Gotthard-Basistunnel

04. Dezember 2017 17:40; Akt: 04.12.2017 18:52 Print

Zug verliert bei Testfahrt mit 220 km/h Abdeckung

Bei einer Highspeed-Fahrt mit dem neuen SBB-Superzug im Gotthard-Basistunnel ist eine Verschalung weggeschleudert worden. Die SBB muss im Tunnel regelmässig Teile einsammeln.

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Kürzlich flog im Gotthardbasistunnel bei einem Giruno, dem neuen Zug der SBB, auf einer Testfahrt mit bis zu 220 km/h eine Lüfterabdeckung weg: Dies berichtet die «Schweizer Eisenbahn Revue» in ihrer aktuellen Ausgabe. Später sei das Verschalungsteil von Mitarbeitern gefunden worden, Schaden sei keiner entstanden. Die Ursache sei ermittelt worden, sämtliche Girunos wurden kontrolliert und der Schadenpunkt wo nötig angepasst.

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Offenbar verlieren Züge im mit 57 Kilometer längsten Eisenbahntunnel der Welt, durch den täglich 170 Güter- sowie 50 Personenzüge fahren, «immer wieder Ladungs- oder Fahrzeugteile», wie die «Eisenbahn Revue» berichtet: «Sie werden von den Erhaltungsteams gefunden und in Erstfeld und Biasca gesammelt.»

Sicherheit ist laut SBB gewährleistet

Die SBB bestätigt auf Anfrage, dass im Tunnel manchmal Züge Dinge verlieren: «Gefunden werden im Tunnel dann und wann Abdeck-Blachenteile und Abdecknetze, Befestigungen wie Spannseile, Beschriftungen oder auch mal Schuhe oder Plastikrohre.» Wie viele Gegenstände gefunden und in Erstfeld und Biasca gelagert werden, darüber werde keine Statistik geführt. «Wichtig ist aber: Es sind keine sicherheitsgefährdenden Teile darunter, auch dank der Zugkontrolleinrichtungen (ZKE)», betont SBB-Sprecher Daniele Pallecchi.

«Wir gehen keine Kompromisse ein»

Die Güterverkehrsstrecken in der Schweiz gehörten zu den bestüberwachten Strecken überhaupt: «Bei der Sicherheit geht die SBB keine Kompromisse ein.» Die verlorenen Teile im Tunnel seien kein Sicherheitsproblem. Pallecchi: «Züge, welche ein Sicherheitsproblem darstellen würden, werden bereits an der Schweizer Grenze durch die ZKE gestoppt. Die ZKE kontrollieren automatisch die Güterzüge an mehreren Standorten entlang der ganzen Strecke durch die Schweiz.» Zwischenfälle wegen verlorenen Teilen im Gotthardbasistunnel habe es noch nie gegeben.

Zudem gebe es auch im Gotthardbasistunnel tägliche Kontrollen, die visuell und elektronisch durchgeführt werden. Und: «Nicht zuletzt haben die Lokführer im Minutenabstand immer ein scharfes Auge auf unsere Strecken überall.»

Der Gotthardbasis-Tunnel ist nun seit bald einem Jahr im Fahrplanbetrieb. In Kürze werden die SBB ein offizielles Fazit ziehen, wie der Betrieb bisher funktioniert.

(mme)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Michi am 04.12.2017 18:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und jetzt?

    Genau dafür sind doch Testfahrten da!

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  • Rudolf Häni am 04.12.2017 18:12 Report Diesen Beitrag melden

    Und wo sind die News?

    Es war eine Testfahrt. Genau aus solchen Gründen macht man überhaupt Testfahrten. Man will sicherstellen, dass sämtliche Mängel an einem Fahrzeug behoben sind, bevor man Leute damit Transprotiert. Sowas gibt es auch bei Auto Prototypen, wollt ihr jetzt jedesmal, wenn irgend ein Testfahrzeug eine Schraube verliehrt, einen Artikel schreiben?

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  • Der Fahrer am 04.12.2017 18:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Blablablabla

    Jaja aber wenn der Mitarbeiter ohne Warnweste neben der Lok steht ist es ein drastisches Sicherheitsproblem!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Margrit ruprecht am 06.12.2017 11:46 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Ja man ist schneller in der deutschschweiz super aber beim zurück ins tessin verliert man die eingesparte zeit wieder in bellinzona zum anschluss zug nach locarno schade

  • Josef Schnarwiler am 06.12.2017 09:03 Report Diesen Beitrag melden

    Her

    Ist diese Abdeckung vom neuen Zug von Bomadier ?

  • Mani,5,12,2017 am 05.12.2017 16:25 Report Diesen Beitrag melden

    Echt toll

    Sagt der Mann nach der Ausfahrt Gotthard Tunnel, zu seiner Frau,, oh lieber Schatz Schau,,, die Bahn denkt an alles, jetzt Fahren wir im Süden Cabrio,,

  • D. Felten am 05.12.2017 14:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Passiert überall

    Ein Flixbus hat schon bei der Einfahrt in einen Tunnel das ganze Dach verloren. Und der war nicht mal mit 150km/h unterwegs...

  • Rudolf Graf am 05.12.2017 08:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zeitgewinn

    Nur schade, dass mit dem Anschluss in Bellinzona nach Locarno, aber auch wegen des langen Aufenthalts vor der Weiterfahrt nach Lugano mehr als 15 Minuten wieder verloren gehen!

    • Bruno ruprecht am 06.12.2017 12:22 Report Diesen Beitrag melden

      Warden

      Ganz deiner meinung geht uns auch immer so wohnen im tessin müssen nach cadenazzo

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