Länderspiele

14. November 2017 23:37; Akt: 15.11.2017 14:32 Print

Deutschlands Erlösung in letzter Sekunde

Deutschland schaffte es in letzter Sekunde, eine Niederlage gegen Frankreich abzuwenden. Der Vergleich von England und Brasilien war nicht halb so unterhaltsam.

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Frankreichs Nationalmannschaft hat auf eindrückliche auf ihre Stärke hingewiesen. Der Mannschaft von Trainer Didier Deschamps fehlten nur wenige Sekunden für einen Sieg im Länderspiel in Köln gegen Deutschland. Lars Stindl glich nach 93 Minuten zum 2:2 aus.

Im letztjährigen EM-Halbfinal brachte die Franzosen als bislang letzte Mannschaft den Deutschen eine Niederlage (0:2) bei. Danach liess sich das Team von Joachim Löw während 19 Partien nicht bezwingen. Jetzt hätte Frankreich die Serie der Deutschen auch beenden müssen. Aber eine vom eingewechselten Gladbacher Stürmer Stindl genutzte Unachtsamkeit in der Abwehr wenige Sekunden vor Schluss verhinderte dies.

In den letzten 25 Minuten standen beide Teams nahe am möglichen Erfolg. Die wichtigsten Szene spielten sich innerhalb weniger Sekunden um die 70. Minute herum ab. Toni Kroos traf mit einem wunderbaren Freistoss das Lattenkreuz. Fast im Gegenzug entwischte Arsenal-Stürmer Alexandre Lacazette der deutschen Abwehr und erzielte mühelos sein zweites Tor des Abends zum 2:1.


Joachim Löw zufrieden: Siegesserie der Deutschen hält an. Video: Tamedia/AFP

Für das Freundschaftsspiel von hohem Prestige liess der deutsche Bundestrainer vermehrt Spieler auflaufen, die an der WM in Russland tragende Rollen übernehmen sollen. Im Unterschied zum dem von den Deutschen gewonnenen Confederations Cup im Sommer und im Unterschied auch zu den zahlreichen Spielen der WM-Qualifikation standen potentielle Leistungsträger wie Mats Hummels, Toni Kroos und Mesut Özil in der Anfangsformation. Didier Deschamps liess sich mit seiner Startformation auch nicht lumpen. Das Offensivpotential der Franzosen wird deutlich, wenn man bedenkt, dass Antoine Griezmann 75 Minuten lang auf der Bank sass und Olivier Giroud fehlte.

Magerkost im Wembley

Der zweite Vergleich des Abend, jener zwischen England und Brasilien im Wembley, war nicht halb so unterhaltsam wie der Match in Köln. In der ersten Halbzeit spielte sich keine nennenswerte Torszene ab. Auch danach mussten die Fans lange warten. Nach 76 Minuten schliesslich traf Fernandinho nach einem Alleingang für Brasilien den Pfosten. Nach zwei weiteren Möglichkeiten der Südamerikaner vergaben die Engländer in der 89. Minute ihre einzige gute Chance. Der eingewechselte Dominik Solanke sah seinen Schuss von Goalie Alisson abgewehrt.

Nationalcoach Jorge Sampaoli liess sechs Spieler auswechseln, weshalb Argentiniens 2:4-Niederlage gegen Nigeria im russischen Krasnodar nicht zu hoch bewertet werden sollte. Gleichwohl zeigte sich an den vier Gegentoren, dass Argentinien nach den argen Schwierigkeiten in der WM-Qualifikation noch nicht über den Berg ist. Die Nigerianer, die als Gruppensieger in den sechs Partien der Afrika-Zone zwölf Tore erzielt hatten, stiessen in ihren Aktionen, die zu den vier Toren führten, auf bedenklich wenig Gegenwehr. Mittelfeldspieler Alex Iwobi von Arsenal zeichnete sich in der zweiten Halbzeit mit Leichtigkeit als Doppeltorschütze aus.

Sechs Tore in St. Petersburg

Das 3:3 zwischen Russland und Spanien in St. Petersburg kam nach einem Spiel zustande, in dem beide Trainer ausgiebig experimentierten. Spaniens Coach Julen Lopetegui hatte schon kurz nach der Halbzeit sechs Wechsel vorgenommen. Verteidiger Jordi Alba brachte die Spanier früh voran. Später war Sergio Ramos mit zwei Penaltys erfolgreich. Für Russland traf Stürmer Fjodor Smolow zweimal.

Der ehemalige FCB-Spieler Franco Foda hatte als Nationalcoach Österreichs und Nachfolger von Marcel Koller einen ausgezeichneten Einstand. In Wien schaute ein 2:1-Sieg gegen den stark einzuschätzenden WM-Teilnehmer Uruguay heraus. Die frühe Führung durch den Leipziger Spieler Marcel Sabitzer hielt zunächst nur fünf Minuten. PSG-Stürmer Edinson Cavani glich für die Südamerikaner aus. Österreichs Sieg stellte Louis Schaub von Rapid Wien in der 87. Minute sicher.

Resultate:Test-Länderspiele In Ulsan: Südkorea - Serbien 1:1 (0:0). In Chongqing: China - Kolumbien 0:4 (0:1). In Krasnodar/RUS: Argentinien - Nigeria 2:4 (2:1). In Doha: Katar - Island 1:1 (0:1). In Trnava: Slowakei - Norwegen 1:0 (0:0). In St. Petersburg: Russland - Spanien 3:3 (1:2). In Bukarest: Rumänien - Niederlande 0:3 (0:0). In Budapest: Ungarn - Costa Rica 1:0 (1:0). In Brügge: Belgien - Japan 1:0 (0:0). In Cardiff: Wales - Panama 1:1 (0:0). In Köln: Deutschland - Frankreich 2:2 (0:1). In Wien: Österreich - Uruguay 2:1 (1:1). In London/Wembley: England - Brasilien 0:0. In Leiria: Portugal - USA 1:1 (1:1).

(sep/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • K-H Felger am 15.11.2017 04:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freundschaftsspiel

    Wer aus einem Freundschaftsspiel Rückschlüsse auf die Wettbewerbsfähigkeit beteiligter Teams ziehen will, ist auf dem Holzweg. Es war ein lockeres Spiel mit dem Ziel der Trainer Verschiedenes auszuprobieren. Nicht den Ernstkampf zu proben. Die Spieler brauchen ihre Kräfte derzeit für die Vereine.

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  • Ueli am 15.11.2017 05:17 Report Diesen Beitrag melden

    WM Favoriten?

    Und ich habe gemeint, dass die Schweiz nun der WM Favorit Nr.1 ist.....

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  • Peter Mabise am 15.11.2017 09:49 Report Diesen Beitrag melden

    Der kleine Unterscheid...

    Der Stürmer Timo Werner wurde schon oftmals vom Publikum ausgepfiffen aber lässt sich davon nicht beeindrucken, macht weiterhin seine Tore und spielt gut. In der CH-Nati läuft einer weinend vom Platz weil er ausgepfiffen wurde...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • rogeriu am 16.11.2017 14:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    CH Gruppe

    Viel Spass, wenn DEN (Danish Dynamite, WOW, Eriksen !!!) oder SWE (Defensivmonster, HOL und ITA auf dem Gewissen) in der Gruppe. Dann noch BRA Topf 1 und NIG Topf 4 Das wäre der Worst Case ;-)

  • rogeriu am 16.11.2017 14:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    GER gewinnt WM2018

    GER wird es wieder machen. (BRA oder FRA könnten es auch noch machen.) Für GER spricht das unerschöpfliche Reservoir an Top-Spielern und deren Turnier-Maschinerie !! Ausserdem findet es in Europa statt, d.h. next door.

  • Paul am 15.11.2017 22:28 Report Diesen Beitrag melden

    Frankreich war besser

    Immer spricht man nur von Deutschland. Unser anderer Nachbar Frankreich war aber die bessere Mannschaft. Agil, schnell und präzis. Bravo Frankreich!

    • KRIS am 16.11.2017 12:32 Report Diesen Beitrag melden

      JULIAN SPIELT... CHAMPAGNE FUSSBALL !!

      Vielleicht war Frankreich ein wenig besser... aber Draxler war der Beste ! Der Mann wird von Tag zu Tag besser... und es scheint als ob er keine Grenze hätte..

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  • Knaller am 15.11.2017 17:12 Report Diesen Beitrag melden

    Kilian

    Mbappe wird DER Stürmer der WM sofern er sich nicht verletzt bis dann. Bis ende der Saison wird er noch besser mit PSG werden. Unglaublich wie gut der schon ist. Wird mit Henry verglichen. Ich finde er ist sogar noch besser als Henry in dem Alter.

    • Berba am 16.11.2017 09:23 Report Diesen Beitrag melden

      Henry

      Immer wieder werden junge Spieler mit Legenden verglichen und am Schluss war alles heisse Luft. Hoffe für ihn, dass er seinen Weg macht. Ihn mit Henry zu vergleichen ist schon eine grosse Nummer. Abgerechnet wird am Schluss.. :-)

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  • Josef am 15.11.2017 12:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Match

    Gestern beste Unterhaltung an diesem Match anschauungsunterricht für unsere ,Starschweizerlein,

    • Timo Werner am 17.11.2017 14:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Josef

      Ging ja auch nur um die goldene Ananas

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