St. Galler Rheintal

05. Dezember 2017 15:02; Akt: 05.12.2017 15:02 Print

Dieb versteckt Uhren in Chipssack

Grenzwächter verzeichneten in den letzten Wochen im St. Galler Rheintal gleich mehrere Erfolge gegen Kriminaltouristen. In zwei Fällen wurde ein Einreiseverbot ausgesprochen.

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Am 15. November 2017 wurden beim Grenzübergang Widnau drei Polen angehalten. Alle waren in Deutschland wegen Diebstahls verzeichnet. Bei der Kontrolle des Fahrzeuges fanden Grenzwächter Utensilien zum Entfernen von Diebstahlsicherungen sowie eine umgebaute Spielkonsole zur Störung von Diebstahlsicherungen. Gegen die drei Polen wurde durch das Staatssekretariat für Migration noch an der Grenze eine einjährige Einreisesperre verhängt. Am 24. Oktober 2017 fanden Grenzwächter beim Grenzübergang St. Margrethen im Gepäck von zwei Rumänen diverses mutmassliches Diebesgut, wie beispielsweise Schmuck... ...oder Mobiltelefone und Uhren. Am 23. November 2017 kontrollierten Grenzwächter im Zug bei Buchs SG einen rumänischen Staatsangehörigen. Im Gepäck des Rumänen fanden sie in einer Chipspackung versteckt diverses mutmassliches Diebesgut. Am 29. Oktober 2017 kontrollierten Grenzwächter beim Grenzübergang Au ein Fahrzeug von zwei Polen. In der Ablage der Fahrertür wurden zwei Teleskopschlagruten gefunden. Durch den Einsatz eines Sprengstoffspürhundes konnten zudem zwei Schreckschusspistolen mit Munition gefunden werden. Am 22. Oktober 2017 beobachtete eine mobile Patrouille des Grenzwachtkorps, wie zwei Rumänen in den frühen Morgenstunden Kartonschachteln auf einem Parkplatz in der Nähe des Grenzübergangs Widnau in ein Fahrzeug einluden. Bei der Kontrolle der Personen und der Schachteln konnten diverse Packungen Rasierklingen und Toilettenartikel festgestellt werden. Am 15. Oktober 2017 fanden Grenzwächter beim Grenzübergang St. Margrethen in einem Fahrzeug eines Serben zahlreiche hochwertige Bekleidungsstücke. Bei der genauen Kontrolle des Fahrzeuges wurden Geräte zum Entfernen von Diebstahlsicherungen sowie Bargeld gefunden. Am 9. November 2017 fand man bei der Kontrolle eins Mazedoniers, am Grenzübergang Schaanwald, gestohlenen Schmuck und Bargeld. Die Kontrolle von drei Bulgaren am 9. November 2017, ergab den Fund von einem Bolzenschneider, Brecheisen und Handschuhen. Alle drei waren in Deutschland mehrfach wegen Diebstahls verzeichnet.

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Das Schweizer Grenzwachtkorps konnte in den vergangenen Wochen im Rheintal in acht Fällen Kriminaltouristen anhalten, wie es am Dienstag in einer Medienmitteilung heisst.
Das Korps hat Diebesgut in Form von Schmuck, antiken Münzen, Mobiltelefonen, Parfüm und Bargeld sichergestellt.

Diverses Einbruchswerkzeug wie Brecheisen, Bolzenschneider, präparierte Schlüssel zum Öffnen von Türen sowie teilweise getarnte Geräte zum Öffnen von Diebstahlsicherungen konnten aus dem Verkehr gezogen werden. Durch den Einsatz eines Sprengstoffspürhundes wurden zwei Schreckschusspistolen entdeckt. Ein Rumäne versteckte sogar Schmuck und mehrere Uhren in einem Chipssack.

Kurz nach der Tat erwischt

Drei Bulgaren und drei Polen, die Einbruchswerkzeuge mit sich geführt haben, hat das Staatssekretariat für Migration noch an der Grenze einjährige Einreiseverbote für die Schweiz erteilt. Alle Personen waren in Deutschland wegen Diebstahls verzeichnet. Einer der Polen war zudem in Deutschland wegen bandenmässigen Diebstahls, bewaffneten Diebstahls und in einem Fall wegen besonders schweren Diebstahls zur Fahndung ausgeschrieben.

Ein Mazedonier wurde vor drei Wochen beim Grenzübergang Schaanwald bei der Ausreise nach Österreich kontrolliert. Bei der Kontrolle des Fahrzeuges fanden Grenzwächter mutmassliches Diebesgut in Form von Schmuck und Bargeld. Abklärungen bei der Landespolizei Fürstentum Liechtenstein ergaben, dass die Gegenstände nur wenige Stunden zuvor aus einem Einfamilienhaus entwendet worden waren. Die kontaktierten Besitzer konnten vor Ort den Schmuck eindeutig identifizieren.

(viv)