Red Bull XRow

07. Oktober 2018 14:23; Akt: 07.10.2018 14:23 Print

Mario Gyr tritt mit Sieg von der Rudererbühne ab

Olympiasieger Mario Gyr verabschiedet sich vom Spitzensport: Am Samstag war der 33-Jährige jedoch nochmals in Aktion – und holte mit seinem Team den Sieg.

Undgewöhnlich und anstrengend: Das Red Bull XRow 2018. (Video: Red Bull)
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«Das Rennen war charakteristisch für meine gesamte Karriere», sagte Ruderer Mario Gyr (33) am Samstag in Luzern. «Jeder ging für jeden. Diese Mannschaftsleistung brachte schliesslich den Erfolg», so Gyr weiter.

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Zahlreiche Zuschauer kamen nach Luzern und jubelten der Schweizer Auswahl vom Reussufer zu – und auch Gyr und sein Team jubelte beim Zieleinlauf mitten in der Stadt. Auch wenn es das letzte Rennen des Olympiasiegers in seiner Ruderlaufbahn war, blieb er ruhig: «Ich habe mich mental darauf vorbereitet.»

Dritter Sieg am Red Bull XRow

Auch von die internationalen Konkurrenz gabs für den Luzerner Anerkennung: «Mario und ich waren seit 2009 Rivalen. Heute waren sie stark, aber wir sind zufrieden. Ich gönne ihm den Sieg in seinem letzten Rennen – wenn nicht wir, dann sie», sagte Martino Goretti. Er belegte mit dem Team Canottieri Moto Guzzi den zweiten Platz.

Der Weltmeister und Olympiasieger im Leichtgewichts-Vierer gewann das spezielle Achterrennen zum insgesamt dritten Mal. Die Regatta dauerte rund zwei Stunden und führte durch den Zuger- und den Vierwaldstättersee. Die Strecke zwischen den beiden Gewässern mussten die Athleten zu Fuss zurücklegen. Ein anstrengender Weg: Boot und Ruder mussten die Teams auf dem Landweg selbst tragen.

Persönliche Entwicklung wichtiger als Spitzensport

Gyr hatte am Donnerstag als letzter des erfolgreichen Leichtgewicht-Quartetts seinen Rücktritt erklärt. Gyrs frühere Teamkollegen Lucas Tramér, Simon Niepmann und Simon Schürch sind bereits länger nicht mehr aktiv. Zusammen hatten sie unter anderem 2015 WM- und 2016 Olympia-Gold gewonnen.

Nach einer einjährigen Pause in der Saison 2017 stieg Gyr heuer wieder in den Spitzensport ein – mit dem Ziel, auch 2020 in Tokio olympisches Gold zu holen. «Ich bin überzeugt, dass die Chancen gross wären», schrieb er in einem Communiqué. Aber er kam zu einem andern Schluss.

Gyr will die persönliche Entwicklung höher gewichten als die sportliche Karriere, während der er weiterhin rund 30 Wochen im Jahr in aller Welt unterwegs gewesen wäre. Gyr nimmt ein attraktives Berufs-Angebot an. «Ich musste feststellen, dass ich die Wettkämpfe nach wie vor über alles liebe, aber dass ich nicht mehr bereit bin, alles dem Spitzensport unterzuordnen. Daher ist der Rücktritt für mich die Konsequenz.»

(gwa/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Z.N am 07.10.2018 18:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Super Leistung aller Teams, bravo...ein glanzvoller Schluss für Mario und das Team, gute Erholung...

  • Linksaussen am 07.10.2018 20:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frage:

    Was muss ich mir unter einer «Ruderbühne» vorstellen?

  • dasbinich am 08.10.2018 08:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    einheimisch

    er kommt aus dem gleichen Dorf wie ich!

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  • dasbinich am 08.10.2018 08:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    einheimisch

    er kommt aus dem gleichen Dorf wie ich!

  • Linksaussen am 07.10.2018 20:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frage:

    Was muss ich mir unter einer «Ruderbühne» vorstellen?

  • Z.N am 07.10.2018 18:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Super Leistung aller Teams, bravo...ein glanzvoller Schluss für Mario und das Team, gute Erholung...