Küssnacht

15. September 2017 10:32; Akt: 15.09.2017 10:35 Print

Mitarbeiter betrügt Bezirk um rund 100'000 Franken

Während drei Jahren hat ein ehemaliger Mitarbeiter des Bezirks Küssnacht immer wieder Geld veruntreut. Dafür kassiert er nun eine Geldstrafe.

storybild

Das Gebäude der Kantonalen Gerichte, in dem sich auch das Schwyzer Strafgericht befindet. (Bild: Keystone/Sigi Tischler)

Zum Thema
Fehler gesehen?

98'539 Franken – um so viel Geld hat ein Mann den Bezirk Küssnacht betrogen. Nun hat das Schwyzer Strafgericht den ehemaligen Mitarbeiter der Bezirksverwaltung verurteilt: Es sprach den Mann am Donnerstag wegen mehrfacher qualifizierter Veruntreuung, gewerbsmässigen Betrugs, mehrfacher Urkundenfälschung, versuchter Urkundenfälschung und ungetreuer Amtsführung schuldig.

Der Mann muss nun eine Geldstrafe von 330 Tagessätzen à 120 Franken bezahlen – zusammengerechnet sind das 39'600 Franken. Hinzu kommen eine Busse von 500 Franken und die Verfahrenskosten von 4500 Franken, wie der «Bote der Urschweiz» berichtet.

Ware bestellt und nach Hause genommen

Zwischen 2012 und 2015 hatte der Mann 57-mal im Namen des Bezirks Waren bestellt und anschliessend mit nach Hause genommen. Wert: 20'574.70 Franken. Zudem kaufte er neunmal in Geschäften Waren im Wert von 2739.70 Franken für sich selbst ein, stellte diese jedoch dem Bezirk als «Barauszahlung» in Rechnung.

Und: In 57 Fällen hatte der Mann unter anderem Rechnungen für insgesamt 75'224.60 Franken für Waren oder Dienstleistungen gefälscht und an den Bezirk gerichtet.

Verurteilter zahlt Geld in Raten zurück

Knapp 40'000 Franken hat der Verurteilte dem Bezirk bereits zurückgezahlt. Den Rest wolle er in Raten abstottern, gab der Verurteilte vor Gericht an. Dies wirkte sich strafmindernd aus. Der Mann bereue zudem seine Tat, habe von Anfang an gestanden, sei kooperativ gewesen und lasse sich wegen seiner Kaufsucht behandeln. Auch dies wirke sich strafmindernd aus.

(gwa)

FCL.TV
Der TV-Player benötigt einen aktuellen Adobe Flash Player: Flash herunterladen