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09. Oktober 2018 05:45; Akt: 09.10.2018 14:32 Print

Sara macht die SBB sauer

Sara Bachmann postete auf Insta ein Bild, auf dem sie unmittelbar neben einem Gleis posiert. «Lebensgefährlich», kritisiert die SBB. Das Bild könnte ein rechtliches Nachspiel haben.

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Sara Bachmann sagt sie sei beim Shooting keine Sekunde auf dem Gleis gestanden. (Bild: Instagram/Sara machts)

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Fröhlich lächelt Sara Bachmann nur mit einem blauen Shirt bekleidet auf einem Foto. Im Hintergrund ist eine versprayte Lokomotive der SBB zu sehen, im Vordergrund ein Bahngleis, neben dem sie unmittelbar steht. Dieses Bild postete sie kürzlich auf ihrem Instagram-Profil «saramachts», wo sie fast 12'000 Follower hat. Es erntete über 1000 Likes. «Sexy, heissi, geili Frau» schrieb einer.

Unter den 64 Kommentaren zum Bild gibts indes auch Kritik: «Schau, dass es kein Zugunglück gibt», heisst es etwa. Jemand anders kommentierte.«Keine Gute Idee, Fotos im Gleisfeld.» Die Luzernerin, bekannt mit ihrem TV-Format «Sara machts», konterte: «Sind Abstellgleise, nicht in Betrieb...». Der Kritiker schrieb daraufhin: «Trotzdem schlechtes Vorbild.»

Gleisüberschreitungen gelten als Offizialdelikt

Das sieht die SBB genau gleich: «Personen des öffentlichen Lebens haben eine wichtige Vorbildfunktion. Das Betreten von Bahnanlagen ist lebensgefährlich und Privatpersonen können die Gefahren nicht richtig einschätzen.» Zudem könne «die Publikation von Bildern mit Menschen im Gleisbereich in Medien Nachahmungstaten auslösen».

Die SBB-Kampagne zur Sicherheit im Gleisbereich. (Youtube/SBB Medienstelle)

Die SBB verweist darauf, dass «seit 2016 Gleisüberschreitungen als Offizialdelikt gelten und müssen von Amtes wegen behandelt werden.» Sara Bachmann könnte also Ärger mit der Staatsanwaltschaft bekommen.

SBB will Unfälle auf Bahnanlagen vermeiden

Der SBB sei nicht bekannt, wo das Bild aufgenommen wurde, sagt Sprecher Christian Ginsig. Angeschrieben hat es Sara Bachmann mit «Kaiseraugst, Switzerland».

Wenn die SBB feststellen kann, wo jemand die Bahnanlagen betreten hat, informiere man in begründeten Fällen die zuständigen Behörden aktiv. Denn: Wenn es wegen Betretens von Bahnanlagen Unfälle gibt, «löst das bei den betroffenen Familien von Opfer unnötiges Leid aus und stellt auch für unsere Mitarbeiter eine erhebliche Belastung dar».

«Ich stand keine Sekunde lang auf dem Gleis»

Die SBB verweist in diesem Zusammenhang auch auf ihre aktuelle Sicherheitskampagne «Happy End» – die genau darauf abgezielt, wie gefährlich das Betreten von Geleisen ist.

Sara Bachmann (39) nimmts auf Anfrage mit Humor: «Ich stand keine Sekunde lang auf dem Gleis. Ich stehe auf dem Perron, und wenn dies lebensgefährlich sein sollte, werde ich künftig darauf verzichten müssen, mit dem Zug zu reisen.» Laut Bachmann hatte ihr ein Fotograf vorgeschlagen, für das Bild ausserhalb des Bahnhofs in Kaiseraugst AG zu posieren. «Ich bin mir sicher, dass es sich dort um ausrangierte Gleise handelte und auch keine Fahrleitungen zu sehen waren», sagt Bachmann weiter.

(mme/dag)