Roger Federer

28. Dezember 2017 19:09; Akt: 28.12.2017 19:09 Print

Als Quokka-Papi zum nächsten Höhenflug?

Roger Federer lanciert das Tennisjahr erneut in Perth. Bevor er am Hopman Cup aufschlägt, macht er Bekanntschaft mit herzigen Einheimischen.

Bildstrecke im Grossformat »
Perfekter Start! Die Schweiz besiegt Japan 3:0. Wie schon im letzten Jahr heisst das Duo Belinda Bencic/Roger Federer. Die Tennis-Fans kommen in Scharen in die Perth Arena. Ein Gruppenspiel besteht aus zwei Einzel und einem Mixed-Doppel. Bencic setze sich gegen Naomi Osaka durch. Federer drückte seiner Partnerin die Daumen. Er hat nichts verlernt: Federer wird wie schon im letzten Jahr zum imaginären Trommeln aufgefordert. Zuvor erfüllte er seine Pflicht auf dem Platz: Der 36-Jährige schlägt Yuichi Sugita problemlos in zwei Sätzen. Die Fans geniessen den Auftritt des Champions. Das lassen sich die Fans nicht entgehen: Roger Federer lädt zum öffentlichen Training. Der Schweizer hat sichtlich Spass. Das Highlight folgt zum Schluss: Ein Selfie mit dem Champion. Weshalb dieser skeptische Blick? Federer ist für den Saisonstart gerüstet. Zurück in Australien: Roger Federer bereitet sich in Perth auf einen kleinen Ausflug vor. Sobald die Rettungsweste sitzt, ... ... kanns losgehen. Das Ziel: Rottnest Island, unmittelbar vor der australischen Westküste. Der Helikopter passt bestens zum Tenniskönig (man beachte die Krone). Der 36-Jährige geniesst Perth, wo er ab Samstag an der Seite von Belinda Bencic den Hopman Cup bestreitet, aus der Vogelperspektive. Auf Rottnest Island wird Federer von West-Australiens Premierminister Mark McGowan empfangen. Nach einem kurzen Schwatz ... ... spielt Federer Tennis mit einheimischen Kindern. Wie immer nimmt sich der prominente Gast gerne Zeit für seine jungen Fans. Erinnerungsfotos dürfen natürlich nicht fehlen. Ob sich das Surfbrett auch so freut? Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Immerhin hats der Schnorchler noch knapp auf das Bild geschafft. Als Schweizer – sofern man in diesen Tagen in der Heimat ist – kann man bei dieser Kulisse doch etwas neidisch werden auf den Landsmann. Federer verteilt fleissig Autogramme. Auch die älteren Fans bedient der 19-fache Grand-Slam-Sieger. Zum Schluss gibts noch ein Gruppenfoto. Weiter gehts zu anderen Einheimischen. Federer schiesst Selfies mit Quokkas, auch bekannt als Kurzschwanzkängurus. Die herzigen Tierchen sind nicht ganz einfach auf das Foto zu kriegen. Oder? Das Resultat kann sich allerdings sehen lassen. Zugegeben, dieser Übergang ist etwas abrupt. Bevor aber jemand falsche Schlüsse zieht: Der Grillmeister hat kein Quokka-Fleisch vor sich. Damit auch ja nichts schiefgeht, hat Federer eine Hilfsköchin an seiner Seite. Den Mann kennen wir bereits. Premier McGowan händigt Federer ein Plüsch-Quokka und eine Adoptionsurkunde aus. Damit ist Federer offiziell Quokka-Papi. Die Presse ist natürlich nicht weit, wenn Federer zu Besuch ist. Der Baselbieter erklärt bei der Gelegenheit, dass er zum zweiten Mal auf Rottnest Island ist. Rückflug: Federer nutzt die Gelegenheit, um noch einmal schöne Bilder zu machen. Federer landet am späten Mittwochabend kurz nach Mitternacht in Perth. Auch zu fortgeschrittener Stunde gibt er geduldig Auskunft.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Es war das Comeback des Jahres. Im Januar 2017 kehrte Roger Federer (ATP 2) nach einer halbjährigen Pause in Australien auf die Tour zurück und sorgte Ende Monat als 35-Jähriger mit dem Gewinn des Australian Open, dem 18. Grand-Slam-Sieg seiner Karriere, für eines der beeindruckendsten Comebacks der Tennis-Geschichte.

Umfrage
Wie wird Roger Federers Tennisjahr 2018?

Vor seinen mitreissenden Auftritten in Melbourne mit dem epischen Fünfsatzsieg im Final gegen Rafael Nadal hatte der Baselbieter zwei Wochen zuvor in Perth erstmals wieder gespielt. Und schon in den Partien an der australischen Westküste gegen Daniel Evans, Alexander Zverev und Richard Gasquet hatte Federer die Zweifel aus dem Weg geräumt und angedeutet, dass mit ihm nach seinen Knieproblemen wieder zu rechnen sein würde. Wie sehr ihn die Fans vermisst hatten, zeigte sein erstes öffentliches Training, als in der Perth Arena mehr als 6000 Zuschauer der Einheit beiwohnten.

Gegner mit Problemen

Nun kehrt er dorthin zurück, wo vor einem Jahr das Märchen begann. «Ich bin glücklich, zurück in Down Under zu sein», schrieb der 36-Jährige auf Twitter und postete ein Foto mit einem Quokka, einem westaustralischen Beuteltier. Er hoffe, dass seine erneute Teilnahme am Hopman Cup ein gutes Omen sei, «auch wenn die Situation nun eine total andere ist».


Im Gegensatz zu ihm, der von einer sehr guten Saisonvorbereitung berichtete, die er wie gewohnt in Dubai absolvierte, hatten seine stärksten Konkurrenten mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Der Saisoneinstieg von Stan Wawrinka und Rafael Nadal (beide Knie) verzögert sich, Novak Djokovic (in Abu Dhabi) und Andy Murray (in Brisbane) kehren nach langen Pausen zurück.

Bencics Licht am Ende des Tunnels

Erneut tritt Federer, der das Mixed-Turnier 2001 mit Martina Hingis gewann, an der Seite von Belinda Bencic an. Im Gegensatz zu Federer hat die 20-Jährige aus Wollerau ein mehrheitlich frustrierendes Jahr 2017 hinter sich. Nach monatelangen gesundheitlichen Problemen zog Bencic Ende April die Reissleine und liess sich am Handgelenk operieren, der Rückfall auf Position 318 im Ranking war die Folge.

«Wir haben uns richtig entschieden, und ich bin froh, dass ich die Operation gemacht habe», sagte Bencic bei ihrer Rückkehr nach Perth. Mitte September gab sie am ITF-Turnier in St. Petersburg ihr Comeback und siegte. Und an kleineren Turnieren kämpfte sie sich im Herbst auch Schritt für Schritt in die Top 100 zurück. Zuletzt gewann sie 15 Partien in Folge und die ITF-Turniere in Hua Hin, Taipeh und Dubai.

«Die Erinnerungen an das letzte Jahr hier sind unglaublich. Ich habe es enorm genossen», sagte Bencic. Niemand habe sie überzeugen müssen, nach Perth zurückzukehren. Von Federer habe sie auf und neben dem Platz enorm viel gelernt. Das Wissen um die erneute Teilnahme am Hopman Cup half ihr auch während der Verletzungspause. «Es war das kleine Licht am Ende des Tunnels», so die ehemalige Nummer 7 der Welt.

Starkes Teilnehmerfeld

Auf Federer und Bencic wartet in Perth starke Konkurrenz. Mit Alexander Zverev (ATP 4), David Goffin (ATP 7) und Jack Sock (ATP 8) figurieren bei den Männern drei weitere Top-Ten-Spieler im Feld. Nicht ganz so stark präsentiert sich das Feld der Frauen, Höchstklassierte ist die Weltnummer 10 Coco Vandeweghe aus den USA, die zusammen mit Landsmann Sock zum Abschluss der Gruppenphase am nächsten Donnerstag auf das Schweizer Duo treffen wird. Mit Angelique Kerber tritt auch eine Grand-Slam-Siegerin und ehemalige Nummer 1 an.

Neben den arrivierten Spielern sind mit dem Lokalmatadoren Thanasi Kokkinakis (21), dem Russen Karen Chatschanow (22), der Japanerin Naomi Osaka (20) und der Belgiern Elise Mertens (22) einige vielversprechende Youngsters gemeldet.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tierschützerin am 28.12.2017 19:47 Report Diesen Beitrag melden

    Botschafter für die Tiere?

    super, die Bilder mit den Tieren. Man sollte Roger Federer als Botschafter für Tiere gewinnen können. Sie haben es bitter nötig.

    einklappen einklappen
  • Bella am 28.12.2017 20:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hätte ich nicht erwartet

    Zeigt eine sehr menschliche Seite UND finde das unglaublich sympathisch v. Roger Federer

    einklappen einklappen
  • Sulejka am 28.12.2017 20:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sehr menschlich

    Roger Federer ist einfach grossartig nicht nur als Tennis Spieler sondern auch als Mensch, er gibt sich sogar mit den Kinder ab, zeigt keine Starallüren und ist wie der Mann von nebenan. Sogar die Tiere lieben ihn und er sie..freut mich ungemein.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mike am 29.12.2017 16:46 Report Diesen Beitrag melden

    Heftige Bilderfolge

    Zuerst die herzigen Quokkas und danach direkt zum Grill, ein Schelm wer sich Böses dabei denkt :D

  • Jogi am 29.12.2017 07:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oh so wichtig

    Marili im Eigental hat ein Büsi als Spuelzeug...

  • Nakitu Miyashi am 29.12.2017 03:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fatzke

    Will diesen Werbefatzke wirklich noch jemand sehen? Echt?

    • Chrümel am 29.12.2017 08:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Nakitu Miyashi

      Das ist wirklich eine sehr schwer zu beantwortende Frage. Leichter wäre die Frage zu beantworten ob ein solcher Kommentar überhaupt noch Ernst gemeint wird.

    einklappen einklappen
  • Rolf am 28.12.2017 23:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Quokka Papi

    Die Quokka werden dem Papi sicher neue Kaffee Bohnen ( Darmregenerierte ) bringen. Viel Glück Papi !!

  • Tiffy Müffelt am 28.12.2017 22:13 Report Diesen Beitrag melden

    Süße Quokkas

    Die Quokkas sind voll süß. Roger kommt weit herum und hat dann auch solche Privilegien. Ich beneide ihn dafür.

    • Willi am 28.12.2017 22:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tiffy Müffelt

      Traurig, wenn Sie ihn für so etwas beneiden.

    • Hedwig Schnabel am 28.12.2017 23:05 Report Diesen Beitrag melden

      @Tiffy Müffelt

      Da haben sie absolut recht. Ich konnte die kleinen pelzigen Genossen mal im Zoo beschmusen. Süße Geschöpfe!

    einklappen einklappen