Mit der Nati mitfiebern

13. November 2017 11:20; Akt: 13.11.2017 11:42 Print

So reisen Sie an die WM nach Russland

Die Schweiz ist für die WM qualifiziert, am 14. Juni 2018 wird in Moskau das Eröffnungsspiel angepfiffen. 20 Minuten beantwortet die wichtigsten Fragen für alle, die in Russland dabei sein wollen.

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Sie wollen die Schweizer Nati während der WM vor Ort unterstützen? Mithilfe von Reiseveranstaltern beantwortet 20 Minuten die wichtigsten Fragen für alle, die nächsten Juni nach Russland reisen wollen.

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Kann ich meine Reise bereits jetzt buchen?
Wenn Sie sich Spiele der Schweizer Nati ansehen wollen, sollten Sie bis am 1. Dezember warten. An diesem Tag wird bei der Auslosung im Kreml klar, wo unser Team spielen wird. Victor Tinari, Geschäftsführer des Reiseveranstalters Travelclub, dem offiziellen Partner des Schweizer Fussballverbands, sagt: «Wie genau die Packages aussehen, die wir anbieten werden, hängt natürlich von den Spielorten ab.»

Wo könnte die Schweizer Nati spielen?
Die Gruppenspiele finden in elf russischen Städten statt: In Moskau, Sankt Petersburg, Jekaterinburg, Kasan, Kaliningrad, Rostow am Don, Samara, Saransk, Sotschi, Nischni Nowgorod und Wolgograd. Stefan Faltin, Geschäftsführer des Sportreise-Veranstalters Faltin Travel, sagt: «Spielt die Schweiz in Sankt Petersburg oder Moskau, werden mehr Leute hinreisen wollen als an Austragungsorte, die weniger bekannt sind.» Ein weiterer Punkt, der die Nachfrage bestimmt, ist der Gegner, wie Tinari sagt: «Je attraktiver er ist, desto grösser das Interesse.»

Das sind die Stadien an der Fussball-WM 2018 in Russland

Wie teuer wird eine Reise an die WM nach Russland?
Reiseveranstalter Stefan Faltin sagt ohne Umschweife: «Wer während der WM nach Russland will, wird tief in die Tasche greifen müssen.» Die Hotels verlangten teilweise absurde Beträge. Er gehe davon aus, dass die Reisen nach Russland kaum günstiger würden als jene an die WM 2014 nach Brasilien. Konkrete Zahlen zu nennen sei schwierig, da der Preis je nach individuellen Ansprüchen der Kunden stark variiere. Ein Beispiel gibt Faltin trotzdem: Bei einer Reisedauer von vier Tagen mit Aeroflot-Flug ab Zürich und drei Übernachtungen im zentral gelegenen 4-Sterne-Hotel in Moskau liege der Reisepreis für ein Gruppenspiel in Moskau bei rund 2500 Franken pro Person. Bei Travelclub will man noch keine Angaben zu den Preisen machen, wie Victor Tinari sagt. Er geht jedoch davon aus, dass der Besuch der WM eher günstiger wird als vor vier oder acht Jahren: «Das hohe Preisniveau, das wir von den Turnieren in Brasilien und Südafrika kannten, wird in Russland wohl nicht erreicht.»

Kann ich meine Reise nach Russland auch privat organisieren?
Natürlich könne man das versuchen, sagt Faltin. Flüge nach Russland seien zwar problemlos zu bekommen. «Doch Privaten dürfte die Hotelsituation Probleme bereiten. Hotels verlangen für die Zeit während der WM eine hohe Mindestzahl an Übernachtungen. Es kann also sein, dass man ein Zimmer nur bekommt, wenn man es gleich für einen Monat bucht.» Und wer einen gewissen Standard wolle, werde Schwierigkeiten haben: «Die zentral gelegenen Luxushotels hat sich bereits die Fifa gesichert. Dort bekommt man kaum mehr ein Zimmer.»

Brauche ich für die Reise an die WM nach Russland ein Visum?
Generell benötigen Schweizer ein Visum, wenn sie nach Russland reisen wollen. Diese Regel wurde für die WM jedoch aufgeweicht: Wer eine Fan-ID besitzt, reist visumfrei ein. Eine solche Fan-ID kann man online beantragen. Voraussetzung dafür ist, dass man bereits ein Ticket für ein WM-Spiel besitzt. Die Fan-ID berechtigt ihren Besitzer dazu, den Nahverkehr gratis zu nutzen. Wer ins Stadion eingelassen werden will, muss sie vorweisen.

Ist Russland ein gefährliches Reiseziel?
In seinen Reisehinweisen für Russland weist das Schweizer Aussendepartement EDA auf das Risiko von Terroranschlägen hin, zu denen es in den vergangenen Jahren auch in Moskau und Sankt Petersburg gekommen ist. Bezüglich Kriminalität seien Taschen-, Entreiss- und Autodiebstähle die häufigsten Delikte. Victor Tinari sagt jedoch: «Ich persönlich glaube, dass die Sicherheitslage in Russland besser sein wird als 2014 in Brasilien und 2010 in Südafrika.» Für Russlands Präsident Putin sei die WM ein enorm wichtiges Prestigeprojekt: «Er wird dafür sorgen, dass nichts passiert.» Auch Stefan Faltin sagt: «Putin liegt viel daran, ein guter Gastgeber für diesen internationalen Grossevent zu sein.» Die Polizeipräsenz und verschärfte Kontrollen würden dazu führen, dass sich der Fan sicher fühle.

(lüs)