DNA-Spuren

11. September 2017 20:38; Akt: 11.09.2017 20:38 Print

Unter dem Antarktis-Eis leben unbekannte Wesen

Tief unter dem Eis der Antarktis existieren Höhlen, in denen es bis zu 25 Grad warm ist. DNA-Funde von dort weisen auf bisher unbekanntes Leben hin.

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In warmen Höhlen unter antarktischem Eis könnte es bisher unbekannte Lebensformen geben. In Hohlräumen, die durch den Dampf des aktiven Vulkans Mount Erebus geformt wurden, fanden Forscher der Australian National University (ANU) aus Canberra Erbgutspuren von Algen, Moosen und kleinen Tieren. Die Leiterin der Expedition, Ceridwen Fraser, berichtete am Freitag, in den Höhlen sei es bis zu 25 Grad warm. Der fast 3800 Meter hohe Mount Erebus auf der Ross-Insel – benannt nach dem britischen Entdecker James Clark Ross (1800-1862) – ist der südlichste aktive Vulkan der Erde.

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Er ist mit Eis bedeckt, es gibt darunter aber zahlreiche Hohlräume, in denen es deutlich wärmer ist. Fraser sagte: «Man kann dort sehr angenehm im T-Shirt herumlaufen.» Am Eingang der Höhlen sowie in tieferen Gebieten, in denen das Eis nur dünn ist, könne man auch ohne künstliches Licht sehen.

Neue Arten von Tieren und Pflanzen

Die meisten der entdeckten DNA-Spuren ähneln den Forschern zufolge Proben, die auch schon in anderen Gebieten der Antarktis gefunden wurden. Noch hätten aber nicht alle Spuren identifiziert werden können, sagte Fraser. «Das gibt uns einen verlockenden Blick darauf, wie das Leben unter dem Eis der Antarktis aussehen könnte. Möglicherweise gibt es dort auch neue Arten von Tieren und Pflanzen.»

Die Forscherin Laurie Connell von der University of Maine im US-Bundesstaat Massachusetts verwies darauf, dass die DNA-Spuren kein Beweis dafür seien, dass die Lebensformen immer noch in den Höhlen existieren. «Im nächsten Schritt müssen wir nun einen Blick darauf werfen, ob es noch lebende Organismen gibt. Wenn dem so ist, öffnet uns das die Tür zu einer bezaubernden neuen Welt.»

Die Forscher vermuten, dass es auch in der Umgebung der zahlreichen anderen Vulkane der Region ähnliche Hohlräume mit Lebensformen geben könnte. Inwiefern sie miteinander in Verbindung stünden, sei noch unklar.

Die Studie wurde im Fachjournal «Polar Biology» veröffentlicht.

(jcg/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Koma am 11.09.2017 20:50 Report Diesen Beitrag melden

    Ja, ja das kennen wir..

    Und kurz nach der Entdeckung, verschwindet einer nach dem anderen aus dem Expeditionsteam (Schluck).

    einklappen einklappen
  • MacReady am 11.09.2017 20:53 Report Diesen Beitrag melden

    The Thing

    Vielleicht "Das Ding aus einer anderen Welt"?

    einklappen einklappen
  • Positiv am 11.09.2017 21:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wunderschöne Natur

    Die Hohlräume sehen wunderschön aus.

Die neusten Leser-Kommentare

  • xGambyte am 14.09.2017 06:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super, nicht mehr lange

    Ja, un nu kommt der Mensch dort hin und macht alles kaputt. Danke. Kann man dieses Ökosystem nicht einfach sein lassen?

  • Lukas Selbach am 14.09.2017 00:58 Report Diesen Beitrag melden

    Das nächste Kapitel

    Das ganze hört sich gut an ich an und ich hoffe ihr habt alles im Griff. LG

  • Butch am 13.09.2017 17:38 Report Diesen Beitrag melden

    Voll krass!

    Ist ja wie bei Ice Age... Wohnen Buck und Rudi dort unten?

  • Faules Schwein am 13.09.2017 07:32 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ein Wille ist auch ein Weg

    Schon Interessant wie und wo sich das Leben durchsetzen kann, an Orten wo es keiner vermutet. Auch auf blanken Beton können sich Moose wie Flechten behaupten und in den Ritzen wachsen Gräser oder Sträucher.

  • S.B. am 12.09.2017 23:22 Report Diesen Beitrag melden

    Antarktis war vor 6000 Jahren eisfrei

    Ist das Gebiet Neuschwabenland nicht bereits besiedelt, oder doch nicht.