Heiss begehrt

06. Dezember 2017 14:13; Akt: 06.12.2017 14:13 Print

26 Scouts schauten den Baslern auf die Füsse

von E. Tedesco, Lissabon - Die Erfolge in der Champions League bescheren FCB-Sportdirektor Marco Streller eine Menge Arbeit. Er hofft, im Winter nicht zu viele Spieler zu verlieren.

Sportdirektor Marco Streller über Begehrlichkeiten, die der FCB weckt. (Video: 20 Minuten)
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Schon vor dem letzten Gruppenspiel in Lissabon hatte Marco Streller vorgerechnet: «Beim tollen 5:0-Heimsieg gegen Benfica hat sich der Marktwert des Kaders um 30 Millionen Franken gesteigert. Und mit dem 1:0 gegen ManUnited gleich nochmals.» Das gesteigerte Interesse machte sich auch am Dienstag in Lissabon bemerkbar.

Tatsächlich sassen im Estadio da Luz 26 Scouts europäischer Clubs auf der Tribüne. Vertreten waren Topclubs wie Milan, Barcelona, Juve, Arsenal, der BVB und Manchester United. Ihre Scouts sahen, wie die FCB-Spieler mit dem nächsten Sieg gegen den portugiesischen Rekordmeister weiter Werbung in eigener Sache machten.

Quintett im Fokus

Allen voran Manuel Akanji. Der Nati-Verteidiger zählt zu den begehrtesten FCB-Spielern. «Er ist überragend», schwärmt auch Streller, im Wissen, dass Innenverteidiger in Europa gesucht sind, aber auch, dass er Akanji im Winter kaum wird halten können.

Auf den Scoutinglisten – zum Beispiel bei Juve – steht auch der Name Dimitri Oberlin, und Mohamed Elyounoussi wird von einigen Engländern beobachtet. Hannover interessiert sich für Michael Lang, Raoul Petrettas Auftritte machen ebenfalls viele hellhörig.

«Die grossen Clubs kommen nicht in die Schweizer Liga, sondern schauen auf die internationalen Spiele», sagt Streller, «und wenn man als kleiner Club in Europa 12 Punkte holt, wird das verfolgt. Mir ist klar, dass unsere Spieler Begehrlichkeiten wecken – bei grossen Vereinen. Jetzt gilt es zu versuchen, die Mannschaft bis im Sommer so gut wie möglich zusammenzuhalten. Aber garantieren kann ich gar nichts.»

Nachfolger aus Deutschland?

Der FCB schaut dem Werben um seine Spieler aber nicht tatenlos zu und soll seinerseits Guillaume Cros beobachten. Der 22-jährige Linksverteidiger von Carl Zeiss Jena gilt als Perspektivspieler und könnte zum Back-up auf der linken Seite, die bisher von Raoul Petretta und Blas Riveros beackert wird, werden. Der Franzose hat noch einen Vertrag bis 2019.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • kobra11 am 06.12.2017 14:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    allerhöchsten respekt

    man nehme: junge, talemtierte wilde, dazu spielerfahrung auf wichtigen posten, stellt diesen hauptakteuren einen qualifizierten staff zur seite, geführt durch ein neues präsidium samt neuem sportchef usw. das alles wird zu einer willens- und kampfstarken truppe zusammengeschweisst und.... auf dem sportplatz in funktion gesetzt. resultat nach sehr kurzer zeit: siehe fc basel. herzlichen glückwunsch, euer "clubrezept" verdient allerhöchsten respekt.

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  • F.Müller am 06.12.2017 14:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erstaunlicher FCB

    Nichts neues beim FCB.In den letzten fünf Jahren ging eine komplette Mannschaft weg. Vom Goali angefangen.Spricht nur für den FCB, die Trainer und alle Betreuer.

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  • Albasler am 06.12.2017 15:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vernunft

    Ich würde dem erwähnten Quintett anraten zumindest bis Saisonende in Basel zu bleiben. Ein Winterwechsel birgt hohe Risiken da man kaum Zeit hat sich in der neuen Mannschaft (bzw. Liga) einzuleben und sich somit schnell auf der Ersatzbank wiederfindet. Im Hinblick auf die kommende Weltmeisterschaft wäre dies sowohl für die Spieler selbst als auch für die Schweizer Nati nicht förderlich, geschweige denn für den FCB. Von daher, geniesst diese Saison und schreibt weiterhin Geschichte!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Nikinio am 06.12.2017 22:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hart bleiben

    Er hofft im Winter nicht zu viele Spieler zu verlieren soweit ich weiss, haben die alle Verträge und da kann Basel auch einfach Nein sagen. Zumindest in der Winterpause!

  • Stern am 06.12.2017 22:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traum

    2018 wird ein Schweizer-Jahr. CL Sieger und Weltmeister.

  • Sportmanager am 06.12.2017 22:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Chapeau

    Die machen das richtig gut. Bravo wicky, Streller und co. Während wir hier im Aargau oder in Zürich seit Jahren nicht einmal ein anständiges Stadion bauen können, geschweige das Hooligan Problem schönreden, geht in Basel die Post ab.

  • Fussball-Fan am 06.12.2017 20:57 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht so eilig

    Der FCB soll jetzt zuerst einmal in aller Ruhe die Champions-League gewinnen und YB den CH-Meistertitel. Dann kann man wieder über Transfers sprechen:-)

  • Damiandjdjdjdjdd am 06.12.2017 20:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fcb

    Michael Lang nach Hannover das wäre sportlich gesehen ja ein Abstieg oder ??

    • Antworter am 07.12.2017 09:57 Report Diesen Beitrag melden

      @Damiandjdjdjdjdd

      Na ja da steht ja einfach, dass Hannover an Lang interessiert ist, was ich mir schon vorstellen kann. Ich kann mir auch genauso gut vorstellen, dass der FC Aarau an Lionel Messi interessiert ist. Trotzdem wird es wohl in beiden Fällen nie soweit kommen.

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