Familientragödie

14. November 2017 14:46; Akt: 14.11.2017 15:25 Print

Ski-Ass Poisson hinterlässt kleinen Buben

Der französische Abfahrer stirbt bei einem Ski-Unfall. Nur zwei Wochen nach dem Tod seines Vaters.

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Der tragische Tod von David Poisson erschüttert die Ski-Welt. Athleten wie Lindsey Vonn, Lara Gut oder Ted Ligety trauern öffentlich auf Social Media und drücken den Angehörigen ihr Mitgefühl auf aus.

Poisson hinterlässt eine Ehefrau und einen eineinhalbjährigen Sohn. Auf Instagram hatte er Bilder von seinem Jungen gepostet, zum Beispiel, wie er Anfang Oktober lachend seine Skibrille und seinen Helm trug. Zahlreiche User bekunden nun ihre Trauer in den Kommentaren unter den Schnappschüssen.

Besonders tragisch für die Familie: Erst vor 15 Tagen verstarb Poissons Vater. Er war seinem Krebsleiden erlegen.

Schon 2010 stürzte Poisson schwer. Damals knallte er in Gröden nach einem Sprung unkontrolliert auf die Piste, musste mit dem Helikopter abtransportiert werden. Damals hatte er einen Schutzengel und war nur kurze Zeit später zurück auf den Ski.

Schweizer Athleten waren hautnah dabei

Am Montagabend liess ihn das Glück im Stich. Bei einem Trainingslauf stürzte er mit 100 km/h und donnerte durch zwei B-Fangnetze hindurch in den Wald. «Dort dürfte er ziemlich frontal mit einem Baum kollidiert sein», erzählte ein Augenzeuge dem «Blick». «Ein Rettungsteam hat danach während rund eineinhalb Stunden erfolglos versucht, David wiederzubeleben.»

Das Schweizer Abfahrts-Team mit Beat Feuz, Patrick Küng und Co. befand sich zum Unfallzeitpunkt auf der gleichen Piste wie die Franzosen. Die Athleten hätten den Unfall «aus nächster Nähe verfolgen» müssen, schrieb Swiss-Ski in einer Mitteilung. «Die Konzentration der Athleten gilt vorerst der gemeinsamen Verarbeitung der Geschehnisse.»

(kfi)