Stadt Zürich

07. Februar 2016 22:27; Akt: 07.02.2016 22:27 Print

Ankert Drogenschiff bald neben Weinschiff?

Das Weinschiff erhält vielleicht bald Konkurrenz von einem Drogenschiff. Dort sollen unter anderem Partysubstanzen getestet werden können.

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Neben dem Weinschiff könnte schon bald das Drogenschiff vor Anker gehen. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

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Für Weinkenner und -liebhaber ist die alljährliche Zürcher Weinmesse Expovina am Bürkliplatz längst eine feste Institution. Im Zuge der Veranstaltung präsentieren 170 Aussteller auf 12 Schiffen verteilt ihre Weine. Kommenden Herbst findet diese bereits zum 63. Mal statt.

Nun soll das Weinschiff Konkurrenz bekommen und zwar von einem Drogenschiff. Zumindest werden zurzeit entsprechende Pläne einer Gruppe national bekannter Suchtfachleute ausgearbeitet, so die «SonntagsZeitung». Dazu gehören unter anderem der ehemalige FDP-Ständerat und Präventivmediziner Felix Gutzwiller, Alt-Bundesrätin Ruth Dreifuss und der Basler Stadtentwickler Thomas Kessler. Treibende Kraft dabei ist der ehemalige Medizinprofessor Peter J. Grob.

Drogen testen auf Drogenschiff

«Als grösste Stadt der Schweiz, die von der Drogenproblematik am meisten betroffen ist und als Stadt, die in Drogenfragen immer eine Pilotrolle gespielt hat», ist Zürich dafür der favorisierte Standort, heisst es in einem Schreiben, so die «SonntagsZeitung».

Das Ziel der Gruppe: die Drogenpolitik wieder ins öffentliche Bewusstsein rücken. Die Bevölkerung soll zu Risiken im Umgang mit Drogen aufgeklärt werden. Dazu beitragen soll etwa eine «Informationsausstellung» samt Show-Wänden und Projektionsanlagen über illegale Substanzen. Hinzu kommt laut der Zeitung die Möglichkeit zum Testen von Partysubstanzen.

Corine Mauch bereits eingeweiht

Eingeweiht in das Vorhaben dürfte auch die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch sein, denn sie soll bereits Post erhalten haben, so die «SonntagsZeitung». Obwohl die Drogenepidemie aus den Platzspitz- und Lettenzeiten vorbei sei, bestünden noch immer «Altlasten», wie es im Schreiben heisst; dazu sei «der Konsum illegaler Drogen in der Party- und Lifestylewelt» gekommen.

Die Ausstellung soll jedoch so konzipiert werden, dass sie nicht alleinig auf Zürich zugeschnitten ist, sondern schweizweit gezeigt werden kann. Die Zürcher Schifffahrtsgesellschaft hat dem Vernehmen nach schon Bereitschaft signalisiert, so die «SonntagsZeitung».

(rad)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Neu-Gierig am 07.02.2016 23:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hmm

    Ob es da auch Degustationen gibt?

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  • jj am 07.02.2016 23:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bitte mehr Nachdenken

    Schon komisch wie engstirnig doch die Leute sind. Da gibt es seit Jahren ein Schiff, auf dem man Drogen (Wein) testen kann, daran ist alles ok. Nun kommt ein Schiff auf dem man ebenfalls Drogen testen kann, und es ist ein riesen Skandal.

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  • Peter Vogel am 07.02.2016 23:11 Report Diesen Beitrag melden

    Auf einem Schiff

    Das schaukelt aber ziemlich dort. Könnte also ein paar unerwünschte Nebenwirkungen haben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Aufklärer am 08.02.2016 18:19 Report Diesen Beitrag melden

    Aufklärung tut Not

    Offenbar ist es tatsächlich so, dass das Volk nicht das für drogenpolitische Entscheide nötige Wissen hat. Jahrzehntelange Märchenpropaganda und Forschungsverbote haben offensichtlich Spuren hinterlassen. Hier tut Aufklärung grosse Not. Und darunter sind nicht irgendwelche ideologisch motivierte Geschichtlein zu verstehen - sondern objektive, wissenschaftlich belastbare und in der Forschung breit akzeptierte Fakten zu verstehen. Vom Märchenkram haben wir schon lange überflüssig viel.

  • Chris am 08.02.2016 17:28 Report Diesen Beitrag melden

    Da fehlt ein Schiff

    Abgesehen von dem äussert beklagenswerten Umstand, dass man sich auf dem Drogenschiff nicht auch mit einem Jahresvorrat eindecken kann, fehlt ein weiterer Kahn um die gekauften Weine auf giftige Zusätze untersuchen lassen kann. Diese Stoffe, vornehmlich zur Konservierung gedacht, sind für den Körper alles andere als bekömmlich. Gerüchten zufolge soll man davon auch ein Schrumpfhirn kriegen.

  • uli am 08.02.2016 15:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    seien wir ehrlich

    Wäre Alkohol erst vor 20 jahren entdeckt worden, er wäre längst verboten und von der Gesellschaft als harte Droge abgestempelt.

  • Tom Grassu am 08.02.2016 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    Auch ein Wein-Schiff

    ist ein Drogenschiff, der einzige Unterschied ist, dass man auf dem einten legal "degustieren" kann.

  • Bielgenosse am 08.02.2016 12:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    BIEL/BIENNE!!!

    Bitte organisiert auch einen Standort für Drogentests in Biel/Bienne, da übertreiben viele Jugendliche den Drogenkonsum und viele meiner Kollegen wären froh, wenn sie auch wüssten, was in ihren Drogen enthalten ist; Gestrecktes Cannabis; gespicktes Speed, MDMA und viel mehr, ich persönlich wäre viel erfreuter über mein Cannabis, wenn ich wüsste, dass es nicht gestreckt wurde.

    • Darth Vader am 08.02.2016 21:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bielgenosse

      züchte selber!?

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