Morgens um 6.30 Uhr

25. Oktober 2017 11:16; Akt: 25.10.2017 16:42 Print

Dopingjäger bringen Iceman Janka zum Kochen

Kaum hat sich Carlo Janka schwer verletzt, wird der Bündner zusätzlich drangsaliert. Das stösst dem 31-Jährigen sauer auf.

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Was für turbulente zwei Tage für Carlo Janka: Am Dienstag gibt er bekannt, dass er sich im Training einen Kreuzbandriss zugezogen hat. Ob der Bündner im Februar die Olympischen Spiele in Pyeongchang bestreiten kann, steht in den Sternen.

Wer nun denkt, der 31-Jährige hätte sich am Tag danach etwas erholen können, der täuscht sich. Via Twitter echauffiert sich Janka, wie man es vom Iceman weniger kennt. Offensichtlich bekam der Verletzte als erste Besucher Dopingkontrolleure der FIS zu Gesicht – und das um 6.30 Uhr morgens.

Leider eine bauchlandung mit folgen 😤 probiere so schnell wie möglich zurückzukommen 💪✌ #nevergiveup

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Dass die Kontrolle ausgerechnet am Tag nach Jankas Sturz durchgeführt wurde, ist selbstverständlich nicht sehr angenehm für den Athleten, war aber reiner Zufall. Das bestätigt Sarah Fussek, Anti-Doping Koordinatorin bei der FIS. «Die Tests werden natürlich nicht erst eine Stunde vor Ausführung geplant. In diesem Fall waren das einfach unglückliche Umstände.»

Die Entscheidung darüber eine Dopingkontrolle abzubrechen, muss im Einzelfall angeschaut werden, so Fussek weiter. «Wenn die Kontrolleure sehen, dass der Athlet in einem Zustand ist, in dem er keine Probe abgeben kann, dann hat der Dopingkontrolleur mit dem Auftraggeber Rücksprache zu halten. Wenn der Athlet aber keine Einwände hat, wird die Kontrolle auch in Krankheitszuständen durchgeführt.»

Die FIS nimmt selbstverständlich auf persönliche Umstände der Athletinnen und Athleten Rücksicht. «Unter steter Einhaltung der Internationalen Standards, die von der Welt Anti-Doping Agentur vorgegeben sind», so Fussek. «Wir sind froh, wenn die Athleten und/oder Betreuer uns informieren, oder einen enstprechenden Vermerk in ihren Whereabouts Angaben machen, wenn sie eine Verletzung haben oder aber die Frauen schwanger sind. Diese Umstände entbinden die Athletinnen und Athleten aber nicht von der Verpflichtung, die täglichen Ortsangaben zu übermitteln (sofern sie einem Testpool angehören). Auch während einer langwierigen Reha können sie also regelmässig kontrolliert werden.»

(hua)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Renato am 25.10.2017 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Unsinn der Sinn macht

    Tja ... Fingerspitzengefühl ist nicht jedermanns Sache. Ob es Sinn macht einen verletzten Sportler auf Doping zu kontrollieren finde ich unsinnig. Verletzungen werden ja vorab medikamentös behandelt ... wollen die Kontrolleure raus finden um welche Medikamente es sich handelt ?

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  • Peter Fuchs am 25.10.2017 11:26 Report Diesen Beitrag melden

    wir sind hier nicht beim Fussball

    Tja, wir sind halt hier nicht beim Fussball, wo er jetzt "saubere" Bluttransfusionen bekommen würde und "fit gespritzt" würde. Aber die sind dort ja alle sauber :D :D

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  • Simon am 25.10.2017 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    Olympische Spiele stehen in den Sternen?

    So wie ich das sehe steht da gar nichts mehr in den Sternen, sondern die kann er vergessen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Swissgirl am 26.10.2017 07:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Grund nicht zu kontrollieren

    Die Dopingfälle der Vergangenheit rechtfertigen eine enge Kontrolle. Da ist es doch egal ob er sich gerade verletzt hat oder nicht. Hätte er gedopt, müsste das trotzdem herauskommen. Ich bin sicher, die Kontrolleure beachten dabei sehr wohl, dass er Schmerz- und Entzündungshemmer bekommen hat und Klammern dies aus.

  • Coach am 25.10.2017 20:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dopingkontrolle

    Es ist jedem Sportler bekannt, dass immer und überall und an jedem Anlass eine Dopingkontrolle gemacht werden kann. So auch bei Amateursportler. Wieso allso nicht im Spital? Ein Unfall kann jedem passieren.

  • No Doping am 25.10.2017 19:09 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Pech

    Ist man gegen Doping muss man sich bewusst sein, dass dies einem nun mal passieren kann.

  • wasp am 25.10.2017 17:52 Report Diesen Beitrag melden

    Gehört dazu

    Aber dann fluchen, wenn die Konkurrenz dopt und nicht oder nach der Karriere erwischt wird. Die Kontrolleure machen nur ihren Job.

  • Kritik ker am 25.10.2017 17:28 Report Diesen Beitrag melden

    Wo und wann?

    Wann kam denn das Frühstück in diesem Spital? Oder war der am Tag "danach" irgendwo in eiern Ferienresidenz? Immerhin mussten die Funktionäre auch so früh raus.