Marco Streller

13. September 2017 02:03; Akt: 13.09.2017 04:26 Print

«Ich bin keiner, der Niederlagen gut redet»

von E. Tedesco, Manchester - Manchester United war für den FC Basel einfach um einen Kopf zu gross. Oder mehrere.

Das sagt FCB-Sportchef Marco Streller nach der 0:3-Niederlage gegen Manchester United im ersten Gruppenspiel der Champions League. (Video: 20 Minuten
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Den Schlusspunkt im «Theater der Träume» setzte Marcus Rushford (84.) mit dem 3:0 für Manchester United. Der 19-jährige Shootingstar misst 1,85 m und bildete die Ausnahme unter den Torschützen gegen den FC Basel. Auf 1,94 m kommt der Torschütze zum 1:0 Marouane Fellaini und 1,91 m Romelu Lukaku.

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Das Thema nach der 0:3-Niederlage im ersten Gruppenspiel in der Champions League war dann auch diese physische Überlegenheit der englischen Torschützen. «So ist es wirklich schwierig zu verteidigen», sagt Captain Marek Suchy, der sich ein ums andere Mal gegen Lukaku behaupten musste. «Sie bringen alles mit und wir haben gewusst, dass sie offensiv unheimliche Qualität haben, aber defensiv nicht gleich gut besetzt sind. Wir hätten die eine oder andere Situation besser ausspielen dürfen, respektive müssen», sagt Rechtsverteidiger Michael Lang.
Das sagt Michael Lang über die «Türme» in der Offensive. (Video: 20 Minuten)

Wicky war die Höhe des Resultats egal

Man hätte die eine oder andere Flanke aber auch unterbinden dürfen – respektive müssen. Ashley Young vor dem 1:0 und Daley Blind vor dem zweiten Tor kamen gar sehr einfach zum Flanken – und beide Male über die rechte Seite der Basler, wo Blas Riveros sich ziemlich unbedarft anstellte. «Es ist nicht nur ein Fehler, sondern eine Reihe von Fehlern», sagt Raphael Wicky.

Dem FCB-Trainer war schlussendlich egal, ob die Niederlage um einen Treffer zu hoch ausgefallen ist oder nicht. «Ob 0:3 oder 1:4 spielt keine Rolle. Ich habe eine Mannschaft gesehen, die lebt, die zusammen gelitten und gefightet hat», sagt Wicky. Und das sei der Schritt in die richtige Richtung. «Unsere Hausaufgabe ist die Meisterschaft, um solche Abende zu erleben, müssen wir unsere Hausaufgaben erledigen.»
Das sagen Taulant Xhaka und Luca Zuffi nach der 0:3 Niederlage gegen Manchester United. (Video: 20 Minuten)

Zusätzliche Bedeutung

Das hat der FCB bisher nur mangelhaft erledigt. Deshalb hatte das erste Champions-League-Spiel der Saison eine zusätzliche Bedeutung erlangt. «Ich bin grundsätzlich keiner, der Niederlagen gut redet, aber das war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung», sagt Marco Streller. Der FCB-Sportchef weiter: «Das war ein wichtiges Spiel für alle – für die Spieler, den Trainer und auch für mich persönlich. Auf diesem Auftritt kann man aufbauen, und er hat mir gezeigt, dass die Mannschaft lebt.»

Und dann gab auch José Mourinho ein Lebenszeichen und erschien an der Medienkonferenz nach dem Spiel. Der Portugiese hat 2013 mit Chelsea zweimal gegen Basel verloren. Was sagt er zur Ausgabe 2017?

José Mourinho: «Sie folgen dem Trend, wo grad überall ausgebrochen ist mit der Dreierkette, die zur Fünferabwehr wird. Ich begreife das nicht, ich halte nichts davon – es ist zu defensiv. Nach dem 0:3 hat der FCB eine gewisse Qualität gezeigt, aber das hat nur damit zu tun, dass meine Spieler nachgelassen haben.»

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jojo am 13.09.2017 05:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    glanzzeiten vorbei

    zuviel wurde verändert beim fcb obwohl erfolgreich war.....jetzt kommt wohl eine talfahrt...

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  • 7zyzz7 am 13.09.2017 05:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Streller

    Und ich bin keiner, der schlechte führung des sportdirekters gut redet. Ich weiss nicht, warum man dachte, streller wird gute arbeit bei basel leisten. Null erfahrung. Mir strellts die haare zu berg

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  • Dan am 13.09.2017 06:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eher nicht

    Ist es nicht eher so, als dass Mourinho nichts schönredet...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Evasio am 13.09.2017 20:36 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht mehr lange

    Ich gebe Urin Streller und Wicky noch bis zur Winterpause. Spätestens dann werden die beiden von den verweichlich-verwöhnten FC Oeri-Cüplimodefans weggejagt.

  • Fritz am 13.09.2017 18:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Früher

    Wenn man an die Gründe zurückdenkt warum gewisse Trainer beim FCB trotz Erfolg entlassen wurden müsste Wicky längst weg sein.

  • Walter Eichenberger am 13.09.2017 17:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Streller's Selbstüberschätzung!

    Die Nobodies undAnfänger kriegen jetzt die Quittung für Selbstüberschätzung und Verstoß gegen die Regel: Never change a winning team!

  • Beltran Leyva am 13.09.2017 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Lieber Streller und Wicky...

    mittlerweile weiss jeder das ihr nicht wirklich in euren neuen beruf geboren wurdet,ich sehe das schon seit dem ersten Spieltag,das Problem ist,wicky hätte sich ein paar jahre an die Seitenlinie zu einem guten trainer als assisten stellen,und dann nach basel kommen sollen...genauso wie pipi anlernen,danach ausführen,ihr jedoch nehmt das irgendwie so locker als wäre es egal,mir hingegen blutet das herz wenn ich sehe das vor 3-4jahren englische Mannschaften zitterten wenn basel nach England kam,und gestern hatten sie Gnade mit uns... :-( was ihr in nur 2monaten aus dem FCB gemacht habt...!

  • polis am 13.09.2017 15:03 Report Diesen Beitrag melden

    Schönrederei

    Das einzige was gelobt werden kann, ist die Motivation der Basler. Doch seien wir ehrlich, wer im Old Trafford nicht motiviert ist zu spielen, hat den falschen Beruf gewählt.