Nati-Stürmer ausgepfiffen

13. November 2017 10:42; Akt: 13.11.2017 10:43 Print

Seferovics Freundin schiesst gegen Fans

Der Wirbel um Haris Seferovic geht in die nächste Runde. Jetzt meldet sich Partnerin Amina mit einem giftigen Konter.

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Der SFV-Präsident Peter Gilliéron äussert sich am Tag nach den Pfiffen gegen Haris Seferovic: «Die Fans brauchen wahrscheinlich etwas Erziehung», sagt er bei einem Medientreffen. Ein Statement für Haris Seferovic: Die Reaktion von Freundin Amina. Fast immer im Stadion: Die Partnerin von Haris Seferovic war schon an der Euro 2016 in Frankreich hautnah dabei. Nun kann sich der Nati-Stürmer trotz verpasster Chance auf Russland freuen. Tränen statt Jubelgesang: Vladimir Petkovic muss Haris Seferovic nach dem 0:0 gegen Nordirland trösten. Die Fans hatten ihn während seiner Auswechslung in der 85. Minute mit Pfiffen eingedeckt. Endlich geschafft: Die Schweizer feiern die Qualifiktation für die WM in Russland 2018. Die Nordiren präsentierten sich im Vergleich zum Hinspiel wie verwandelt. Yann Sommer muss bereits in der 3. Minute einen gefährlichen Schuss der Gäste entschärfen. Nordirland ist von der ersten Minute an gefährlich und gewinnt im Mittelfeld viele Zweikämpfe. Die Nati kommt vor allem in Durchgang eins zu vielen Abschlüssen. Doch Haris Seferovic... ...und Steven Zuber lassen beste Chancen liegen. In der zweiten Hälfte spielt phasenweise nur noch Nordirland. Von der Nati geht keine Initiative mehr aus, das Tor für die Gäste liegt in der Luft. In der Nachspielzeit klärt Ricardo Rodriguez einen Kopfball von Jonny Evans auf der Linie. Mit viel Glück retten die Schweizer das 0:0 über die Zeit. Die Nordiren verpassen die Sensation knapp, entsprechend gross ist die Enttäuschung nach dem Spiel Spieler und Trainer bedanken sich bei den Fans im ausverkauften St. Jakob-Park.

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Es sind skurrile Bilder, die nach dem Schlusspfiff gegen Nordirland bei SRF über den Sender flimmern. Während sich alle anderen Spieler der Schweizer Nationalmannschaft in den Armen liegen und die Qualifikation für die WM in Russland feiern, steht Haris Seferovic mit Tränen in den Augen im Abseits.

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Tief enttäuscht und in Gedanken verloren, rätselt der Stürmer über die Pfiffe, die seine Auswechslung in der 87. Minute begleiteten. Nationaltrainer Vladimir Petkovic nimmt seinen Schützling tröstend in den Arm und sagt später: «Ich hätte mir solche Fans wie die Nordiren gewünscht.»

«Das dreckige Maul stopfen!!!!»

Unterstützt wird Seferovic dann auch von seinen Mitspielern – allen voran Captain Stephan Lichtsteiner und dessen Vize Granit Xhaka. Fast gleichzeitig meldet sich auch Freundin Amina zu Wort. «Mein Kämpferherz – verdient qualifiziert», schreibt sie auf Social Media.

Doch damit nicht genug, die Pfiffe gegen ihren Freund lösen noch einen Kommentar aus: «Russland, wir kommen. Und dann erst mal allen Undankbaren und Ahnungslosen das dreckige Maul stopfen!!!!» Auf die vier Ausrufezeichen folgen vier Bizeps und noch vier Herzen.


Pfeifkonzert im St.-Jakob-Park: Haris Seferovic wird ausgewechselt. (Video: SRF)

(sr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mr_Daywalker1995 am 13.11.2017 11:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Finde ich Unfair...

    ...also ich fand die Allgemeine Leistung der Nati nicht besonders Gut. Alles auf einen Spieler zu richten ist echt Unfair.

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  • Stefan M. am 13.11.2017 10:49 Report Diesen Beitrag melden

    Völlig angemessene Wortwahl

    Was gestern passiert ist, ist nicht entschuldbar. Solche Fans braucht niemand.

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  • Chill75 am 13.11.2017 11:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer das gleiche!

    Ich finde das Verhalten der Fans absolut Sch....., die Mannschaftchat eine super Quali gespielt und da darf man auch mal einen schlechteren Tag einziehen. Harris wird definitiv wieder wichtige Tore schiessen. Die Spieler hätten die Fans auch auspfeiffen können als es zwischendurch fast still im Stadion geworden war als sie due Unterstützung am meisten gebraucht hätten!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Fritz Weber am 14.11.2017 12:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ganz einfach

    WAG's sollten sich einfach raushalten, Kommentare angeben ist was für die Anderen. Die Nati wird es uns allen zeigen wenn sie ins Finale einlaufen :-))

  • Borowski am 14.11.2017 12:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ewiges Theater

    Ein für allemal! Wir sollten froh dein, dass diese Secondos für die Schweiz spielen wollen und nicht für ihr Heimatland (Rakitic lässt grüssen!). Wo würden wir denn 11 einigermassen talentierte Eidgenossen hernehmen?? Ohne diese Spieler wäre unsere Nati etwa auf der Höhe von San Marino oder Andorra und ja, nie und nimmer hätten wir uns en suite für 4 WMs qualifiziert....und wir pfeiffen sie aus....schämen sollten wir uns...

  • Mr. National am 14.11.2017 12:39 Report Diesen Beitrag melden

    Gegenseitiger Anstand

    Anstand beruht auf Gegenseitigkeit. Man kann nicht nach Anstand weinen und im Gegensatz bei der Nationalhymne wie ein Betonpfeiler, ohne Gefühlsregung dastehen mit zugepressten Lippen. Da kommt bei mir nicht viel Heimatgefühl hoch. Es wäre schön anstaltshalber sich die Mühe nehmen wenigsten nur eine Strophe der Hymne zu lernen. Da wär schon mit wenig viel gewonnen.

  • romanmeyer am 13.11.2017 20:38 Report Diesen Beitrag melden

    Pfeiffen

    Zur Erinnerung an all die Pfeiffen(den): Seferovic ist in der Qualifikation mit vier Treffern und drei Vorlagen der effektivste Schweizer Spieler gewesen. Ohne Severovic keine Qualifikation

    • pascal am 14.11.2017 12:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @romanmeyer

      stimmt so nicht... sie hätten den zweiten platz auch ohne diese 4 tore und 3 vorlagen geschafft;) ansonsten hast du aber recht:)

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  • Studiosus am 13.11.2017 20:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gränni

    in anderen Ländern wie z.B. Frankreich normal. Wer immer und immer wieder so grottenschlecht spielt wie Seferovic hat nichts anderes verdient!

    • Peter am 14.11.2017 12:49 Report Diesen Beitrag melden

      fix grännis

      das ist halt in der Schweiz so, da bist du sofort der böse... Ich bin zwar auch nicht einer der pfeifft, aber ehrlich im Eishockey ist genau so, und was geschieht dort? Nichts... Im Fussball kommt man danach 3 Tage auf der 1. Seite...

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