Montreal

11. August 2017 22:04; Akt: 12.08.2017 07:17 Print

Federer auf Kurs Richtung Nummer 1

Roger Federer bezwingt beim Masters-1000-Turnier den Spanier Roberto Bautista Agut in zwei Sätzen. Sein Halbfinal-Gegner heisst Robin Haase.

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Roger Federer weiter siegreich. (Bild: Keystone)

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Roger Federer erreicht beim Masters-1000-Turnier in Montreal mit einem 6:4, 6:4-Sieg gegen den Spanier Roberto Bautista Agut die Halbfinals.

Federer zeigte sich gegen die Nummer 16 der Welt deutlich besser als am Donnerstag beim hart und eher mühsam erkämpften Dreisatz-Erfolg gegen Bautista Aguts Landsmann David Ferrer. Obwohl die Bedingungen mit mehr Wind schwieriger waren als am Vortag, fand er von Anfang einen guten Rhythmus und schlug sehr gut auf. Zwar beging er auch diesmal 25 unerzwungene Fehler (bei 24 Winnern), seine Bälle hatten aber wesentlich mehr Zug und bei 26 Netzangriffen gewann er 20 Mal den Punkt.

Die Entscheidung fiel am Ende des ersten und zu Beginn des zweiten Satzes. Als Federer beim Stand von 4:4 zu seinen ersten Breakbällen kam, half der Spanier mit einem Doppelfehler. Im gesamten ersten Satz gab Federer bei eigenem Service nur gerade drei Punkte ab. Das einzige schwächere Aufschlagspiel leistete sich der Basler im zweiten Durchgang, als er ein erstes Break zum 1:1 gleich wieder preisgab. Der 36-jährige Basler nahm Bautista Agut aber gleich im nächsten Game wieder den Aufschlag ab.

Nächster Gegner: Robin Haase

Später musste Federer nochmals zwei Breakbälle abwehren, nach 68 Minuten verwertete er aber seinen ersten Matchball zum nie gefährdeten Sieg. «Ich habe nicht fantastisch gespielt, aber solide», fand der Schweizer. Er habe die richtige Taktik gehabt und diese gut umgesetzt.

Gegner im Halbfinal ist am Samstagabend der überraschende Niederländer Robin Haase. Die bisher einzige Partie gegen die Nummer 52 der Welt gewann Federer vor fünf Jahren im Davis Cup sehr deutlich. Nach der sensationellen Niederlage Rafael Nadals gegen den kanadischen Teenager Denis Shapovalov, die Nummer 143 der Welt, ist damit die Türe zur Nummer 1 für Federer weit geöffnet. Wenn er das Turnier in Montreal gewinnen sollte, würde er bis auf zehn Punkte zu Nadal aufschliessen. An der Spitze der Weltrangliste wird am Montag noch einmal Andy Murray stehen, der Schotte, der nach Montreal auch in Cincinnati wegen einer Hüftverletzung fehlt, wird aber die Nummer 1 auf jeden Fall abgeben müssen, da ihm die 600 Punkte vom letztjährigen Final aus der Wertung fallen.

Auf Kurs Richtung Nummer 1

Weil auch Nadal 90 Zähler verliert, würde Federer als virtueller Leader ins Turnier in Cincinnati starten, das er bereits sieben Mal gewonnen hat. Er müsste einfach mindestens gleich weit kommen wie Nadal, um am 21. August die älteste Nummer 1 der Geschichte zu werden. Der Spanier sprach denn auch nach seiner Schlappe gegen Shapovalov im Tiebreak des dritten Satzes von der "schlimmsten Niederlage in diesem Jahr", weil er eine grosse Chance verpasst habe.

Hingis/Chang wie in Wimbledon im Viertelfinal out

Martina Hingis verlor mit ihrer taiwanischen Partnerin Chan Yung-Jan beim WTA-Premier-Turnier in Toronto wie in Wimbledon in den Viertelfinals gegen Anna-Lena Grönefeld und Kveta Peschke. Hingis/Chan verloren gegen das deutsche-tschechische Duo zweimal 4:6. Im Einzel war beim Turnier, bei dem Belinda Bencic 2015 ihren grössten Titel geholt hatte, in diesem Jahr keine Schweizerin dabei.

(nag/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tom am 11.08.2017 22:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die

    Nummer 1 rückt näher und näher.

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  • Declan Mulqueen am 11.08.2017 22:25 Report Diesen Beitrag melden

    Federer liefert immer ab

    Federer ist der einzige Topspieler der zu 95% immer funktioniert. Da gibt es ganz selten einmal einen Ausreisser. Daher wird er nächste Woche zurecht wieder die Nr. 1 werden. Da können alle Jungspunde auf der Tour nur staunen und sich inspirieren lassen.

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  • Avocado 15 am 11.08.2017 22:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bravo rodscher

    na also,der Maestro hatte gestern einfach nur Anlaufschwierigkeiten.Und im fortgeschrittenen Alter durchaus verständlich.Denn da stottert halt der Motor manchmal ein bisschen..

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Alternativen gesucht am 13.08.2017 17:13 Report Diesen Beitrag melden

    Fussball langweilt

    Alle die sich hier über die angebliche Federer-Überdosis beschweren, sollen sich doch zuerst mal um unser CH-Fussballproblem kümmern. Fussball jeden verd. Sonntag. Ob es regnet oder schneit, mit 1000 Zuschauern im Stadium ist das Hauptthema in jedem Sport Aktuell. Seit Jahren.... DAS langweilt

  • Meier Max am 13.08.2017 14:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super Roger

    Wenn Roger heute dasFinale gewinnt, wird er in Cincinatti nicht dabei sein, er hatit dieser Entscheidung au h recht.

  • Sepp Hitz am 13.08.2017 02:22 Report Diesen Beitrag melden

    Roger Federer

    Hatte mir am letzten Sonntag das Töffrennen angesehen. Viele Neider hatten Tom Lüthy schon abgeschrieben und was machte Er? Tom gewann das Rennen und ist auf der Rangliste auf Platz zwei und die Sesson ist noch nicht zu Ende. Wieso därfen wir Schweizer nicht auch Stolz auf unsere Sportler sein? Es ist niemandem verboten auch ein Sportler zu werden. Aber nur mit blöden Sprüchen wurde noch keiner Spitzensportler.

  • Holger Martinrival am 12.08.2017 19:44 Report Diesen Beitrag melden

    Rekorde für lange ungebrochen

    Seine Rekorde werden sehr lange Bestand haben. Turniere gewinnen werden noch viele aber dieses Feuer in sich brennen haben, ganz wenige. Guter Schweizer Typ!

  • Piña Colada Man am 12.08.2017 18:43 Report Diesen Beitrag melden

    Haase nicht gut genug

    Heute zieht Roger ins Finale. Haase kann ihn nicht stoppen. Hoffe da auf A. Zverev.

    • Pedro am 12.08.2017 21:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Piña Colada Man

      wieso. Website gewinnt darüber bald die 1 ist

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