«Dumm wie Brot»

13. Januar 2018 21:23; Akt: 13.01.2018 22:45 Print

Diese Fails leisteten sich Politiker auf Social Media

So schnell ein Tweet geschrieben und gepostet ist, so schnell kommen auch die Reaktionen. Diese Äusserungen brachten Politiker in die Schlagzeilen.

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Eine Medizinstudentin, die sich in den sozialen Medien für die No-Billag-Initiative ausspricht, wurde von SP-Nationalrätin Jacqueline Badran beleidigt: «Buahh, was läuft da bei der Maturität falsch? Bekommt jetzt jeder so einen Schein, selbst wenn man dumm wie Brot ist?», schreibt die Politikerin auf Twitter.


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Sollen sich Politiker in den sozialen Medien zurückhaltender verhalten?

Badran ist nicht die einzige Parlamentarierin, die sich zu einem umstrittenen Post in den sozialen Medien hinreissen liess. SVP-Nationalrätin Natalie Rickli weist in einem Tweet daraufhin, dass einige Politiker in den vergangenen Tagen Posts mit beleidigenden Inhalten veröffentlichten.


Diese Politiker gerieten in den vergangenen Jahren in die Schlagzeilen – wegen ihrer Aussagen in den sozialen Medien:

BDP-Präsident Martin Landolt twitterte 2016 im Rahmen des Abstimmungskampfs zur Durchsetzungsinitiative ein Bild: Darauf zu sehen war ein Schweizerkreuz, das zum Hackenkreuz mutiert. Der Post brachte dem Nationalrat viel Kritik ein.


Auf Facebook postete SVP-Nationalrat Andreas Glarner den Screenshot eines Bildes, auf dem Juso-Frauen oben ohne auf den Women's March Zürich aufmerksam machen wollen. Dazu schreibt Glarner: «Oh mein Gott – ist hier nicht Art. 258 des Strafgesetzbuches (Schreckung der Bevölkerung) erfüllt?» Der Post des SVPlers wurde daraufhin unzählige Male kommentiert. Die ehemalige Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin sprach von einer «niederschwelligen Form politischer Hetzjagd», die Glarner betreibe.

Als 2013 ein F/A-18-Flugzeug beim Vierwaldstättersee abstürzte, wurde wie wild darüber getwittert, denn das Thema Kampfflugzeuge war in aller Munde. Auch die Jungen Grünen Luzern liessen sich zu einem Tweet hinreissen: «Unsere Kampfjet-Flotte nähert sich langsam, aber sicher einer sinnvollen Grösse. #Gripen.» Nach viel Kritik machten sie einen Rückzieher – mit den Worten: «Tweet gelöscht, weil er falsch verstanden wurde. Sorry, Leute.»

Auf Twitter verbreitete SVP-Nationalrat Claudio Zanetti zwei Tweets über eine Sexualkunde-Seite aus Deutschland. Zanetti wollte «aufzeigen, dass es einfach krank ist, wenn ein Staat so eine Seite macht», sagte er damals zu 20 Minuten. Die Tweets waren mit dem Hashtag «WhiteGenocide» versehen – ein Wort aus der Neonazi-Ideologie.

(sil)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ch. Mensch. am 13.01.2018 21:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur eingebildeter

    Politiker waren noch nie klüger als das Volk.

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  • Beat Bachmann am 13.01.2018 21:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    was soll ich twittern??? schneeflocken??? grrrrrr

    deutschland hat soeben die imigration auf 220 000 personen beschränkt, pro jahr. brüssel sagte kein wort dazu. die schweiz wollte das selbe tun, mit der mei. brüssel fuhr schweres geschütz gegen die schweiz auf zum erpressen. was soll ich als nichtpolitiker twittern???

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  • René B. am 13.01.2018 22:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was zuviel ist, ist zuviel

    Meine Kinder waren sogar schockiert, von daher hatte Herr Glarner gar nicht so unrecht.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • De La Nuit am 14.01.2018 05:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Soziale Bestätigung

    Wer in der Politik tätig ist, sucht in den sozialen Netzwerken Bestätigung. Naja, die Politiker haben sich in einer Parallelwelt eingerichtet und installiert, die mit der Lebenswirklichkeit und Kernkompetenz eines Politiker/in nicht mehr viel zu tun hat...

  • Drizzt am 14.01.2018 02:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frau Badschaum ;)

    Wenn man Frau Badran schon kennt, weis man dass dies Ihre Sprache ist. Sie bringt ja ihre Argumente danach. Die Frau ist echt speziell... eigentlich gute Ansätze weil selber zuerst Erfahrungen gesammelt, jedoch wird Sie sicher auch eine sein die sich nicht unbedingt mit moderner Technik auseinandersetzt, ala Trump als bsp. was sie halt wieder bremst. Für mich persönlich sind eh alle Partei Politiker unwählbar geworden da Sie alle abhängig sind.

  • Manamana am 14.01.2018 02:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Omg

    Ist schon tragisch, dass wir in unserem kleinen Land so viele soziale Tiefflieger haben, die dann noch in der Politik sind. Oder wollen sie alle Donald Trump Konkurrenz machen im Frechheiten austeilen. Wahrscheinlich ist es hier doch nur intellektuelle Legasthenie, die hier an den Tag gelegt wird.

  • Stifu Huehn am 14.01.2018 02:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    politiker sind zu alt

    was haben denn ältere menschen (ab 25) überhaupt im internet verloren? man sieht ja, dass sie nicht damit umgehen können.

  • kurz & klar am 14.01.2018 00:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo bleibt das Intellekt?

    Es isr stossend, dass sich Tamara Fumagalli so vulgär und provokativ zeigt. Dies hat die SP nicht nötig und ist für die Linken dieses Landes zerstörerisch.