Wolhusen LU

27. Mai 2016 10:48; Akt: 27.05.2016 10:48 Print

Risiko für erneute Felsstürze besteht

In Werthenstein und Wolhusen müssen an der Stelle, an der sich der Felssturz ereignet hatte, grössere Gesteinsmassen abgetragen werden.

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Im Gebiet Badflue und entlang der Kleinen Emme in Wolhusen und Werthenstein sollen rund 22'000 Kubikmeter Fels abtransportiert werden, wie die Luzerner Staatskanzlei am Freitag mitteilte. Die Vorbereitungsarbeiten beginnen am Montag. Rund eine Woche später soll mit dem eigentlichen Felsabbau, der bis im Sommer dauert, begonnen werden.

Keine Sprengarbeiten geplant

Zum Einsatz für die gefährlichen Arbeiten kommen Bagger, die die lockeren und überhängende Felspartien abkratzen, wie Albin Schmidhauser, Abteilungsleiter Naturgefahren beim Kanton Luzern, auf Anfrage sagte. Auf Sprengarbeiten werde aus Sicherheitsgründen verzichtet.

Am 11. Januar hatte sich in den frühen Morgenstunden bei der Badflue eine tausend Quadratmeter grosse und vier bis fünf Meter dicke Felsplatte gelöst. Der abgestürzte Fels fiel in die Kleine Emme. Dadurch wurde ein nahes Wohn- und Gewerbegebiet überschwemmt.

Insgesamt wurden rund 20 Gebäude durch Wassermassen oder Gesteinssplitter beschädigt. Gegen 20 Personen wurden vorübergehend evakuiert. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden überstieg die Millionen-Grenze.

Weitere Felsabbrüche und Hochwasser sind möglich

Geologische Untersuchungen nach ersten Sicherungsmassnahmen hätten nun gezeigt, dass gewisse Felsüberhänge nach wie vor absturzgefährdet seien, heisst es in der Mitteilung des Kantons. Aufgrund des Felssturzes hätten sich neue, ebenfalls absturzgefährdete Überhänge gebildet.

Weitere Felsabbrüche und darauffolgende Hochwasser, Flutwellen und Steinschläge seien möglich, schreiben die Behörden. Es bestehe das Risiko, dass ein vergleichbares Schadenereignis wie im Januar 2016 eintrete, begründet der Kanton die Sofortmassnahmen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Geronimo am 27.05.2016 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    So ist es nun mal

    Es ist nun einmal so, dass Felsen abbrechen und herunterstürzen können. Erosion nennt sich das, und existiert seit Jahrmilliarden. Da Wasser in Felsspalten und Risse dringen kann welches dann gefriert werden die Risse und Spalten grösser und breiter, bis irgendwann mal wieder ein Teil der Schwerkraft folgt und runterfällt. Ganz normal und natürlich.

  • C.S. am 27.05.2016 17:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo führt das hin??

    Die Natur rächt sich,es wird alles verbetoniert einfach schlimm!

  • Nadine am 28.05.2016 14:26 Report Diesen Beitrag melden

    Serbien nr 1 raucherparadies

    Serbien ist das wahre raucherparadies und wie hier vor ein paar jahre noch stört sich keiner daran :)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Nadine am 28.05.2016 14:26 Report Diesen Beitrag melden

    Serbien nr 1 raucherparadies

    Serbien ist das wahre raucherparadies und wie hier vor ein paar jahre noch stört sich keiner daran :)

  • C.S. am 27.05.2016 17:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo führt das hin??

    Die Natur rächt sich,es wird alles verbetoniert einfach schlimm!

  • Geronimo am 27.05.2016 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    So ist es nun mal

    Es ist nun einmal so, dass Felsen abbrechen und herunterstürzen können. Erosion nennt sich das, und existiert seit Jahrmilliarden. Da Wasser in Felsspalten und Risse dringen kann welches dann gefriert werden die Risse und Spalten grösser und breiter, bis irgendwann mal wieder ein Teil der Schwerkraft folgt und runterfällt. Ganz normal und natürlich.

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