Hymnen-Protest

11. August 2018 08:58; Akt: 11.08.2018 16:45 Print

Footballer finden neue Wege, Trump zu ärgern

Die amerikanischen Football-Profis knien während der Nationalhymne nicht nur, sie protestieren neu auch alternativ.

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US-Präsident Donald Trump mag es ganz und gar nicht, wenn man die seiner Meinung nach grösste Nation der Welt nicht respektiert. Bereits seit längerem protestieren mehrheitlich dunkelhäutige Spieler der Football-Liga NFL während der Nationalhymne gegen Rassismus und Polizeigewalt gegenüber Afroamerikanern.

Vor der neuen NFL-Saison sollten Bestrafungen eingeführt werden für diejenigen Spieler, die während «The Star-Spangled Banner» knien oder sonstige Protesthandlungen vornehmen. Nur diejenigen Profis, die während der Hymne in den Kabinen blieben, um so ihren Protest auszudrücken, werden nicht sanktioniert. Diese Regelung ist aktuell aber noch nicht in Kraft getreten, die Liga und die Spielergewerkschaft kündigen weitere Verhandlungen an.

In der NFL hat am Donnerstag die Preseason begonnen; einige Spieler zeigten Trump sogleich, dass sie sich nicht unterkriegen lassen, und variierten die Art der Protestaktionen. So streckten beispielsweise Malcolm Jenkins und De'Vante Bausby, die mit den Philadelphia Eagles im Februar noch die Superbowl gewonnen hatten, vor der Partie gegen die Pittsburgh Steelers die rechte Faust in die Höhe. «Ich denke, es ist wichtig, dass wir die Plattform so gut wie möglich nutzen», sagte Jenkins.

Mit dem Rücken zum Spielfeld

In Seattle entschieden sich drei Spieler der Seahawks, noch vor der Hymne vom Platz in Richtung Katakomben zu joggen. Branden Jackson, Quinton Jefferson und Duane Brown kehrten nach Beendigung der Hymne sogleich zurück.

In Baltimore überlegte sich Tim Williams noch etwas anderes. Während seine Ravens-Teamkollegen einheitlich standen, tat er das zwar auch, alleine vor seinen Kameraden – aber mit dem Rücken zum Spielfeld.

Natürlich fand Trump auch dieses Mal kein Gehör für die Proteste. «Die NFL-Spieler machen es schon wieder – sie knien, obwohl sie stolz für die Nationalhmyne stehen sollten.»

«Ein Football-Spiel ist kein Ort für Proteste. Findet einen anderen Weg dafür.»

Kaepernick bot Trump die Stirn als Erster

Die Protestaktionen losgelöst hatte 2016 der ehemalige Star-Quarterback der San Francisco 49ers, Colin Kaepernick, als er sich hinkniete. Letzte Saison forderte Trump, dass die NFL alle Spieler feuern sollte, die während der Nationalhymne protestierten. Für den US-Präsidenten ist das Knien respektlos gegenüber der Flagge und der Nation, wie er selber auf Twitter mehrmals betonte.

Kaepernick, der aktuell nicht in der NFL unter Vertrag steht, unterstützt die aktuellen Protestaktionen. Und speziell auch die Spieler, die immer noch knien, wie beispielsweise Kenny Stills und Albert Wilson von den Miami Dolphins.

Resultate und Tabellen

(hua)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fussball am 11.08.2018 10:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Friedlicher Protest

    ...oder auch ziviler Ungehorsam. Sollte in einer Demokratie erlaubt sein. Niemand kommt hier zu Schaden.

  • Heidi Heidnisch am 11.08.2018 09:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nachdenken

    Ja Donald, wenn sogar Mitglieder einer nationalamerikanischen Institution gegen Dich protestieren, dann solltest Du vielleicht mal darüber nachdenken, was da so alles faul ist in den Vereinigten Staaten von Deinen Gnaden.

  • susu ch am 11.08.2018 11:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unsere

    Fussball Nati singt ja auch nicht bei der Ch-Hymne

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dä Täubeli am 12.08.2018 09:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trump

    Trump ist schon cool, statt den Missstand im eigenen Land zu beheben, zickt er wie ein Kleinkind auf Twitter rum... peinlich sowas..

  • Cihocast am 11.08.2018 19:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fragwürdig

    Auch, wenn es an sich nicht schlimm ist Protest auszudrücken, sollte man die Nation ein wenig respektieren in deren Liga man öffentlich spielt. Es gibt andere Wege Protest zu zeigen.

  • Benno am 11.08.2018 17:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Billig

    Ach diese Afiramerikanischen Sportler haben immer das Gefühl sie seien der Nabel der Welt. Und wenn nicht sagen Sie alle seien rassisten.

  • Giancarlo am 11.08.2018 16:54 Report Diesen Beitrag melden

    Moralapostel Trump - ausgerechnet er

    Schon irre, ausgerechnet der, der mit Porno Sternchen rumrammelte, als sein Sohn Baron auf die Welt kam, versucht sich als Moral-Apostel zu präsentieren.

  • dani am 11.08.2018 16:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    trump raus

    recht so, bietet diesem sturkopf die stirn. echt heftig mit was für themen dieser donald sich rumschlägt. ist wohl das wichtigste in den staaten. schön, sind das die einzigen probleme dieses landes.

    • so geht's auch am 11.08.2018 16:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @dani

      kein Wunder wenn danach gewisse Menschen noch mehr disskrimiert werden. momentan auf der ganzen Welt im Trend.

    • j.furrer am 11.08.2018 18:41 Report Diesen Beitrag melden

      Geld

      ales was gewonnene schenkt übertrieben viel Geld ein

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