St. Gallen

16. Februar 2017 05:54; Akt: 16.02.2017 07:57 Print

Dieser Blitzer brachte eine halbe Million ein

Der fleissigste fest installierte Radar im Kanton befindet sich in Altstätten SG. Semistationäre Messanlagen blitzen allerdings noch mehr Temposünder.

storybild

Der fleissigste Blitzer im Kanton St. Gallen steht in Altstätten. Er machte im letzten Jahr 5082 Fotos von Temposündern. (Bild: Google Streetview)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der effektivste fest installierte Blechpolizist steht an der Stossstrasse in Altstätten SG. 5082-mal blitzte dieser 2016. An zweiter Stelle folgt der Radar an der St. Gallerstrasse in Zuzwil mit 3230 Bildern, danach jener an der Kappelerstrasse in Ebnat-Kappel (1732), gefolgt von den Geräten an der Balgacherstrasse in Heerbrugg (1630) und an der Oberen Bahnhofstrasse in Rapperswil (1250).

Umfrage
Wurden Sie schon einmal geblitzt?
17 %
65 %
18 %
Insgesamt 2917 Teilnehmer

Die elf fix installierten Radargeräte brachten der Kantonspolizei St. Gallen im vergangenen Jahr 1'348'540 Franken ein. Allein beim Radar in Altstätten waren es 478'430 Franken. Doch dieser Betrag bedeutet nicht, dass die Polizei tatsächlich so viel einnahm. «Es wiederspiegelt lediglich einen rechnerischen Betrag, der sich aus den Ordnungsbussen ergibt», so Hanspeter Krüsi, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen. Es sei zu beachten, dass Autofahrer, die eine Busse erhalten, die höher als 250 Franken ist, bei der Staatsanwaltschaft verzeigt würden.

Insgesamt wurden im Kanton St. Gallen im Jahr 2016 etwa 250'000 Temposünder geblitzt.

15 Millionen Franken durch temporäre Blitzer

Zu den 16'644 Schnellfahrern, die von fix installierten Blechpolizisten erwischt wurden, kommen noch die semistationären Überwachungsgeräte dazu. Laut Krüsi würden diese noch weit mehr Fahrzeuge blitzen als die fest installierten: «Fixe Standorte sind besser bekannt, und folglich wird kurz vor der Anlage speziell auf die gefahrene Geschwindigkeit geachtet.»

Die neun semistationären Messanlagen registrierten im Jahr 2016 fast 17 Millionen Fahrzeuge. «Davon fuhren knapp 201'000 Fahrzeuge zu schnell. Dies brachte einen Umsatz von etwas mehr als 15 Millionen Franken.» Solche semistationären Blitzer würden in der Regel zwischen vier und acht Wochen am gleichen Ort stehen. Die restlichen knapp 33'000 Bussen wurden durch drei mobile Geräte erwirtschaftet.

Thurgauer Autobahn-Radare einträglich

Im Kanton Thurgau werden bei den Anlagen auf der Autobahn A7 bei Frauenfeld und jener auf der A1 bei Münchwilen am meisten Geschwindigkeitsübertretungen registriert. «Dabei handelt es sich jeweils um fest installierte Anlagen», so Matthias Graf, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau. Detailliertere Angaben könne er nicht machen.

(luh)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gadjo Dilo am 16.02.2017 06:20 Report Diesen Beitrag melden

    Der Kanton SG lässt grüssen!

    Ich fahre dort fast täglich vorbei. Ich kann immer wieder beobachten, dass Touristen aus Appenzell kommend "beim Runterrollen" auf diesem geraden Stück Stosstrasse "vom Kanton SG nett begrüsst" werden. Von oben angefahren steht der Kasten ziemlich kurz nach der 50er Begrenzung - eine gemeine Topfalle! Keine Werbung für unsere Region und leider in vielen Fällen (vor allem Nachts, wenn praktisch kein Verkehr mehr ist) einfach nur eine rentable Milchkuh!

    einklappen einklappen
  • Markus Frei am 16.02.2017 06:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Statistiker

    Wäre mal interessant die Unfallstatistiken von 2016 mit anderen Jahren zu Vergleichen. Die "Verkehrssicherheit" muss unglaublich stark zugenommen haben bei so vielen geblitzten Fahrern oder?

    einklappen einklappen
  • maurice.ravell am 16.02.2017 06:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    15

    Mille, das ist mal ein Betrag. Und das alles natürlich für die Sicherheit der Autofahrer. Und nicht für zusatzeinnahmen der Kantone.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Chrigi am 17.02.2017 14:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Insider

    Wären Gesetze und vieles andere für alle gleich wäre ich sofort dabei. Wahrscheinlich gibts viele Insider oder solche die Radarwarner haben. Nicht die im Auto sondern Insider.

  • Markus Kostezer am 17.02.2017 13:06 Report Diesen Beitrag melden

    Profiteure der Abbüssungen

    Warum muss es Profiteure der Abbüssungen geben? Wer sind die Profiteure? - Wieviele Chauffeure wegen geringsten "Übertretungen" mit ihren Familien in die Not getrieben wurden, interessiert die Profiteure des Kantons St.Gallen mit ihren 120t Bezügen nicht. - Bei Berufschauffeuren addieren sich zu den Bussen fette Strafverfahrensgebühren von rund sFr.300.-. Aber die wirklichen Raser fahren eine Strecke ab und wenn die "Luft rein ist", rasen sie mit Vollgas zurück.

  • Gusti am 17.02.2017 12:38 Report Diesen Beitrag melden

    Gerade Strasse, übersichtlich mit Gefäll

    Was willst du mehr, da geht es tatsächlich in erster Linie um's Einkommen. Das wird bei den anderen Standorten nicht westlich anders sein!! Bei den stationären kommt mir nur Diebe und Wegelager in den Sinn! Aber eben die Kantone und Gemeinden sind angewiesen auf das Geld im Zuge der USR X!

  • Qwertez am 17.02.2017 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Hoch auf die Gesetze!

    Die Gesetze sind zu beachten. Wo kommen wir hin wen jeder mit 100 durchs Dorf brettert. Auf der Autobahn kein Problem aber innerorts und Ausserorts NEIN. Wenn sie von einer Seitenstrasse nicht mehr auf die Hauptstrasse kommen, meckern sie etwa nicht über die Raser die sie nicht mehr rein lassen. Es gibt ja jetzt schon Leute die Angst haben reinzufahren, auch wenn das Auto noch 400m entfernt ist. Und Ausserorts wenn ein Bauer mit einem Traktor auf der Strasse ist. Viel Spass beim bremsen und einen guten Flug wünsche ich ihnen.

  • Luna am 17.02.2017 08:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gefährlich

    Viele reden nur vom Geld und denken nur ans eigene Auto . Je grösser der Fahrbare Untersatz desto länger ist der Bremsweg . Wie schnell eine Gefahr Smartphone im Auto.... da schreibt niemand . Wünsche allen eine Unfallfreie fahrt!