Mögliche Strahlungsschäden

12. September 2017 07:28; Akt: 12.09.2017 09:51 Print

Sonneneruption – ISS-Crew geht in Deckung

Hohe Strahlung stellt eine Gefahr für die Besatzung dar. Sie muss nun bestimmte Bereiche der ISS meiden.

Trotz gigantischer Sonneneruption:Die Arbeiten auf der ISS seien nicht gestört worden. Video: Tamedia/Nasa
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Wegen einer Sonneneruption hat sich die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS vor möglichen Strahlungsschäden in Sicherheit gebracht. Die drei Raumfahrer sollen bestimmte weniger geschützte Bereiche der ISS vorübergehend meiden.

Die Raumfahrer erhielten entsprechende Anweisungen von ihren jeweiligen Bodenstationen am Sonntag, wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos am Montagabend in Moskau mitteilte. Derzeit arbeiten auf dem Aussenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde der Russe Sergej Rjasanski, der US-Amerikaner Randolph Bresnik und der Italiener Paolo Nespoli.

«Protonenstrom könnte Hülle durchdringen»

Anlass für die Warnung war Berichten zufolge erhöhte Sonnenaktivität. Am Sonntagabend war die ISS demnach hoher Protonen-Aktivität und Strahlung ausgesetzt. Die Werte waren nach Einschätzung russischer Experten gefährlicher als nach der Rekord-Sonneneruption vom 6. September. Diese galt als die grösste seit zwölf Jahren.

«Ein gewaltiger Protonenstrom könnte die Hülle der ISS durchdringen», sagte der Atomphysiker Michail Panasjuk der Agentur Ria Nowosti. Panasjuk rief dazu auf, den kommenden bemannten Raketenstart zu überdenken. In der Nacht zum Mittwoch sollen zwei Amerikaner und ein Russe mit einer Sojus-Rakete als Verstärkung zur ISS fliegen.

Roskosmos teilte mit, die Besatzung sowie die Arbeit auf der ISS seien nicht gestört worden. «Die Konstruktion der ISS bietet ausreichend Schutz der Mannschaft vor erhöhter Sonnenaktivität», hiess es. Von einer Verschiebung des Raketenstarts war zunächst keine Rede.

Paolo Nespoli hat auf Twitter ein Bild aus dem Alltag veröffentlicht:

(woz/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • giorgio1954 am 12.09.2017 08:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Berufsrisiko

    Ob sie ausreichend geschützt sind, werden sie leider erst in ein paar Jahren merken. Gehört ev. zum Berufsrisiko.

  • Italico Nero am 12.09.2017 09:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Passiert immer wieder, trotzdem nich ungefährlich

    Alles gute den Damen und Herren im Cosmos! Passiert immer wieder, trotzdem nich ungefährlich...

  • Aurora am 12.09.2017 16:34 Report Diesen Beitrag melden

    Aurora

    Wie war denn das Risiko letzte Woche, beim stärksten Sturm seit 12 Jahren?? War bis zu KP8. Vielen Dank

Die neusten Leser-Kommentare

  • Alex am 13.09.2017 14:17 Report Diesen Beitrag melden

    Logisch

    Und wie wir alle sehen können, ist auch die Sonne eine Scheibe.

  • JasonTheMason33 am 13.09.2017 12:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    now vs. then

    irgenwie komisch wie diese neuen bilder oder videos überhaupt nichts mehr gemeinsam haben mit den ersten viedeos über sonnen eruptionen.. diese vortex artigen eruptionen von heute verglichen mit den lava artigen eruptionen aus den 70er jahren.

  • Aurora am 12.09.2017 16:34 Report Diesen Beitrag melden

    Aurora

    Wie war denn das Risiko letzte Woche, beim stärksten Sturm seit 12 Jahren?? War bis zu KP8. Vielen Dank

  • Seher am 12.09.2017 12:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    surival

    Ich rate der bevölkerung langsam aber sicher vorsorge zu betreiben, minimum für 2 monate! Leider macht der staat nichts in der hinsicht und er wird und kann auch nicht helfen wenn es soweit ist, denn es wird jeden persönlich treffen. Noch ist es zeit!

    • TomTom am 12.09.2017 14:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Seher

      Sie wissen schon, das migros und coop vom staat verpflichtet sind notfall lager zu betreiben und dafür entschädigt werden. Ausserdem hat es in zürich zumindest ein unabhängiges wasser system welches nur durch gravitation funktuiniert und keine elektrischen pumpen braucht - diese messingfahrbenen brunnen die es hat. Ausserdem gibt es kein anderesland welches eine so hohe dichte an zivilbunkern hat wie die schweiz - von wegen der staat macht nichts für den notfall ist halt einfach gegen den staat zu meckern

    • S. K. am 12.09.2017 19:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @TomTom

      Ähm sorry. Aber der staat macht nichts für uns das volk. Öffentliche trinkwasser in not? Wissen sie, wie schnell doe versäucht simd? Wasserklau? Und das bunkerobligatorium wurde glaube ich, um die jahrtausendwende abgeschafft (grenzöffnung). Und wissen sie, wie schnell in einer richtigen krise die notlager der coop und migros geplündert sind? Glauben sie mir, ein kleiner vorrat tut immer gut.

    einklappen einklappen
  • Nobody 7 am 12.09.2017 11:06 Report Diesen Beitrag melden

    übrigens zum Thema Klima

    Die Strahlung ist siche nicht gut. Googelt mal was unter Kernfusionsforschung steht. Vieleicht ist es bald soweit das wir hier auf der Erde kleine Mini-Sonnen brennen lassen können. Wenn da ein paar tausend solche Sonnen Wärme zur Stromerzeugung produzieren, ist das was wir zur Zeit an Fosilen brennstoffen verbrennen nicht mehr als eine Grabkerze die wir abbrennen und dann auch bald selber ablischt wenn sie alle ist. Da wird im grossen Stiel seit Jahrzehnten geforscht damit wir das Klima wirklich bald beeinflussen können und nicht nur davon Reden oder Spekulieren.