Buchs SG

22. Dezember 2017 05:52; Akt: 03.01.2018 10:34 Print

Firmen-Computer deckt Mann mit Paketen ein

Ein Leser-Reporter aus Buchs SG ist sauer: In kurzer Zeit erhielt er fünf Pakete vom Online-Versandhaus MrLens. Bestellt hat er die Ware allerdings nicht.

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«Das ist einfach nur mühsam», so der Leser-Reporter am Donnerstag gegenüber 20 Minuten. Seit Ende November erhält er Paket um Paket des Online-Versandhauses MrLens, obwohl er dort nie etwas bestellt hatte.

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Die erste Sendung erhielt der 44-Jährige aus Buchs SG in der letzten Novemberwoche. «Das war ein James Bond 007-Parfüm», so der Mann. In der Woche darauf seien zwei weitere Pakete mit einem Chanel-Parfum und einem teuren Abercrombie & Fitch-Parfüm gefolgt. «Die Annahme des vierten Pakets habe ich dann verweigert», sagt er weiter. Dem Pöstler habe er direkt gesagt, weitere Pakete von MrLens sofort zu retournieren. Noch am selben Tag sei jedoch in seinem Postfach bereits Paket Nummer fünf mit Kontaktlinsen gelegen.

Mehrfach nachgefragt

«Natürlich habe ich MrLens bereits nach der ersten Sendung informiert», sagt der 44-Jährige. Er habe dann auch einen Rücksendeschein erhalten und das Paket kostenfrei retournieren können. So sei das auch mit den anderen Paketen gegangen. Dennoch habe er trotz mehrmaliger schriftlicher und telefonischer Nachfrage bei MrLens bis heute keine Antwort darauf, warum er diese Pakete erhalten habe.

Letzte Woche am Donnerstag habe er zum letzten Mal mit MrLens telefoniert. Die Dame am Telefon meinte nur, es hätte wohl Probleme gegeben, wenn man über Facebook bestellt hätte. «Aber ich habe weder einen Facebook-Account noch bin ich Kunde von MrLens», so der Buchser.

Finanziell sei für ihn bisher kein Schaden entstanden. «Aber mit den Paketen immer wieder auf die Post zu gehen ist zeitaufwendig und einfach nur unnötig», sagt der Leser-Reporter weiter. Er frage sich einfach, ob sich ein Scherzbold einfach einen Spass erlaubt habe oder ob es sich um einen Systemfehler bei MrLens handle, von dem noch andere Personen betroffen sind.

Interner Systemfehler

Von 20 Minuten auf den Fall angesprochen, antwortet die Firma am Donnerstag: «Es handelt sich um einen Systemfehler bei uns.» In der technischen Abteilung wisse man inzwischen, was der Auslöser gewesen sei. Man sei daran, diesen zu beheben.

Betroffen sei nur der Leser-Reporter. Mit ihm werde man nochmals in Kontakt treten.

(lad)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Morlem am 22.12.2017 08:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Armutszeugnis

    Traurig ist nur, wenn der "Geschädigte" anruft, weiss man von nichts, schickt einen Rücksendeschein und gut ist's.Ruft jedoch die Presse an, hat man den Fehler schon gefunden und ist natürlich bemüht mit dem Empfänger nochmals Kontakt auf zu nehmen.

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  • Acstrobe am 22.12.2017 06:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Systemfehler.

    Wann begreifen die Menschen endlich dass für jeden Systemfehler ein Mensch verantwortlich ist? Systeme bauen oder programmieren sich schliesslich nicht selbst. So wie sich Computer nicht selber bauen....

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  • Nirggi am 22.12.2017 09:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    simpel

    Ganz einfach, die Pakete vor die Haustür e legen und Lieferant 1x informieren, dass diese dort abgeholt werden können. Alles andere ist deren Problem. Würde sicher nicht noch zur Post rennen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tim am 22.12.2017 13:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auch erlebt

    Ist bei meiner Bank auch so. Hol ich am Automat einen hunderter, spukt der ein Tausender aus.

  • Phelandros am 22.12.2017 12:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Evolution

    Auf diesen Sachverhalt gibt's ein paar Statements. 1. "Du kannst behalten, was Du tötest" - Nekromongas - neudeutsch Du kannst behalten/verwerten, was man Dir ungefragt zuschickt (OR). 2. Paranoia bedeutet absolute Aufmerksamkeit - wenn's weh tut in der Bilanz, werden sie's lernen - ansonsten geniesse das Leben (ganz vorne im Bus). 3. Die Schwächen einiger prozessgesteuerter Systeme berufen sich auf Irrtum statt Dummheit. Das ist unerheblich und nicht Dein Problem. 4. Sollte mir eine Organisation irgendwas Taugliches unbestellt vor die Füsse stellen, ist es unausweichlich einfach weg - das gibt eine hübsch steile Lernkurve ;)

  • Simba74 am 22.12.2017 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gesetzlich behalten

    nicht verpflichtet zurückzusenden

  • Xamax63 am 22.12.2017 12:09 Report Diesen Beitrag melden

    Behalten

    Der Fall ist klar. Gemäss Recht müssen unaufgeforderte Sendungen weder retourniert noch aufbewahrt werden! Also behalten, benützen und die betroffene Firma wird den Fehler sehr schnell beheben!

  • peter am 22.12.2017 12:07 Report Diesen Beitrag melden

    Abholen

    wenn ich was bekomme das ich nicht bestellt habe würde ich es auch nicht zurück senden