Forster über Biel-Hoch

12. Januar 2018 15:48; Akt: 12.01.2018 15:48 Print

«Der Trainerwechsel hat uns gutgetan»

von Marcel Allemann - Der EHC Biel überrascht in der Liga mit Rang 3. Die grosse Figur ist Beat Forster (34), der aufspielt wie zu seinen besten Zeiten.

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Als Beat Forster vor der Saison frech von einem möglichen Meistertitel mit Biel sprach, wurde seine Ernsthaftigkeit angezweifelt. «Alle haben mich ausgelacht», erinnert sich der Verteidiger. Dieses Lachen ist inzwischen einem Staunen gewichen. Biel hat sich mit einer beeindruckenden Siegesserie auf Rang 3 in der Tabelle vorgearbeitet und ist das grosse Überraschungsteam der National League.

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«Natürlich ist es noch ein sehr weiter Weg. Aber in meinem Naturell ist das Gewinnen nun einmal verankert. Und daran hat mein Wechsel im letzten Sommer zu Biel nichts geändert», sagt Forster, der in seiner Karriere schon sechsmal Meister geworden ist. Die aktuelle Tabellenlage will der Ex-Davoser allerdings nicht überbewerten: «Es ist alles so eng beisammen. Wenn man zwei-, dreimal verliert, ist man plötzlich Siebter. Wir dürfen uns keinesfalls in falscher Sicherheit wiegen, sondern müssen weiter Gas geben.»

Erfolg dank Mentalitätswechsel

Fakt ist: Der EHC Biel, für gewöhnlich bis zum Schluss in den Strichkampf involviert, hat bereits 65 Punkte auf dem Konto. Üblicherweise reichen 70 für die Playoffs. Halten die Bieler ihre Siegesserie aufrecht, können sie demnach bereits an diesem Wochenende die Playoffs klarmachen. «Wir wollen so viele Punkte wie möglich holen, dass wir in der Tabelle so weit oben wie möglich stehen», benennt Forster schon mal die neue Zielsetzung bis zum Ende der Qualifikation.

Es ist offensichtlich, dass in Biel ein Mentalitätswechsel stattgefunden hat. Und dies hängt auch stark mit der Person von Beat Forster zusammen. «Im Eishockey ist der Kopf ein entscheidender Faktor. Deshalb dürfen wir uns auch nicht damit zufriedengeben, wenn wir dann die Playoffs erreicht haben, sondern müssen alles unternehmen, dass wir in diesen mental auch wirklich bereit sein werden», fordert er. Als erfolgserprobter Routinier und Teamleader will Forster dabei mit gutem Beispiel vorangehen.

Mit 34 im besten Hockeyalter

Dass er nun als 34-Jähriger wie zu seinen allerbesten Davoser Zeiten auftrumpft, ist bemerkenswert. «Es hat immerhin dazu geführt, dass nun auch 20 Minuten bei mir anruft», sagt er scherzhaft und führt aus: «Ich hatte nie das Gefühl, dass ich mich in der Endphase meiner Karriere befinde, sondern sehe mich weiterhin mittendrin. 34 ist ein gutes Hockeyalter.» Seine starken Leistungen begründet der Appenzeller auch damit, dass ihm der Wechsel im Sommer einen zusätzlichen Motivationsschub gegeben hat. «Und ich kann ja nicht bloss grosse Sprüche klopfen, sondern muss dann auch in der Lage sein, zu liefern.»

Einen grossen Anteil am aktuellen Bieler Leistungshoch hat für Forster auch der Trainerwechsel. «Dieser hat uns gutgetan. Nichts gegen Mike McNamara, er ist ein Supertyp. Aber er war etwas zu ruhig und besinnlich für uns. Wir brauchen jemanden, der Dampf macht, emotional ist und mit uns mitlebt, so wie Antti Törmänen. Das beflügelt uns», erklärt Forster und meint weiter: «Die Mechanismen fangen nun an zu greifen und die Mannschaft schöpft ihr Potenzial aus.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • wasp am 12.01.2018 16:00 Report Diesen Beitrag melden

    Törmänen for President

    Törmänen ist für den EHC Biel der Sechser im Lotto!

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  • Tubelöchler am 12.01.2018 19:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tor Tor Tor Törmänen

    Wie die Hyänen kam einer der sagte Du musst das Tor dort drüben machen , Törmänen !!

  • Mario Theus am 13.01.2018 01:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Reality check

    Ein Trainerwechsel würde den Klotener vielleicht auch gut tun.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mario Theus am 13.01.2018 01:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Reality check

    Ein Trainerwechsel würde den Klotener vielleicht auch gut tun.

    • Dan am 13.01.2018 14:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mario Theus

      Hatten sie ja, nur hats nichts genutzt.

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  • Sealander am 12.01.2018 22:02 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht einverstanden

    Aber dass nun Erfolg dominiert, ist auf die Arbeit von Mike McNamara zurückzuführen. Seine Arbeit in der letzten Saison und die Vorbereitung und der Auftakt in die laufende Saison beweisen dies. Die Aussage von Forster zeigt, die Spieler haben den Coach ausgehebelt, damit ein Törmänli kommt, der bereits in Bern nicht zu sagen hatte und nun die teureren Einkäufe bestimmen können, wie sie es wollen. Dies wäre ohne die Vorarbeit von McNamara nicht möglich.

  • Brian Propp am 12.01.2018 21:12 Report Diesen Beitrag melden

    tja Wunschkonzert, schön wärs

    Irgendwie hoffe ich darauf, dass Lugano alle Spiele noch verliert bis zu den PO's, damit sie als 7. gegen Biel spielen können. Das wäre dann wohl der einfachste Gegner den man sich wünschen kann in den PO's

    • And1 am 13.01.2018 04:03 Report Diesen Beitrag melden

      Das erste mal muss ich dir Recht geben

      Stimmt Lugano wäre wohl wirklich der einfachste Gegner den man sich wünschen kann.

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  • Tubelöchler am 12.01.2018 19:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tor Tor Tor Törmänen

    Wie die Hyänen kam einer der sagte Du musst das Tor dort drüben machen , Törmänen !!

  • cyan jaeger am 12.01.2018 18:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu verwöhnt???

    Ist schon erstaunlich, dass Spieler in der NLA/NLB erst fähig sind ihre Leistungsfähigkeit abzurhfen, wenn sie einen emotionalen Trainer haben, der ihnen in den Hintern tritt. Keine Anstalten von Selbstberantwortung und unbedingtem Leistungswillen....peinlich

    • Waran am 12.01.2018 19:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @cyan jaeger

      Wenn die Energie nicht stimmt kann die Leistung nicht abgerufen werden, es ist das gleiche wenn sie einen Vorgesetzten haben der Ihnen nicht passt dann möchte ich ihre Motivation sehen wenn sie überhaupt welche besitzen ?! Fragen ? Biel ist der Aufsteiger der letzten 14 spielen ,sogar arge Konkurrenz zum SCB , wer hätte gedacht das in der 40. Runde der Spitzenkampf zwischen Rang 1& 2 stattfindet , ?? Niemand!!! Einfach ruhig bleiben....

    • cyan jaeger am 12.01.2018 20:53 Report Diesen Beitrag melden

      @Waran

      Im "normalen" Arbeitsalltag wird bei schlechter Leistung der Arbeitnehmer nicht der Chef als erstes ersetzt - zudem erbringe ich unabhängig meines Vorgesetzten meine erwartete Arbeitsleistung, denn dafür werde ich Ende Monat auch bezahlt. Es geht nicht um Motivation sondern das Erbringen der Leistung, für die man gemäss Arbeitsvertrag verpflichtet ist - dies heisst die best-mögliche Leistung, nicht nur eine x-beliebige Leistung. Ich mag Biel als Verein, stelle aber die Arbeitsmoral der Spieler in Frage. Aber Ihr letzter Ausruf lässt tief runter auf sie blicken...

    • K.Meier am 13.01.2018 11:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @cyan jaeger

      Nur ist Hockey ein Sport in der 200% Topleistung in 60 Minuten abgerufen werden müssen....und nicht in 9 bzw. 42 Stunden knappe 100%. Das kann man aber nur nachvollziehen was dies bedeutet, wenn man selber Eishockey spielt.

    • cyan jaeger am 13.01.2018 18:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @K.Meier

      Rein rechnerisch geht mehr als 100% Leistung nicht...was hier bemüht wird, ist eine grammatikalisch dumme Floskel...und auch als Amateursportler darf ich mir ein Urteil über verwöhnte Spieler erlauben...hier Biel, da ZSC, dort Lugano oder Kloten...ist jede Saison das Gleiche....

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