Traumtrio

13. September 2017 13:38; Akt: 13.09.2017 14:01 Print

MCN verbreitet Schrecken

Paris St-Germain präsentiert sich auch in der Champions League als gefrässige Hydra. In Barcelona gibt der Superstar den Alleinunterhalter.

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Im Streben nach der Herrschaft über den europäischen Fussball hat Paris St-Germain in diesem Sommer alles bisher Dagewesene in den Schatten gestellt. Man kann von diesen grotesken Investitionen halten, was man will, als Liebhaber des gepflegten Fussballs lässt sich jedoch nicht leugnen, dass PSG momentan für das grösste Spektakel des Kontinents steht. Die Zahlen stützen diesen Eindruck: Nach sechs Partien in Meisterschaft und Champions League stehen die Franzosen bei 24 Toren.

Ähnlich der Hydra, dem mehrköpfigen Ungeheuer aus der griechischen Mythologie, verschlingen die Hauptstädter Gegner um Gegner. Seit dem Wechsel von Neymar und Jungstar Kylian Mbappé – Kaufpreis: 402 Millionen Euro – verbreiten die prominenten Herrschaften der Offensivabteilung Angst und Schrecken. Ihre beeindruckenden Zahlen:

• Edinson Cavani: 6 Spiele, 9 Tore, 2 Assists;
• Neymar: 5 Spiele, 5 Tore, 5 Assists;
• Kylian Mbappé: 2 Spiele, 2 Tore.

Am Dienstagabend, beim berauschenden 5:0 im Glasgower Celtic Park, sorgte das Mittelfeld mit Motta, Verratti und Rabiot für Ordnung und fütterte das neue Traumtrio MCN mit Bällen. Dass Trainer Unai Emery dazu noch über Alternativen wie Julian Draxler, Lucas und die derzeit verletzten Argentinier Angel Di María und Javier Pastore verfügt, ist schon fast ungeheuerlich. Die grossen Prüfungen, gerade auf internationalem Parkett, folgen zwar erst noch, aber die katarischen Millionen haben PSG diese Saison definitiv auf ein neues Niveau gehoben.

7 Tore in den letzten 3 Spielen

In Barcelona hat man nach dem Verlust von Neymar und den klaren Niederlagen im spanischen Supercup gegen Real Madrid Gegenteiliges befürchtet. Seit dem Meisterschaftsstart hat Barça jedoch kaum eine Schwäche gezeigt und noch nicht einmal einen Gegentreffer erhalten. Während sich aber in Paris die Stars mit dem Toreschiessen abwechseln, gibt es in Katalonien derzeit nur einen Hauptdarsteller in der Offensive: Lionel Messi. Etwas überspitzt liesse sich formulieren, dass der magistrale Argentinier den Karren allein zieht.

Der fünffache Weltfussballer hat sieben der zwölf Barça-Tore geschossen und dazu fünfmal den Pfosten getroffen – unter anderem dreimal beim Liga-Auftakt gegen Betis Sevilla (2:0), als er noch erfolglos geblieben war. Gegen Juventus Turin (3:0) gelang dem 30-Jährigen nicht nur eine Doublette, sondern er bezwang auch erstmals überhaupt Gianluigi Buffon. Natürlich war es Messi, der mit seinem Querpass in den Strafraum Sturaros Rettungsaktion provozierte, die Rakitic das 2:0 ermöglichte.

MSD, MDS oder LOL?

Noch ist Messi der Alleinunterhalter, das könnte sich aber bald ändern. Dann nämlich, wenn sich Luis Suárez wieder seiner Topform nähert und sich der sündhaft teure Ousmane Dembélé im katalanischen Ensemble zurechtgefunden hat. Die Nervosität prägte seine ersten Gehversuche im Barça-Trikot am Samstag gegen Espanyol und drei Tage später gegen Juve, doch mit seinen Anlagen dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis sich der 20-jährige Franzose seinen Buchstaben neben den beiden Weltstars verdient. Auf dass der nächste gefürchtete Dreizack entsteht! Wie die Öffentlichkeit ihre Initialen dann wohl kombinieren wird? MSD, MDS? Oder vielleicht – in Anlehnung an ihre Vornamen – LOL?

(kai)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Scotsman am 13.09.2017 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Lachhaft

    Ob der PSG auch so gewirbelt hätte, wenn sie finanziell dort stehen würden wo Celtic liegt? Wer von beiden Vereinen die grössere Geschichte und Tradition hat, braucht jedenfalls gar nicht diskutiert zu werden. Die kann man mit Geld nicht kaufen.

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  • Nico am 13.09.2017 14:07 Report Diesen Beitrag melden

    Abwarten...

    Naja, gegen die Bayern wird man wohl zum ersten Mal sehen, was die ausgegeben Millionen von PSG wirklich wert sind....bislang hatten sie ja noch keine wirklichen Gegner. Aber klar ist, Potenzial ist vorhanden.

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  • Theorie & Praxis am 13.09.2017 14:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Überbewertet

    In frankreich spielt man auch gegen mannschaften die sogar in der schweiz mühe hätten. Abgesehen von monaco, lyon und ein bisschen nizza. Und wär ja traurig würde die statistik anders aussehen nach diesen ausgaben.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Swissman73 am 14.09.2017 17:04 Report Diesen Beitrag melden

    Haha. Traumtrio...

    Die 20-Minuten Lobeshymne auf die Millionen Jungs ist ja gut und schön. Aber wie sieht es bei PSG aus, wenn sie zwei oder dreimal nacheinander gegen bessere Teams spielen müssen? Bisher hatten sie ja noch nicht einen richtigen Gegner. In der Liga haben sie auch nur drei bis vier richtige Gegner.

  • Patrick am 14.09.2017 10:41 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Das geile am Fussball ist. Es gibt mindestens 20 Teams mit unbegrenzter Finanzieller mittel. Deshalb wird es nie einseitig. Die Premiere League ist ein gutes Beispiel. Jedes Jahr ein anderes Team, dass Meister wird. In dieser Liga hat jeder Verein viel Geld. In der Champions League, gibt es noch mehr Teams mit unglaublich viel Geld. Genügend gute Spieler gibt es auch auf der Welt. Es wird also nie langweilig. Ja mir ist klar, in Frankreich, Italien und Deutschland ist es langweilig im Moment. Aber Teams aus dieser drei Ligen, haben schon lange keine CL mehr gewonnen.

    • Swissman73 am 14.09.2017 17:14 Report Diesen Beitrag melden

      Finde ich nicht so traurig

      Vor 4 Jahren waren gleich zwei deutsche Mannschaften im Finale. Eine hat sogar gewonnen... Irgendwann werden hoffentlich einige der 20 Teams mit unbegrenzten Mitteln gesperrt. (Finacial Fairplay) Vor der Saison 2018/2019 werden wir es wissen was Financial Fairplay wert ist. Die Deutsche Liga ist und war nie langweilig, Italien ist wieder im kommen. Sogar bei den Franzosen geht langsam wieder was, weil viel Transfergeld aus dem In und Ausland reinfliesst. Was echt geil ist am Fussball, ist wenn ein kleines Team gegen eines der 20 Teams gewinnt. Auch das geht nach wie vor noch.

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  • george am 14.09.2017 03:22 Report Diesen Beitrag melden

    schigudugu

    bald bald viele verstummen, die nach Neymar's Transfer prophezeit haben, dass PSG trotzdem keinen Erfolg haben wird. Ich bin überhaupt kein PSG-Fan, doch ich vermute, dass diese Mannschaft viel erreichen wird diese Saison.

    • Dave am 14.09.2017 10:26 Report Diesen Beitrag melden

      Ja du hast recht

      Aber sie werden nur in Frankreich viel erreichen. Dort gibt es keine Konkurrenz. Aber in der Champions League, spätestens in den Viertelfinals, wird es genug starke Gegner haben. Defensiv ist PSG überhaupt nicht stark. Ein Top Team muss von vorne bis hinten TOP sein und nicht nur im Sturm.

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  • slay am 13.09.2017 23:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geld regiert die Welt

    dieses Trio hat ja auch "nur" 470 Millionen Euro gekostet...

  • marko 32 am 13.09.2017 18:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Krass

    Krass