Neues Federer-Buch

05. Oktober 2018 11:12; Akt: 05.10.2018 11:12 Print

«Federer gehört zum Leben wie das iPhone»

Eine neue Biografie kreist den Menschen hinter dem Rekordspieler ein. Autor Simon Graf über die Entstehung seines Federer-Werks.

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Warum braucht die Welt noch ein Buch über Roger Federer?
Ich weiss nicht, ob die Welt eines braucht. Aber es ist auf jeden Fall ein Buch, das sich von vielen anderen abhebt – weil es das Phänomen Federer in 15 Essays erklärt und keine klassische Biografie ist. Es stehen viele Sachen drin, die man so noch nicht gelesen hat.

Was ist die Herausforderung, wenn man ein Buch über eine Figur schreibt, über die schon so viel geschrieben wurde?
Es ist klar, dass man nicht das erzählen muss, was schon alle wissen. Federer gehört zu unserem Leben wie das iPhone oder der Fernseher. Er ist zum Alltagsgegenstand geworden, der uns immer begleitet und für uns selbstverständlich geworden ist. Spannend ist zu erfahren, was dahintersteckt, wie es zu dieser aussergewöhnlichen Karriere gekommen ist. Das will ich im Buch aufzeigen.

Wann reifte bei Ihnen der Gedanke, dieses Buch zu schreiben?
Eigentlich wollte ich das erst tun, wenn er seine Karriere beendet hat, aber er spielt einfach immer weiter (lacht). Dann ergab sich die Gelegenheit mit dem Verlag Kurz & Bündig, der Kurzbiografien herausgibt, die man in drei Stunden gelesen hat. Das hat mich überzeugt, weil das Konzept dem Zeitgeist entspricht. Ich hatte die grösstmöglichen Freiheiten und eigentlich nur eine Zeichenvorgabe. Ich konnte also genau das Buch schreiben, das ich wollte.

Weiss Federer von dem Buch?
Ja, aber er unterstützt keine Buchprojekte.

Auf dem Cover deutet nichts auf Federer als Tennisspieler hin. Wie kam es zu dieser Wahl?
Zum einen stammt das Bild von einem Shooting für das 2013 erschienene Buch «Jubeljahre», von dem bisher nur wenige Bilder veröffentlicht wurden. Dass wir das damals machen konnten und ich nun darauf zurückgreifen durfte, war ein Glücksfall, denn ein exklusives Fotoshooting mit Federer ist schwer zu bekommen. Zum anderen sieht das Konzept vor, die Leute nicht bei der Arbeit zu zeigen – der Mensch soll im Mittelpunkt stehen.

Einen Auszug aus dem Buch «Roger Federer – Weltsportler. Ballverliebter. Wohltäter.», erschienen im Verlag kurz&bündig, gibt es hier.


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(kai)