Frühsommer-Meningoenzephalitis

27. November 2017 09:57; Akt: 27.11.2017 09:57 Print

Armee rüstet sich gegen den kleinsten Feind

von J. Furer - Über 250 Menschen sind 2017 an einer Hirnhautentzündung erkrankt, die von einer Zecke verursacht worden war. Die Armee rüstet sich mit Impfstoff dagegen.

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Die von Zecken übertragene Krankheit Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist in der Schweiz auf dem Vormarsch: In diesem Jahre verzeichnete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) über 250 Fälle. So viele wie seit zehn Jahren nicht mehr.

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Gegen FSME, die eine Hirnhautentzündung verursacht, gibt es eine wirksame Impfung. Auch bei der Schweizer Armee deckt man sich damit ein. Für die kommenden zwei Jahren hat das Militär kürzlich 50'000 Dosen Impfstoff bestellt. «Wir wollen die Krankheit und deren Komplikationen maximal vermeiden», sagt Armeesprecher Daniel Reist zu 20 Minuten.

Krankheit kann tödlich verlaufen

Wie das BAG schreibt, ist FSME keineswegs harmlos: Nach einem Zeckenstich können grippeartige Symptome aufttreten, das zentrale Nervensystem kann befallen werden, was unter anderem Kopfschmerzen, Lichtscheu, Schwindel, Konzentrations- und Gehstörungen verursachen kann. Diese Symptome können über Monate andauern. Bei einem Teil der Infizierten treten Lähmungen der Arme, Beine oder Gesichtsnerven auf. Das kann zu bleibenden Behinderungen führen. In einem Prozent der Fälle mit neurologischen Symptomen verläuft die Krankheit tödlich.

Um Armeeangehörige vor diesen Folgen zu bewahren, empfiehlt Reist eine Impfung: «Viele Gebiete der Schweiz sind endemisch, vor allem die Zentral- und Ostschweiz. Die Armee hat viele Ausbildungsaktivitäten und Einsätze auf dem Feld, wo Zeckenbisse auftreten können.» Pflicht sei die Impfung bei der Schweizer Armee aber nicht. Wie viele FSME-Fälle es in der Armee gibt, kann Sprecher Reist auf Anfrage nicht bekannt geben. Man führe keine Statistik dazu.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jacqueline am 27.11.2017 10:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spinnentier

    Leider nützt die Impfung nicht gegen die Borreliose, die auch von der Zecke übertragen wird. Meine Kollegin wurde dieses Jahr infiziert, ganz üble Krankheit. Heilung ungewiss.

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  • Hund am 27.11.2017 10:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Risiko minimieren!

    Da kommt mir einen WK in Frauenfeld in den Sinn. Da mussten wir ohne einen wirklichen Grund in ein Risikogebiet. Rekordhalter hatte 17 Zecken. Anstatt Impfen sollte man vielleicht einfach Hirn einschalten und die Soldaten nicht in ein Risikogebiet ohne Beschäftigung zurücklassen.

  • Do Me am 27.11.2017 10:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klärt mich aus

    Ich dachte die Impfung schützt nur gegen die Hirnhautentzündung und nicht gegen die neurologischen Symptomen. Bin ich da falsch informiert?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Swissman73 am 27.11.2017 14:45 Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt noch was besseres als Chemie...

    Die Impfung nützt nichts. Nur der Pharmaindustrie. Schon meine Vorväter schworen auf Knoblauch im Essen. Das hilft. Ich bin täglich im Wald, wir haben hier eines der scheinbar grössten Risikogebieten in der Schweiz. Seit über 25 Jahren hatte ich keine Zecke mehr, eben wie meine Vorväter. Da ich Katzen und einen Hund habe, habe ich denen seit Februar auch Knoblauch in Essen gegeben. Siehe da, alle Tierchen hatten auch keine Zecken mehr. Ein günstiges und natürliches Mittel.

    • Swissgirl am 27.11.2017 16:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Swissman73

      Das werde ich ausprobieren. Ich bin ab Frühling wieder regelmässig zum Joggen im Wald und habe schon dann und wann mal eine Zecke ausziehen müssen. Gerade habe ich Borreliose therapiert und bin nicht scharf darauf, mir diese Bakterien erneut einzufangen, geschweige denn FSME.

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  • falamanki am 27.11.2017 14:41 Report Diesen Beitrag melden

    Die meisten "Impfgegner"..

    .. wissen eigentlich gar nicht was eine Impfung ist, aber behaupten alles darüber zu wissen via youtube, Forum, vom Hören/Sagen und Stammtisch.. aber ein Fachbuch dazu haben sie noch nie gelesen.. ich finds amüsant.. frohes impfen euch allen.. ;-)

    • patrick h. am 27.11.2017 15:54 Report Diesen Beitrag melden

      tragisch

      Vor allem seit Esoteriker angefangen haben immer mehr Worte aus der Wissenschaft zu übernehmen. Ungefragt und unbewiesen natürlich. Es ist schlimm, wir leben zwar im Informationszeitalter aber so viele Menschen sind überfordert mit den Informationen und lassen sich von Quacksalbern die Welt erklären.

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  • Vreneli vom Lindenberg am 27.11.2017 12:53 Report Diesen Beitrag melden

    Kluge Prävention

    Sobald man gegen Lyme borreliose impfen kann,gerne. Mein Schwager ist schwerkrank weil in F zu spät diese Krankheit diagnostiziert wurde. Er wurde in Südtirol gestochen und in Frankreich waren die Ärzte ratlos. Die Folgen sind schlimm. FSME und Lyme borreliose kann man auch im Garten auflesen. Ich konnte mich für eine Impfung noch nicht entschliessen. Für Soldaten finde ich es richtig.

    • Der Prolet am 27.11.2017 14:18 Report Diesen Beitrag melden

      Naturheilkunde

      Liebes Vreneli. Dein Schwager sollte umgehend eine Entgiftungskur machen - Borreliose kann nur in einem sauren Körper grasieren. Anschliessend eine Karde-Tinktur-Kur machen (Chinesische Medizin) und nach Drei Monaten ist der Parasit weg :) Viel erfolg, bei mir hats geholfen ;)

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  • M. Graber am 27.11.2017 11:11 Report Diesen Beitrag melden

    Impfung Ja oder Nein

    Über die Nebenwirkungen wird mal wieder nichts gesagt. Dank der FMSE Impfung habe ich jetzt Multiple Sklerose :-(

    • Poodel am 27.11.2017 14:44 Report Diesen Beitrag melden

      Unsinn!

      Ist es medizinisch erwiesen? Wenn ja, wo ist die Quelle bitte? Oder wieder mal motzen, gene "Impfzwang"!

    • patrick h. am 27.11.2017 15:56 Report Diesen Beitrag melden

      Fakt-News

      Aus der Seite der schweizerischen MS Gesellschaft: "Das Risiko, an MS zu erkranken, ist nach der Impfung nicht erhöht."

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  • Nobody am 27.11.2017 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    2 Krankheiten / 2 Behandlungen

    Die eine Krankheit kann man medizinisch behandeln aber nicht dagegen impfen. Die andere Krankheit kann medizinisch nicht behandeln aber dafür dagegen impfen.