Zürich

07. Dezember 2017 10:06; Akt: 07.12.2017 10:24 Print

Bundesasylzentrum kann gebaut werden

Dem geplanten Bundesasylzentrum (BAZ) in Zürich steht nichts mehr im Wege: Die Gegner des Projekts verzichten auf einen Weiterzug ihres Rekurses vor Bundesgericht.

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Damit können die Bauarbeiten wie geplant im Sommer 2018 starten. Das BAZ soll im Herbst 2019 in Betrieb genommen werden.

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Die Stadtzürcher Stimmberechtigten hatten im September mit einem Ja-Stimmenanteil von rund 70 Prozent dem Bauprojekt zugestimmt. Noch hängig war damals aber ein Rekurs der IG Duttweiler Areal gegen die Baubewilligung. Inzwischen hat das Verwaltungsgericht den Rekurs abgelehnt. Gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts seien innerhalb der 30-tägigen Frist keine weiteren Rechtsmittel ergriffen worden, teilte das Sozialdepartement der Stadt Zürich am Donnerstag mit. Die Baubewilligung ist somit rechtskräftig.

870 Plätze

Auf dem Duttweiler-Areal in Zürich-West wird für 24,5 Millionen Franken eine Unterkunft für 360 Asylsuchende im beschleunigten Verfahren erstellt. Für die Stadt Zürich entstehen durch das Bundesasylzentrum keine Kosten: Der 24,5-Millionen-Franken-Kredit wird durch die vom Bund bezahlte Miete gedeckt.

Die Verfahren selber werden wie bisher an der Förrlibuckstrasse durchgeführt. Der Betrieb ist für 15 Jahre geplant und kann zweimal um je fünf Jahre verlängert werden.

Das Bundesasylzentrum auf dem Duttweiler-Areal ist eines von drei geplanten Zentren in der Asylregion Zürich mit insgesamt 870 Plätzen. Mit der Neustrukturierung des Asylbereichs sollen Asylverfahren künftig rascher und mehrheitlich in Zentren des Bundes durchgeführt werden.

(sda)