Schweizer Tennis-Ass

15. Mai 2017 22:57; Akt: 31.05.2017 11:14 Print

Federer verzichtet auf das French Open

Das Schweizer Tennis-Ass gibt der Sandsaison einen Korb. Davon ist auch Roland Garros betroffen.

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Roger Federer kündigte am Montagabend auf seiner Webseite an, dass er das Pariser Tennis-Turnier in diesem Jahr auslässt. Es sei für ihn ratsamer, sich auf die Rasen- und die Hartplatzsaison zu konzentrieren.

«Ich werde die französischen Fans vermissen, die mich immer so unterstützt haben. Aber ich freue mich auf sie im nächsten Jahr», schreibt der Baselbieter weiter.

Rückkehr in Stuttgart vorgesehen

Dass die Sandsaison für Federer in diesem Jahr keine Priorität geniesst, war seit längerem klar. Er verzichtete nach seinem Erfolg beim Masters 1000 in Miami auf die Umstellung auf Sand, noch vor wenigen Tagen war er beim Training in Dubai auf Hartplatz zu sehen. Seit den triumphalen ersten drei Monaten des Jahres mit den Siegen beim Australian Open, in Indian Wells und Miami hat er kein Turnier mehr bestritten. Nun verzichtet er wie schon im Vorjahr auch auf das French Open, sicherlich das Grand-Slam-Turnier, wo seine Erfolgschancen am geringsten sind.

Er habe im letzten Monat hart gearbeitet, sowohl auf als auch neben dem Court, teilte Federer auf seiner Webseite weiter mit. «Aber um noch für viele Jahre auf der Tour bleiben zu können, denke ich, ist es das Beste, auf die Sandsaison zu verzichten und mich auf die Rasen- und Hartplatzsaison zu konzentrieren.» Federer wird damit Mitte Juni in Stuttgart auf die Tour zurückkehren, anlässlich des ersten von drei Rasenturnieren, die er auf dem Programm hat.

Nur drei Major-Turnier in 17 Jahren ausgelassen

Im letzten Jahr hatte Federer das French Open ausgelassen mit der Begründung, er sei nicht 100 Prozent fit. Damit endete damals eine Serie von 65 bestrittenen Grand-Slam-Turnieren in Serie. In der Folge musste er wegen körperlicher Beschwerden auch auf das US Open verzichten. Die Austragung 2017 des Pariser Turniers wird damit erst der dritte Grand-Slam-Event seit dem Australian Open 2000 sein, der ohne Federer über die Bühne geht.

Das ist für das French Open ein schwerer Schlag, schliesslich war Federer nach seinem wundersamen Comeback, das er nach halbjähriger Pause im Januar in Melbourne mit seinem 18. Grand-Slam-Triumph gekrönt hatte, in aller Munde. «Der Start ins Jahr war magisch. Aber ich muss mir eingestehen, dass die richtige Planung der Schlüssel zu meiner Langlebigkeit sein wird», erklärte Federer. Sein Team und er seien zum Schluss gekommen, es sei nicht ratsam im Hinblick auf den restlichen Saisonverlauf, nur ein Turnier auf Sand zu bestreiten. Der 35-Jährige hatte schon früher gesagt, dass das Spiel auf Sand für ihn körperlich am heikelsten sei. Zudem sind die Erfolgsaussichten in Paris nicht allzu gross, zumal Rafael Nadal in den letzten Wochen auf seiner Lieblingsunterlage zu alter Form zurückgefunden hat.

Die Kräfte bündeln

Den Beweis, dass fehlende Matchpraxis ihn nicht am Erfolg hindert, hat Federer zwischen Januar und März mit drei Turniersiegen und einer 19:1 Siegbilanz erbracht. Somit macht es durchaus Sinn für den Ausnahmekönner, seine Kräfte für die Turniere zu bündeln, die am erfolgversprechendsten sind. Vom Mitte Juni bis Mitte Juli folgt dann nach zweieinhalb Monaten Pause wieder ein intensives Programm mit den Rasenturnieren in Stuttgart, Halle und Wimbledon.

Die Weltrangliste – in der Jahreswertung ist er weiterhin die Nummer 2 hinter Nadal – hat für Federer keine Priorität. Zwar machte eine gute Weltranglisten-Position den Weg durchs Turnier-Tableau einfacher. Doch das es auch ohne Topsetzung geht, weiss Federer spätestens seit dem Australian Open.

(fal/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Claudio Helfenberger am 15.05.2017 20:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Maestro

    Sehr schade, aber der Maestro weiss was er macht... Wimbledon ist wichtiger!

  • Tom am 15.05.2017 20:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Ich hätte ihn gern gesehen. Ja gut dann warten wir halt bis Wimbledon.

  • Silverblue am 15.05.2017 20:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lets go Roger!

    Oooh, wie schade! :-(

Die neusten Leser-Kommentare

  • Romy Hulliger am 16.05.2017 20:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und?

    Nächstes Jahr bekommt er sicher eine WildCard.

  • Rafael Nadal am 16.05.2017 18:09 Report Diesen Beitrag melden

    Sandkönig

    Schade ist king roger nicht dabei :-(

  • Inseyder am 16.05.2017 16:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wahrheit

    Er ist gar nicht am pausieren er sitz ne dopingsperre ab :D

  • huschmie am 16.05.2017 13:19 Report Diesen Beitrag melden

    Weiser Entscheid

    Weiser Entscheid. Verzichten zum richtigen Zeitpunkt, das können nur Leute mit viel Selbstbewusstsein. Die richtigen Prioritäten zu setzen, ist alles im Leben.

  • Tatti9090 am 16.05.2017 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    Noch einmal Nr. 1?

    Sollte er alle Rasen- & Hartplatzturniere gewinnen, stünde er auf Platz Nr. 1 am Ende des Jahres. Die Rechnung könnte aufgehen. Ich wette die Spitzenposition geht entweder in die Schweiz oder nach Spanien.

    • Jeannelia Samoma am 16.05.2017 16:14 Report Diesen Beitrag melden

      Heftige Aufgabe!

      Die Nr. 1 kann Roger wohl noch einmal werden, wird er das aber wohl nicht lange halten können. Alleine zu Beginn 2018 (Januar - März) sind dann 4000 Punkte zu verteidigen und das dann mit 36 Jahren. Schwere Mission!

    • Martin W. Bott am 19.05.2017 08:55 Report Diesen Beitrag melden

      Planung ist alles!!!

      Ich wäre mir da nicht so sicher! Roger hat klug taktiert. Sollte er wirklich die Nr. 1 werden und tatsächlich früh bei den ersten Turnieren 2018 scheitern, hat er die Möglichkeit das mit Sandplatzturnieren wieder zu korrigieren. Da er ja dann keine Punkte zu verteidigen hat. Es sind noch mindestens 1 - 1,5 Jahre Spitzenposition drin.

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