Machbarkeitsstudie

14. September 2018 14:01; Akt: 14.09.2018 15:08 Print

Drei Skigebiete wollen Verbindung prüfen

Ein Projekt soll Aufschluss darüber geben, ob die drei Skigebiete Engelberg-Titlis, Melchsee-Frutt und Meiringen-Hasliberg zu einer Region zusammengeschlossen werden können.

Ein Projekt der neuen Regionalpolitik (NRP) soll Aufschluss darüber geben, ob die drei Skigebiete Engelberg-Titlis, Melchsee-Frutt und Meiringen-Hasliberg zu einer Erlebnisregion zusammengeschlossen werden können. Die Machbarkeitsstudie kostet rund 300'000 Franken. Insbesondere für die Sommer- und Übergangszeit brauche es für den Tourismus neue Ideen, sagt Regierungsrat Daniel Wyler im Interview mit Keystone-SDA. Deshalb sei eine Zusammenarbeit der drei Skigebiete wichtig.
Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Machbarkeitsstudie der neuen Regionalpolitik soll rund 300'000 Franken kosten.

Umfrage
Sind Sie für einen Zusammenschluss der drei Skigebiete?

Die drei Bergbahnen Engelberg-Titlis, Melchsee-Frutt und Meiringen-Hasliberg , die von einem Zusammenschlusszu einer Erlebnisregion betroffen wären, befürworten Abklärungen zu einer gemeinsamen nachhaltigen Entwicklung und unterstützen diese mit 100'000 Franken sowie Eigenleistungen. Dies teilte der Kanton Obwalden am Freitag vor den Medien auf der Melchsee-Frutt mit. Die Studie soll 2021 vorliegen.

60 Millionen Franken sollten investiert werden

Sie soll die Machbarkeit einer Verbindung aufzeigen und einen Beitrag zur Konsensfindung zwischen den Interessengruppen leisten. Eine Masterarbeit der Hochschule Luzern zu dem Thema war nämlich zum Schluss gekommen, dass bei den betroffenen Akteuren derzeit kein genügender Konsens bestehe für einen Zusammenschluss.

15 Jahre alt ist die Idee einer Verbindung der Tourismusgebiete Melchsee-Frutt, Titlis und Hasliberg. Ende 2003 hatten vier Bergbahnen in der Zentralschweiz und im Berner Oberland angekündigt, man wolle sich zum neuen «Schneeparadies Hasliberg-Titlis» zusammenschliessen. Mit 51 Transportanlagen und 210 Kilometern Skipisten würde das Gebiet zu den grösseren der Alpen zählen. 60 Millionen Franken sollten investiert werden.

Opposition gegen Zusammenschluss

Doch bereits 2004 kamen rund 10'000 Unterschriften gegen das Projekt zusammenkamen, auch aus Bedenken wegen des Naturschutzes. Erst im Mai dieses Jahres bemängelte die SP im Obwaldner Kantonsrat, dass das Projekt nicht ad acta gelegt werde.

Aufgrund des Bekenntnisses der Bergbahnen und der strategischen sowie volkswirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus für den Kanton Obwalden habe die Regierung das Volkswirtschaftsdepartement beauftragt, im Rahmen der neuen Regionalpolitik eine Studie zu erstellen. Neben dem Beitrag der Bahnen wird sie mit 100'000 Franken Bundesbeitrag finanziert. Der Kanton Bern steuert 30'000 Franken bei, Nidwalden 10'000 und Obwalden maximal 60'000 Franken.

Alle Anspruchsgruppen einbeziehen

In der Studie sollen Fakten und Bedürfnisse der verschiedenen Anspruchsgruppen zusammengetragen und analysiert werden. «Im Gegensatz zum Zusammenschlussprojekt Schneeparadies werden alle Anspruchsgruppen in den Prozess einbezogen», hält die Obwaldner Regierung fest. Zudem würden unterschiedliche Verbindungsvarianten auf die technische Realisierbarkeit und Umweltverträglichkeit hin ergebnisoffen geprüft.

Projektleiter ist der ehemalige Obwaldner Regierungsrat Niklaus Bleiker, der erst im Juli sein Amt abgegeben hat. Zwei Kommissionen sollen die Themengruppe Wirtschaft, Markt Produkt sowie Gesellschaft, Umwelt, Technik im Detail bearbeiten.

Drei Skigebiete wollen Verbindung prüfen

(dag/sda)