Betrug

11. Oktober 2018 19:02; Akt: 11.10.2018 19:02 Print

Frau zahlt Sanitär 1000 Fr für verstopftes Lavabo

Eine Winterthurerin zahlte einem Sanitär knapp 1000 Franken für ein verstopftes Waschbecken. Was die Frau nicht wusste: Bei den Handwerkern handelt es sich um Abzocker.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Wegen eines verstopften Lavabos zahlte eine Winterthurerin zwei Handwerkern knapp 1000 Franken. Wie es sich später herausstellte, wurde sie Opfer von dreisten Abzockern. Dabei hatte sich die Frau gar nichts gedacht, als sie wegen des verstopften Abflusses nach einem passenden Sanitär in der Umgebung suchte.

Dafür gab sie auf Google «Rohr Max Winterthur» ein und klickte auch gleich auf das erste Suchergebnis. Etwas misstrauisch wurde sie, als eine Telefonistin mit osteuropäischen Akzent abnahm, sagt die Winterthurerin zum «Landboten». Die Dame soll ihr aber versichert haben, dass sie für Rohr Max arbeite.

Rechnung gleich mit Kreditkarte beglichen

So schilderte die Winterthurerin der Frau am Telefon ihr Problem und gab auch gleich ihre Adresse an. Drei Stunden später standen zwei Handwerker vor der Tür. Innerhalb einer halben Stunde reparierten die beiden Herren das Waschbecken und wollten die Rechnung gleich vor Ort beglichen haben. Da die Frau bei der Arbeit war, kümmerte sich ihr Untermieter darum. Der junge Mann beglich die Rechnung mit seiner Karte.

Als sich die Winterthurerin am Abend bei der Firma Rohr Max beschweren wollte, stellte sich heraus, dass die Handwerker gar nicht bei dem Unternehmen tätig sind. «Wir wissen, dass andere Firmen sich als Rohr Max ausgeben», sagt Geschäftsführerin Eve Schmidt. «Seit August dieses Jahres bekommen wir regelmässig solche Beschwerden.»

Gesetzlicher Graubereich

Die Frau hat nun bei der Polizei Anzeige wegen Wucher erstattet. «Es ist aber noch unklar, ob die Staatsanwaltschaft ermitteln wird», so die Frau. Denn für eine strafrechtliche Untersuchung müssten eine ausgenützte Notlage, eine Nötigung, eine Erpressung oder Ähnliches vorliegen, heisst es bei der Stadtpolizei Winterthur: «Eine zu hohe Rechnung reicht da nicht.»

(mon)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Drr Richter am 11.10.2018 20:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bestraft mal diese Betrüger

    Die Strafen müssen massiv erhöht werden! 10 Jahre Gefängnis und 100 000.- Busse, für alle Menschen die so dreist Leute über den Tisch ziehen und falls hier wohnhaft, landesverweis für immer!

  • G.S. am 11.10.2018 20:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abzocker hart bestrafen

    Die Staatsanwaltschaft soll ermitteln, denn es ist eindeutig Betrug. Wenn sie nichts unternimmt, werden es mehr und noch dreistere Betrugsfälle.

  • Kurt Kessler am 11.10.2018 20:19 Report Diesen Beitrag melden

    Aushang im Treppenhaus

    Nehme an, die Frau lebt in einem Wohnblock, da könnte doch der Vermieter eine Liste mit den Notfall-Tel.-Nummern aufhängen, für den Schlüsseldienst, Elektriker, und den Sanitär, das meiste könnte aber auch bis morgen warten.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Joe am 11.10.2018 21:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke für die legale Geschäftsidee

    So einfach, in der Schweiz schnell Geld zu machen. Und so legal. Und man muss nicht mal Banker sein.

  • Albert am 11.10.2018 21:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Albert der geizige

    Soso, der untermieter zahlte also... der untermieter von airbnb? Hmmm.

  • G.S. am 11.10.2018 20:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abzocker hart bestrafen

    Die Staatsanwaltschaft soll ermitteln, denn es ist eindeutig Betrug. Wenn sie nichts unternimmt, werden es mehr und noch dreistere Betrugsfälle.

  • Drr Richter am 11.10.2018 20:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bestraft mal diese Betrüger

    Die Strafen müssen massiv erhöht werden! 10 Jahre Gefängnis und 100 000.- Busse, für alle Menschen die so dreist Leute über den Tisch ziehen und falls hier wohnhaft, landesverweis für immer!

  • Kurt Kessler am 11.10.2018 20:19 Report Diesen Beitrag melden

    Aushang im Treppenhaus

    Nehme an, die Frau lebt in einem Wohnblock, da könnte doch der Vermieter eine Liste mit den Notfall-Tel.-Nummern aufhängen, für den Schlüsseldienst, Elektriker, und den Sanitär, das meiste könnte aber auch bis morgen warten.