Lauberhorn

12. Januar 2018 08:34; Akt: 12.01.2018 12:57 Print

Die Kombination ist dem Tod geweiht

von Philipp Rindlisbacher - Bei den Athleten kommt der Zweiteiler aus Abfahrt und Slalom nicht mehr an und steht auch in Wengen vor dem Aussterben.

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Es ist eine Bankrotterklärung an die Kombination: Alexis Pinturault, der beste Allrounder im Skizirkus, verzichtet heute zum Auftakt der Lauberhornrennen. Der Franzose zieht die Regeneration dem fast sicheren Gewinn der kleinen Kristallkugel für den Disziplinensieger vor.

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FIS-Rennchef Markus Waldner sagt, die Athleten würden die Kombi selbst begraben. «Nur noch eine Handvoll Fahrer findet die Übung gut, der grosse Rest findet sie einen Quatsch.»

«Bringt nix, schadet nix»

2020 wird der Zweiteiler aus Abfahrt und Slalom voraussichtlich aus dem Kalender gestrichen und an Grossanlässen durch Parallelrennen ersetzt. Und in Wengen? Bis zu 25'000 Fans besuchten das Rennen bisher, die Veranstalter sprechen von einem überlebenswichtigen Bewerb. Klar ist: Es wird weiterhin drei Rennen geben – am Freitag wohl eine Sprintabfahrt in zwei Läufen ab dem Hundschopf.

Erstaunlich ist, dass das OK im Kampf gegen das drohende Kombi-Aus von Swiss-Ski kaum unterstützt wird, obwohl die Schweizer mit Sandro Viletta den Olympiasieger sowie mit Wendy Holdener und Luca Aerni die Weltmeister stellen. Aber sogar Aerni kann die negative Entwicklung verstehen.

Wie Mauro Caviezel und Justin Murisier hegt der Berner heute Ambitionen. Ganz im Gegensatz zu Marcel Hirscher, der auf einen Start verzichtet. Wie sagte doch Paul Accola nach dem Gewinn der Kombi-Bronzemedaille an der WM 2001? «Bringt nix, schadet nix.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lara am 12.01.2018 08:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Für mich ist die Kombination super. Das wahre können eines Skifahrers zeigt sich in der Kombi

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  • Georg am 12.01.2018 08:56 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Schade, für mich sind Kombinierer die wirklichen Rennfahrer.

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  • Downhill Only am 12.01.2018 09:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schluss mit Tradition

    Mein Vater stellte sich in den 1920er-Jahren noch der klassischen 3er-Kombination, bestehend aus Abfahrt, Lang- und Sprunglauf. Hieraus entstand die Nordische und die Alpine Kombination. Jetzt wird auch diese in Frage gestellt und der Skizirkus, welch treffende Bezeichnung, bolzt nur noch Spezialdisziplinen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Skills am 12.01.2018 19:29 Report Diesen Beitrag melden

    Der ideale Rennläufer

    Red Bull Skills ist ein Event der eine attraktive Rennform, ist, um den perfekten Rennläufer zu ermitteln: Eine Strecke, die Slalom, Riesenslalom, Super-G und Abfahrt beinhaltet. Alles mit dem gleichen Ski.

  • housi am 12.01.2018 17:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    quo vadis

    Parallelrennen sind nur Show und Zirkus und haben rein nichts mit Skisport zu tun. Der beste Skifahrer ist nach wie vor der Kombinationssieger. Dann macht die Skirennen in einem Zirkuszelt in Städten.

  • Peter J. am 12.01.2018 13:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur nochSpezialisten? Ist es das?

    Technik und Speed, ist für viele wohl zuviel, obwohl für mich sind das die richtigen Rennfahrer.

  • 1879 am 12.01.2018 13:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Noch nicht dem Tod geweiht

    Die Akzeptanz der Kombination ist auch deshalb so gering, weil kaum noch welche ausgetragen werden. Wer von den Topfahrern will denn schon eine Kristallkugel für zwei gefahrene Rennen gewinnen. Würde die Kombination 5-6 mal ausgetragen werden würden sich auch einige Anwärter für den Gesamtweltcup überlegen, ob sie diese Rennen wirklich auslassen wollen. Besseres Teilnehmerfeld=grössere Akzeptanz und Prestige. (P.s: Eine Kombination sollte aus Abfahrt und Slalom bestehen und nicht mit einem Super-G, sonst werden die Techniker bevorzugt.)

  • Chris am 12.01.2018 13:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beisse nie in die Hand die dich Füttert.

    Nun ja. Somit würde in Wengen, ein Rennwochenende nur noch aus Samstag und Sonntag bestehen. Da fragt man sich wie sich da der ganze Aufwand dann rechnet. Ein Schlag ins Gesicht aller die da Tage und Nächtelang für einen solchen Event, zum Teil ihre Freizeit Opfern. Der Preise für Tickets werden sicher steigen. Sponsoren verlieren quasi 1/3 ihrer Präsentszeit... usw... Haben die Fahrer auch schon an die Hand die Sie füttern gedacht...

    • Peter Lanz am 12.01.2018 14:25 Report Diesen Beitrag melden

      No Billag?

      Nach der Abstimmung sind die Skirennen in der Schweiz sowieso Geschichte. Da lohnt sich für keinen Sponsor der Aufwand mehr. Endlich Ruhe in Wengen, Adelboden etc.

    • Zirmin-Purbriggen am 12.01.2018 16:01 Report Diesen Beitrag melden

      Parallel-Slalom

      @Chris - Dann könnte man ja einen Parallel-Slalom durchführen - wäre sicher attraktiver und an geeigneten Pisten würde es sicher nicht fehlen. Es liegt am Organisator, sich etwas in dieser Richtung zu überlegen.

    • Sofa sportler am 12.01.2018 18:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter Lanz

      Ja genau. Und dieSBB ist wegen steigenden Preisen auch dem Tod geweiht. Ironie aus. Ach wie erwarte ich den 4. März. Dann ist dieses No Billag Theater endlich vorbei

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