Wil SG

14. November 2017 13:46; Akt: 14.11.2017 14:31 Print

Goldmünze brachte fast 50'000 Franken ein

46'360 Franken für eine alte Goldmünze aus der Schweiz: Am Dienstagmorgen haben rare Exemplare an der Münzenauktion in Wil SG spannende Bieterkämpfe ausgelöst.

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Seit Dienstag und noch bis Donnerstag wird Wil zum Treffpunkt von Sammlern aus aller Welt. Das Auktionshaus Rapp lädt zu einer der weltweit grössten und umsatzstärksten Auktionen des Jahres 2017 für Briefmarken und Münzen ein. Erstmals werden zusätzlich Uhren und Schmuck versteigert.

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Die erste grosse Überraschung gab es bereits am Dienstagmorgen: eine 20-Franken-Goldmünze der Schweizerischen Eidgenossenschaft aus dem Jahr 1871. Sie wechselte für 46'360 Franken den Besitzer – rund doppelt so teuer wie erwartet. Sie ist die erste Goldmünze überhaupt, die von der Eidgenossenschaft geprägt wurde, heisst es am Dienstag in einer Mitteilung.

Diese seltene Probe, die von Edouard Durussel gemacht wurde, wurde später nicht in grösseren Auflagen geprägt. Heute seien diese Münzen deshalb besonders rar und gesucht, sagte Geschäftsführerin Marianne Rapp Ohmann, die eigentlich nur mit einem Verkaufspreis um die 30'000 Franken rechnete. Sie bezeichnet die als «Durussel-Probe» in die Geschichte eingegangene Münze als eigentliche Vorläuferin des Goldvrenelis.

Briefmarken für mehrere Millionen

Am Dienstagnachmittag kommen weitere Münzen sowie Medaillen, Banknoten und Orden unter den Hammer. Am Dienstagabend werden ausgewählte Schmuckstücke, Armband- und Taschenuhren versteigert. Am Mittwoch und am Donnerstag kommen Briefmarken für etliche Millionen Franken unter den Hammer.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nici am 14.11.2017 14:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jäger und Sammler

    Ich sammle 1000er Noten. Falls jemand noch welche rumliegen hat die er/sie nicht mehr braucht, würde ich diese mit Freuden in meine Sammlung aufnehmen. ;-)

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  • Napoleon am 14.11.2017 15:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Marktwirtschaft

    Kommen hier Münzen, Uhren und Schmuck unter den Hammer, welche u.a. durch obskure Altgoldankäufer in Restaurants und Hinterzimmern gutgläubigen Senioren zu Schnäppchenpreisen abgeluchst wurden?

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  • Varda am 14.11.2017 14:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dussel...

    ich hab zuerst Dussel-Probe gelesen. Hätte auch gepasst. So ein Glöggli möcht ich auch mal haben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Eri am 17.11.2017 10:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja...

    ...wer kennt dann schon ein Auktionshaus Rapp in Wil/SG? Ist dies etwa auch so ein Haus, dass den Leuten die zu veräussernden Gegenstände für ein Butterbrot abluchsen um sich dann mit dem Verkauf eine goldene Nase zu verdienen.

    • Lugano-Jürg am 17.11.2017 18:30 Report Diesen Beitrag melden

      Alle unehrlich?!

      Rapp ist ein Tradition-Auktionshaus lieber @eri. Erst informieren - dann schreiben, besser : sein lassen! - Warum sollen die Auktionshäuser denn alle unehrlich sein? Aus Ihren Zeilen spricht Neid und Missgunst.

    • Don figo am 19.11.2017 15:20 Report Diesen Beitrag melden

      Angebot

      Es zwingt sie ja niemand dazu zu verkaufen... er gibt ihnen ein angebot und sie nehmen an oder lehnen ab....

    • Typhoeus am 19.11.2017 22:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Lugano-Jürg

      Alle Auktionshäuser verdienen an der Sammlersucht der Menschen und sind keine philantropischen Institutionen.

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  • Experte für Philatelie SBPV am 14.11.2017 19:41 Report Diesen Beitrag melden

    Preissteigerung bei seltenen Stücken

    Das Preissegment ist bei allen Sammlungen dasselbe. Hat man früher schon sehr teure Sachen gesammelt, so sind diese auch heute noch teurer geworden (rede da von Tausenden von CHF). Natürlich sind Massenware weder gefragt noch wertvoll. Viele haben Marken- und Münzsammlungen und haben diese über Jahre gesammelt. Die sind meistens nichts wert. Man musste schon Einzelstücke haben, die schon immer Tausende von Franken gekostet haben. In diesem Preissegment wie teure Münzen, seltenen Einzelbelege bei Briefmarken oder Bildern steigen die Preise weiter!

  • Bünzli am 14.11.2017 17:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Münzli

    Das Geschäftsmodell des Auktionshaus Rapp ist ein wenig dubios. Der Schätzpreis ist massiv untertrieben. Dazu kommt ein Aufgeld von 22% auf und der Einlieferer guckt in Röhre. Wenn Goldmünzen unter dem Goldwert verkauft werden ziehen sie dem Einlieferer noch ca. 30 % ab. Der Gewinner ist Rapp!

    • Herbstauktionen am 14.11.2017 18:15 Report Diesen Beitrag melden

      Schlitzohrbetrieb

      Ja, da gebe ich Dir zu 100% recht. Ich habe 3 Zeppelinbriefe versteigert. Resultat vernichtend. Abzug durch Rapp 22%, dann Kosten für Abbildung (normalerweise so 100.--) und wenn nicht verkauft gehts in Nachverkauf (./. 10 bis 20%). Rapp verdient gleicht doppelt! So mancher Sammler wurde arg getäuscht und ist verbittert, da der Wert immer nur bei ca. 20% des Kataloges liegt.

    • Orwell 1984 am 14.11.2017 19:04 Report Diesen Beitrag melden

      Bargeld abschaffen

      Der Kaufpreis für ein Goldvreneli ist bei der Bank mehr als 20% höher, als das was man von der Bank zur gleichen Zeit für ein und dieselbe Münze bekommt (ohne MwSt.).

    • Typhoeus am 19.11.2017 22:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Herbstauktionen

      Fazit: Sachwerte sammeln bringt nichts, gute Immobilien immer, da der Platz weniger wird und die Menschheit wächst.

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  • Pietro am 14.11.2017 17:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Staatseigentum

    Werden sie nicht vom Staat beschlagnahmt weil sie aus hystorischem Wert und sehr selten sind und landen dann in ein Museum? Wann ist es Staatseigentum und wann nicht?

    • Rechnungsführer am 14.11.2017 17:38 Report Diesen Beitrag melden

      Einkommen steuerlich deklarieren

      Die Summe meines seit 1990 deklarierten Einkommens ist so hoch, dass ich ein Mehrfaches meines Vermögens besitzen sollte bzw. müsste ... !! Wo ist all das Geld geblieben? (Ich bin weder Lottokönig in Spiez, noch im Pflegeheim.)

    • Mediocre am 14.11.2017 18:12 Report Diesen Beitrag melden

      @Rechnungsführer

      Nach der Währungsreform wird alles besser bis gut.

    • @Pietro am 14.11.2017 19:51 Report Diesen Beitrag melden

      Das ist dann Kulturgut

      und wird vom Staate oder Kanton bestens vergütet. Es gibt verschiedene Sachen, die man nicht ins Ausland an Museen geben sollte. Wollte mal was an ein Museum in Deutschland auslehnen. Aber ich wurde gewarnt, dass die Deutschen Anspruch darauf nehmen, da die Firma ursprünglich Deutsch war und nur in der Schweiz während des Krieges produzierte. Daher habe ich die Sammlung nicht ausgelehnt.

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  • Thomas am 14.11.2017 17:02 Report Diesen Beitrag melden

    Uiuiui

    Mein Vater hat auch noch 2 CH Goldmünzen von 1891 oder so, Jahr weiss ich nicht mehr genau. Wenn ich mich recht erinnere war die eine mit 250Fr geprägt. Nimmt mich wunder was die heute wert ist.

    • Sal am 14.11.2017 17:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Thomas

      Die Münze ist 280.-/ Wert.

    • Innerschweizer am 14.11.2017 18:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Thomas

      250.- Goldmünze von 1891? Davon habe ich noch nie etwas gehört, vielleicht steht auf der Münze 1291, das ist dann aber nicht das datum der Prägung.

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