Im Bild: Szene aus dem Film «Extreme Movie», 2008) Ihr Fazit: «Obwohl Hydrogensulfid dafür bekannt ist, ein penetrant, faulig riechendes Gas aus verfaulten Eiern oder Flatulenzen zu sein, ist es eigentlich ein Gesundheitsheld und wird ganz natürlich vom Körper produziert», so Forscher Mark Wood in einer Mitteilung. Der üble Geruch wird übrigens durch Darmbakterien erzeugt, ... ... wenn sie proteinhaltiges Essen wie Eier, Fleisch oder Käse zersetzen. Denn dabei wird faulig riechender Schwefelwasserstoff freigesetzt. Das ist unangenehm für den Betroffenen, aber auch für seine Umgebung. Zudem stehen die modrig riechenden Püpse im Verdacht, das Risiko für chronische Darmerkrankungen oder sogar Darmkrebs zu erhöhen. (Im Bild: Ozzy und Sharon Osbourne. Sharon erkrankte Anfang der 2000er-Jahre an Dickdarm-Krebs.) Deshalb haben australische Forscher untersucht, wie sich die Entstehung des Schwefelwasserstoffs durch Lebensmittel einschränken lässt – Dabei zeigte sich, dass tatsächlich die Eiweisse für den fauligen Duft verantwortlich sind – und dass sich der mithilfe von langsam abbaubaren Kohlenhydraten deutlich reduzieren lässt. Als besonders effektive Substanz entpuppte sich Stärke, die in Kartoffeln, ... ... Bananen oder ... ... Getreideprodukten vorkommt. Aber auch sogenannte Fruktane, also Mehrfachzucker, die unter anderem in Weizen, ... ... Artischocken und ... ... Spargeln anzutreffen sind, wirkten Wunder. Beide Stoffe senkten die üblen Gerüche um 75 Prozent. Und zwar unabhängig davon, ob jemand vorher Proteinhaltiges gegessen hatte.

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Vor dem Partner zu pupsen, ist für Kim Kardashian kein Thema. Das zumindest gab sie unlängst im Interview mit Jimmy-Kimmel-Stellvertreterin Jennifer Lawrence preis. Sie furze überhaupt nicht, so das Reality-TV-Schwergewicht weiter.

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Aus Sicht von britischen Forschern ist das nicht geschickt: Sie legten 2014 im Fachjournal «Medicinal Chemistry Communications» nahe, dass das Inhalieren der Fürze des Partners sogar das eigene Leben verlängern kann.

Fauliger Geruch, positive Wirkung

Laut dem Team um Matthew Whiteman von der University of Exeter schützt eines der ausgestossenen Gase – das sogenannte Hydrogensulfid – die menschlichen Zellen und reduziert so das Risiko für Krankheiten wie Krebs, Schlaganfälle und Herzinfarkte. Im Alter soll es sogar Arthritis und Demenz vorbeugen.

Während das Gas in grossen Mengen giftig ist, wirkt es sich in kleinen Dosen positiv auf die Gesundheit aus, zitiert die Hochschule die Forscher: «Wenn die Zellen durch Krankheiten angegriffen werden, setzen sie ein Enzym frei, das Kleinstmengen von Hydrogensulfid generiert», so Whiteman. Das halte die Mitochondrien (die Kraftwerke der Zellen) am Laufen und die Zelle somit am Leben. «Würde das nicht passieren, würden die Zellen sterben und die Fähigkeit verlieren, Entzündungen zu kontrollieren.»

Grosse Pläne, leise Zweifel

Das Wissen um das Potenzial des fauligen Gases haben die Forscher in die Entwicklung der Substanz AP39 gesteckt, die in der Lage ist, nach und nach winzige Mengen des Hydrogensulfids an die Mitochondrien zu liefern. Wie die Forscher im Fachjournal «Nitric Oxide» schreiben, kann AP39 direkt in erkrankten Zellen des Körpers platziert werden.

Nach ersten Versuchen im Labor planen Whiteman und seine Kollegen nun, AP39 direkt am Menschen zu testen.

Wann das so weit sein wird, sagen die Forscher nicht. Eines ist jedoch schon jetzt klar: Es gibt «absolut keine Anzeichen dafür, dass die Bereitstellung des Gases aus externen Quellen wie Fürzen die Gesundheit der Zellen beeinflusst», wie die Wissensplattform Iflscience.com schreibt. Deshalb solle man bitte davon absehen, den oder die Liebste anzufurzen.


(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Seat Butter am 10.11.2017 22:43 Report Diesen Beitrag melden

    schön zu lesen.

    Freu mich so, dass ich nun weiss, dass meine Frau mindestens 120 Jahre alt wird. Ups...121 Jahre.

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  • Glaibasel am 10.11.2017 22:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    länger leben

    ich sags immer:pupsen ist gesund:-))

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  • Mr. Farting am 10.11.2017 22:47 Report Diesen Beitrag melden

    Ich lasse öfters mal einen fahren

    ...aber niemals mit meinem Auto! :))

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Die neusten Leser-Kommentare

  • toschi am 11.11.2017 22:45 Report Diesen Beitrag melden

    Für wen den nun?

    Für wen ist es nun gesund? Für den der Pupst? Oder Für den der es dann einatmet? Oder für beide? Jedenfalls viel Vergnügen dabei! Am besten im vollgestopften Bus! Da profitieren dann besonders viele Leute!

  • Baschteli am 11.11.2017 18:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Liebespaare

    Müsste man sich jetzt einfach mal, um eine Zeit zu nennen, jeden Tag auf diese Art bezirzen.. Um schier unsterblich lange, zu leben? Das ergibt dann ja auch, unter dem Strich, umso mehr Zweisamkeit und Liebelei.

  • Esther G. Giubiasco am 11.11.2017 16:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gepupse

    Ich bin überhaupt nicht sicher ob die Fürze meines Partners Gesund sind. Wenn mein Partner furzt, muss ich meinen Atem minutenlang anhalten. Da wegen der Gase meine Augen brennen und tränen wie der Teufel, habe ich auch keine Chance ein Fenster zu finden um dieses zu öffnen und soviel ich weiss, braucht das Hirn Sauerstoff zum Überleben....ergo ist es nicht Gesund :-)

    • Nunzio Pulpo am 11.11.2017 19:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Esther G. Giubiasco

      Dann wäre für Sie, ein Notfallührchen noch gut! Einfach drücken, wenn's nicht anders geht. Sie werden dann direkt mit der Notfallzentrale verbunden. Wobei, wenn Sie dann ihren Fall schildern, in Bezug auf das Pupsen ihres Mannes und die Erstickungsgefahr Ihrerseits, bin ich mir nicht Mal so sicher, ob sie reagieren würden. Könnte in Ihrem Fall durchaus, auch für einen Scherz gehalten werden! Ich wünsche ich Ihnen aber viel Glück und Durchhaltevermögen!

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  • LLLL am 11.11.2017 14:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Amüsant

    Ich habe mir Tränen gelacht ab gewissen Reaktionen von Lesern über dieses Thema. Der Fantasie sind keine grenzen gesetzt

  • Flatulenzkonzert am 11.11.2017 14:24 Report Diesen Beitrag melden

    Mozart

    und zwar die kleine Nachmusik von Mozart. Wer das schafft, wird 200 Jahre alt:-)