Karjala Cup

11. November 2017 15:16; Akt: 11.11.2017 17:56 Print

Schweiz geht im Schlussdrittel unter

Auch das dritte Spiel der Schweizer Nationalmannschaft am Karjala Cup endet mit einer Niederlage. Das Team von Patrick Fischer muss sich gegen Russland mit 2:6 geschlagen geben.

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Bis zum Schlussdrittel nur einmal von den Russen bezwungen: Der Schweizer Goalie Jonas Hiller bei einer Parade. (11. November 2017) (Bild: AFP/Timo Jaakonaho)

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Das Schweizer Nationalteam beendet den Karjala Cup in Helsinki zwar mit einer Leistungssteigerung, aber dennoch sieglos. Das letzte Turnierspiel gegen Russland geht mit 2:6 verloren.

Gegenüber den ersten beiden Länderspielen von dieser Woche gegen Kanada (2:3) und Tschechien (2:3) steigerten sich die Schweizer. Erstmals kassierte das Team von Patrick Fischer weniger Strafminuten als der Gegner. Und die Schweizer leisteten sich bis zur 47. Minute auch keine Aussetzer. Am Ende reichte die Kraft aber wieder nicht für eine konstante Leistung über 60 Minuten.

Der Einbruch erfolgte diesmal nach 47 Minuten – und wurde von den Russen brutal bestraft. Bis zur 47. Minute führten die Schweizer mit 2:1. Dann gelang Sergej Kalinin und Verteidiger Nikita Nesterow innerhalb von 41 Sekunden der Doppelschlag zum 3:2 für Russland. Zwei weitere Goals innerhalb von 67 Sekunden durch Waleri Nitschuschkin und Michail Grigorenko schraubten das Skore auf 5:2 für den Favoriten.

Moser und Praplan sorgen für Führung

Bis zu den fatalen fünf Minuten lagen die Schweizer nicht einmal unverdient in Führung. Simon Moser und Vincent Praplan erzielten im Powerplay innerhalb von fünf Minuten im ersten Abschnitt die Tore vom 0:1 zum 2:1 für die Schweiz. Beim 1:1-Ausgleich befanden sich die Schweizer sogar in doppelter Überzahl.

Nach 20 Minuten durfte das 2:1 noch als glückhaft bezeichnet werden. Ab dem zweiten Abschnitt bekamen die Schweizer die Partie aber besser in den Griff. Mit einem Mann mehr auf dem Eis bot sich während fünf Minuten die Grosschance, den Vorsprung auszubauen. Es resultierten in dieser Phase zwei, drei gute Chancen und sieben Torschüsse, das 3:1 blieb den Schweizern aber verwehrt.

In der Folge konzentrierte sich das Team von Patrick Fischer auf die Abwehrarbeit. Und die Russen fanden gegen die vorzüglich kämpfenden und viel laufenden Schweizern bis zur 47. Minute die Lücke nicht. Der Schweizer Keeper Jonas Hiller liess sich nach vier Minuten in Unterzahl von Maxim Schalunow bezwingen, parierte in der Folge 27 von 28 Schüssen und erwies sich als die Schlüsselfigur im Schweizer Abwehr-Dispositiv. Danach musste er aber die Schüsse 29 bis 32 auf sein Gehäuse alle passieren lassen.

Olympia-Aufgebot im Januar

Für die Schweizer ging mit der samstäglichen Partie der Karjala Cup zu Ende. Mit lauter Niederlagen wird die Schweiz das Turnier auf dem letzten Platz beenden. Die Mannschaft fliegt am Sonntag in die Schweiz zurück.

Die nächsten Spiele bestreitet die Nationalmannschaft in der Altjahrswoche am Spengler Cup in Davos. Während des Länderspieltermins im Dezember (mit dem Sechsländerturnier in Moskau) spielt die Schweizer National League durch. In der ersten Januarhälfte muss Nationalcoach Patrick Fischer sein Olympia-Aufgebot benennen.

Russland - Schweiz 6:2 (1:2, 0:0, 5:0)

Helsinki. - 2713 Zuschauer. - SR Salonen/Rantala, Pesonen/Elonen (FIN). - Tore: 5. Schalunow (Gussew, Nesterow/Ausschluss Ruefenacht) 1:0. 15. Moser (Du Bois, Ambühl/Ausschlüsse Nitschuschkin, Andronow) 1:1. 20. (19:34) Praplan (Haas, Schäppi/Ausschluss Schalunow) 1:2. 47. (46:05) Kalinin (Grigorenko, Kraskowski) 2:2. 47. (46:45) Nesterow (Gussew, Chafisullin) 3:2. 51. Nitschuschkin (Mosjakin, Kisselewitsch) 4:2. 52. Grigorenko (Kraskowski, Tokranow) 5:2. 60. (59:47) Tkatschjow (Mosjakin, Grigorenko) 6:2. - Strafen: 4mal 2 plus 5 Minuten (Plotnikow) plus Spieldauer (Plotnikow) gegen Russland, 5mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Russland: Sorokin; Gawrikow, Kisselewitsch; Ljubischkin, Nesterow; Woinow, Subarew; Chafisullin; Plotnikow, Andronow, Telegin; Kaprisow, Schalunow, Gussew; Barabanow, Tkatschjow, Mosjakin; Nitschuschkin, Grigorenko, Kalinin; Tokranow.

Schweiz: Hiller; Marti, Untersander; Kreis, Du Bois; Genazzi, Loeffel; Fora; Hollenstein, Haas, Praplan; Moser, Ambühl, Ruefenacht; Scherwey, Suter, Herzog; Hofmann, Schäppi, Baltisberger; Maurer.

Bemerkungen: Schweiz ohne Senn (Ersatztorhüter) und Corvi (überzählig). - Timeout Schweiz (52.). - Powerplay-Ausbeute: Russland 1/5; Schweiz 2/5. - Schüsse: Russland 34 (14-8-12); Schweiz 31 (10-14-7).

(nag/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kowaltschuk am 11.11.2017 16:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Inflation von Natispielern

    Die Schweiz hat leider nicht die Klasse die viele Leute inkl. Fischer und der Verband wohl meinen. In dem weiter immer die halbe Liega pro Saison für die Nati aufgeboten wird, kann sich daran auch kaum etwas ändern. Ist es denn das vorgängige Ziel dass jeder NLA Spieler einmal in seinem Leben für die Nati auflaufen darf?

  • Thierry Aragorn am 11.11.2017 17:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tja

    Dumm gelaufen aber normal....!

  • Peter am 11.11.2017 15:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trainer

    Ja das ist schlimm schon die dritte Niederlage da stellt sich die Frage ist der Trainer noch am richtigen Ort

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Karin am 12.11.2017 06:18 Report Diesen Beitrag melden

    Nein, Herr Fischer, so wird das nicht`s

    Es braucht einen Stamm von ca. 10 Spielern auf dem man die Mannschaft aufbaut. Aber jedes Jahr bis zu 50 Spieler testen bringt einfach nichts. Und am Spenglercup werden ja die Spieler der Nati fehlen die beim eigen Klub an dem Turnier dabei sind. Darum habe ich schon Mühe mit der Aussage von Fischer: Wir hatten zu wenig Zeit zusammen. Sorry, aber so wird das nichts.

  • N. Kälin am 12.11.2017 00:29 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Stolz!

    Da sollte sich die Hockey-Nati mal lieber ein Beispiel an unserer Fussball-Nati nehmen. Bei der wird zwar immer wieder moniert, dass manche Spieler unsere Bundeshymne nicht mitsingen, dafür reissen sich auch die ic-Schweizer auf dem Spielfeld den Hintern auf für unser Land.

  • chregi f am 11.11.2017 23:53 Report Diesen Beitrag melden

    Turnier-Gegner / NLA

    Der Unterschied zwischen Deutschland-Cup und Karjala-Cup sind viel grösser. Der Vorteil. Gewann man den Deutschland-Cup, dann fühlte die Boulevard-Medienwelt den WM-Titel / Olympiasieg. Jetzt spielt man gegen Topnationen (ob mit Topbesetzung oder "B"-Auswahl egal). Jetzt gewinnt man nicht immer (bis jetzt noch nicht), dann sieht man die Distanz zwischen Team Schweiz und Top 6. Da kann man viel mehr lernen. Wir haben leider nicht mehr die Breite an guten Spielern in der NLA. Es gibt ein paar Wohlfühl-Teams wie SCB oder ZSC und ein paar Naja-Teams

  • Natifan am 11.11.2017 23:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Analyse

    Da haben wohl sehr wenigen die Natispiele verfolgt. Fakt ist:Letzten Mittwoch spielten Spieler wo auf Internationaler Niveau mühe hatten,gestern war das Team wenig eingespielt und machten zu viele Strafen und Heute war eindeutig eine Steigerung zu sehen und die Schweizer spielten 40 Minuten sehr stark und hatten in der Offensive genügend Chancen kriiert! Schade Passierte diesen Totaleinturz.

  • hockeytown am 11.11.2017 20:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ääähhhmmm

    sorry! aber mit diesem für mich total überbewerten trainer der hockey ch-nati, wird die schweiz keinen blumentopf holen. schon nur die linien zusammensetzung mit spielern die in der nati noch nicht genügen ist für mich ein beweis genug. ich will nichts verschreien, aber die letzten paar spiele geben zu denken! nicht wahr herr fischer??