Zukunftspläne

13. November 2017 18:14; Akt: 13.11.2017 18:20 Print

Erhöhter Konkurrenzkampf in der Nati

von E. Tedesco, Pratteln (BL) - Mit einer Nacht Abstand von den Emotionen rekapituliert Vladimir Petkovic die Qualifikation für Russland und blickt in die Zukunft.

Nati-Trainer Vladimir Petkovic zieht eine Bilanz der WM-Qualifikation. (Video: 20 Minuten)
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Was würden andere Nationen wie zum Beispiel Holland dafür geben, an der Stelle der Schweizer zu sein. Die vierte Qualifikation in Folge für eine WM-Endrunde nimmt man in weiten Teilen der Schweiz aber nur zur Kenntnis – mehr nicht. Aber SFV-Präsident Peter Gilliéron sagt: «Die Erfolge machen mich stolz. Die unglaubliche Solidarität in der Mannschaft ist imposant.»

Imposant war die gesamte Kampagne mit nur einer Niederlage in zwölf Spielen. «Wir haben während der gesamten Kampagne vielleicht 50 Minuten unter unserem Niveau gespielt. Meine Mannschaft besitzt die Stärke, immer wieder gut zu reagieren. Sie geht nie zu Boden. Es gab vielleicht mal einen Knockdown, aber nie einen Knockout», sagt Vladimir Petkovic dazu.

Der Nati-Trainer kann auf zwei gute Jahre zurückblicken. Rosig ist aber auch der Blick in die Zukunft. Mit Denis Zakaria und Manuel Akanji drängen grosse Talente nach. Granit Xhaka, Xherdan Shaqiri, aber auch andere stehen am Anfang ihrer Blüte – und an der WM in Russland kann sich die Mannschaft auf die Erfahrung von Leadern wie Stephan Lichtsteiner, Valon Behrami und auch Johan Djourou abstützen.

Erhöhter Konkurrenzkampf

Im nächsten halben Jahr gilt es für die Nationalspieler und WM-Kandidaten ihre Leistung weiter zu steigern. Das bedeutet, dass sie in ihren Clubs spielen oder im Winter einen geschickten Transfer anstreben müssen. Es wird für Petkovic nicht einfach, aus dem mittlerweile breiten Fundus an Spielern ein 23-Mann-Kader für Russland zu erstellen. Er nimmt dieses Kopfzerbrechen gern in Kauf. «Wir haben einen erhöhten Konkurrenzkampf. Aber die Tür in die Nati ist offen. Der Weg rein ist nicht einfach, aber man fliegt auch nicht einfach raus», so der Nati-Trainer.

«Wir sind generell weiter. Wir haben etwas geformt, einen gewissen Stil gefunden und verhalten uns entsprechend. Aber wir dürfen uns nicht ausruhen, müssen uns weiter verbessern.» Wo? Petkovic: «Ich sehe Potenzial im technischen und taktischen Bereich. Aber eigentlich überall – auch beim Trainer.» Die Nati sei in ihrem Prozess, den man begonnen hat, vielleicht bei 30 Prozent und noch weit von den gewünschten 100 Prozent entfernt. Mental aber sei man bei 70 Prozent angelangt.

WM-Auslosung am 1. Dezember

Vorderhand haben die Spieler Zeit, sich auf ihre Aufgaben in den Clubs zu konzentrieren. Die Nati trifft sich erst wieder im März zu zwei Testspielen (Gegner noch offen). Schon am 1. Dezember steht eine SFV-Delegation mit Trainer Petkovic im Einsatz: In Moskau findet an diesem Tag die WM-Gruppen-Auslosung statt.

Mit welchem Gegner der Nati-Trainer aus Topf 1 (Russland, Deutschland, Brasilien, Portugal, Argentinien, Polen, Belgien, Frankreich) zufrieden wäre, wurde er gefragt? «Fragt sich, ob die aus dem Topf 1 mit der Schweiz aus Topf 2 zufrieden wären», antwortet Petkovic augenzwinkernd.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • eiramenna am 13.11.2017 18:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Konkurrenzkampf

    Ich denke dass Akanji ein sehr guter Ersatz für Djourou ist und so kein Konkurrenzkampf entstehen würde.

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  • Thierry Roe am 13.11.2017 18:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Nati

    Ich verstehe nicht viel von Fussball, aber ich habe das Gefühl, die Schweizer Nati hat einen tollen Trainer! Er ist ehrlich, solide und steht hinter seiner Mannschaft das spürt man und sieht es am Resultat. Gratulation und weiter so

  • georgie sorforger am 13.11.2017 18:38 Report Diesen Beitrag melden

    hört mal auf zu nörgeln

    wir haben eine tolle nati,,sie hat charakter.. also hört mal auf zu nörgeln und immer alles runterzumachen...wir gehen nach russland.. und wir sind reif für den v iertelfinal..punkt..

Die neusten Leser-Kommentare

  • Forester am 15.11.2017 17:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wichtig

    Und wo bleiben die Namen Steffen, Mbabu, Fasnacht, Lotomba und wie sie alle heissen? Das sind für mich ebenfalls Nachwuchshofnungen!!

  • J.P. am 14.11.2017 22:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freipass

    Der erhöhte Konkurrenzkampf wird auf die WM hin zwar stattfinden, aber ich bezweifle stark, dass Petkovic von seiner Stammelf auch nur auf einer Position abweichen wird. Ich frage mich schon lange, wie frustrierend diese Situation für die nie oder kaum zum Einsatz kommenden Ersatzspieler sein muss (die so ganz nebenbei gegen Ungarn bewiesen haben, dass sie es auch können, inkl. Tore)! Der viel zitierte gute Teamgeist könnte auf Dauer ziemlich strapaziert werden, wenn Petkovic nicht endlich davon absieht, gewissen Spielern bis zum bitteren Ende einen Freipass zu erteilen!

    • Bruno 23 am 15.11.2017 00:01 Report Diesen Beitrag melden

      Warten wie Italien mit der Verjüngung ??

      Dem ist Nichts aber auch gar NICHTS hinzuzufügen. Kompliment für diesen Kommentar

    • oliver s am 16.11.2017 09:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @J.P.

      Petkovic scheint der Mum völlig zu fehlen Dzemaili, Djouru und auch man muss es ja sagen Seferovic gehören in dieser Verfassung schon lange auf die Bank. Die jungen beweisen sich doch schon und die Spiele werden auch atraktiver wiso dann weiter Angsthasenfussball ?

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  • Zico am 14.11.2017 12:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kubi schwimmt gegen den Strom!

    Die Schweizer Medien inkl. Sascha Ruefer sprechen gerne von den Weltstars in den Schweizer Reihen und sie glauben das wohl sogar noch selber. Kubi T. schrieb heute in seiner Blickkolumne, die Schweiz hat KEINE Weltstars und Lichtsteiners Zielsetzung vom WM Viertelfinal sei sehr unrealistisch. Hätte das hier ein Herr Müller oder Meier geschrieben wäre er wohl heruntergekanzelt worden...... Es gibt sie anscheinend noch, die realistischen Fussballexperten!

  • mimi am 14.11.2017 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    als ob es keine guten CH spieler gäbe

    ich würd mir mal mehr schweiz in der schweizer nati wünschen. jedesmal dieses bild der spieler, wenn die nationalhymne gspielt wird, ist für mich wie ein schlag ins gesicht. ich schäme mich so dermassen, wenn ich sehen muss wie zugewanderte unser land mit füssen tretten indem sie es durch schweigen verhöhnen. sollen doch in ihr heimatland spielen gehen. hier weint bestimmt keiner hinterher

    • François Meunier am 14.11.2017 11:31 Report Diesen Beitrag melden

      Verstehe solche Fans einfach nicht

      Behrami hat sogar seinen Job aufs Spiel gesetzt, um bei der Nati zu sein. Die haben alle als Team alles versucht. Am Ende gibt's Pfiffe - und dann reden doch tatsächlich Leute noch vom Singen, als wäre es kein Fussball sondern ein Songcontest.

    • Rolf am 14.11.2017 11:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @mimi

      danke schau nicht zu es gibt extra Sportarten für Rassismus

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  • Rico Bleuler am 14.11.2017 09:37 Report Diesen Beitrag melden

    Kampagne

    Hört bitte mal auf von einer RIESEN Kampagne zu sprechen! Klar hat die Schweiz 12 Spiele ohne Niederlage bestritten und die beste Quali Ihrere Geschichte gespielt. Ja gut und recht, aber was nutze all dies , wenn man wieder im 1/8 Final ausscheidet? Sind wir ehrlich: Gegen die Färörer, Andorra, Lettland und Ungarn sollte man eigentlich gewinnen oder nicht?

    • Offensichtliches-Erklärer am 14.11.2017 11:07 Report Diesen Beitrag melden

      Dass am Turnier alles bei NULL beginnt

      das dürften Petkovic & Co. selber schon auch wissen. Trotzdem war die Quali-Kampagne ein RIESENDING für schweizer Verhältnisse - und die ist geschafft, die kann einem niemand mehr nehmen.

    • Danydee am 14.11.2017 15:46 Report Diesen Beitrag melden

      @Rico

      Wenn man wieder im 1/8 Final ausscheidet, ist man in den Gruppenspielen mindestens 2. geworden. Also ein weiterer Erfolg und vier Spiele zum Mitfiebern. Ich bin froh, haben wir so ein tolles Team mit dem schlicht und einfach alles möglich ist. Also mir nützt das viel, denn diese Endorphine konsumiere ich gerne.

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