Zu lange gearbeitet

08. November 2017 17:08; Akt: 08.11.2017 23:59 Print

Lokführer zwingt Fahrgäste zum Aussteigen

Eigentlich hätte der Zug bis Luzern fahren sollen. Doch weil der Lokführer sonst zu lange gearbeitet hätte, mussten die Passagiere bereits in Beinwil aussteigen.

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Ein Zug der Seetalbahn im Bahnhof Beinwil am See. (Symbolbild) (Bild: Keystone/Sigi Tischler)

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Unangenehme Überraschung für die Fahrgäste, die am Dienstagmorgen mit der Seetalbahn Richtung Luzern unterwegs waren: Bei seinem Halt in Beinwil am See teilte ihnen der Lokführer per Lautsprecher mit, dass hier Endstation sei, wie Radio Argovia berichtet.

Die Begründung des Chauffeurs: Er sei bereits mehr als die erlaubten fünf Stunden im Einsatz und könne daher nicht bis Luzern weiterfahren. Ein Ersatz-Lokführer habe sich nicht organisieren lassen. Die Passagiere mussten in Beinwil aussteigen und auf den nächsten Zug warten.

SBB: Lokführer hat sich richtig verhalten

Die SBB teilte auf Anfrage des Radiosenders mit, der Lokführer habe richtig gehandelt. Wegen einer grösseren Störung am Morgen beim Bahnhof Luzern sei der Fahrplan durcheinandergeraten. Deshalb habe die Ablösung nicht geklappt. Die SBB entschuldigt sich bei den Passagieren für den Vorfall.

(lüs)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wissender am 08.11.2017 17:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Entscheidung

    Absolut korrektes Verhalten. Der Lokführer hat die Verantwortung über alle Passagiere, wenn er die Sicherheit deren nicht gewährleisten kann, sollte er nicht fahren.

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  • pendlerin am 08.11.2017 17:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    überlebende

    ich war dabei...der zugführer hat uns eine sehr ehrliche antwort gegeben. wahr symphatisch und freundlich..sogar die darauf folgende sbb durchssage war ehrlich..wegen personal mangel ...fährt der zug nicht weiter.. war zwar doof aber nachvollziehbar..top für die Transparenz..

  • SBB-Gegner-Gegner am 08.11.2017 17:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Guter Lokführer

    Wehe jmd beschwert sich jetzt darüber. Wäre er weitergefahren und wäre das dann an die Öffentlichkeit gelangt, hätten sich alle darüber beschwert, dass die SBB ja sooo gefährlich sei und viele Fahrgäste unnötig in Gefahr gebracht hätte...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Snowman am 13.11.2017 16:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jammeris

    An alle die hier wieder Jammern. Ihr wärt die erste die eine Anwalt einschalten wenn was Passiert und wärded Schadensersatz vordern.

  • Ernst Ruetimann , Trang am 12.11.2017 02:57 Report Diesen Beitrag melden

    Verhaeltnismaessigkeit ......

    Der Lokfuehrer hat richtig gehandelt ! Wieviel laenger haette die Fahrt gedauert ? 10 Minuten ; 20 Minuten .- Ich persoenlich waere bis zur Endstation gefahren , ausser es haette laenger als eine Stunde gedauert .- Ich habe auch eine Verpflichtung die Reisenden an der Endstation abzuliefern .-

  • Argus Auge am 11.11.2017 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    Denkanstoss

    Man bedenke, dass jene, welche sich bzgl. des Verhaltens des Lokführers aufregen, im Falle eines Unfalles möglicherweise die ersten wären, welche mit dem Zeigefinger auf die Arbeitszeitüberschreitung hinweisen würden. So ärgerlich wie die Situation für betroffene Reisende gewesen sein mag, so richtig hat der Lockführer m.E. gehandelt.

    • Snowman am 13.11.2017 16:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Argus Auge

      Nicht nur möglicher weisse. Das wären die ersten die mit einem Anwalt kommen und Schadenersatz verlangen.

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  • Svdg am 09.11.2017 12:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht ein ünterbruch

    Mann muss seine Arbeit Verzug machen. Nicht einfach zeitlich abrechen.

    • Mich am 09.11.2017 12:52 Report Diesen Beitrag melden

      Oh man

      Ähm hat er doch! Er hat sich ans Gesetz gehalten, was zur Hauptaufgabe eines Lokführers gehört.

    • Julia am 09.11.2017 13:21 Report Diesen Beitrag melden

      Lokführer hat keine Wahl

      Ein Lokführer darf seine maximale Fahrzeit nicht überschreiten, genau wie Piloten ihre Flugzeit nicht überschreiten dürfen und auch Lastwagenfahrer müssen sich daran halten. Ein Flug fällt auch aus oder wird verschoben, wenn der Pilot die Flugzeit überschreiten wird, bis er ans Ziel kommt. Ein Lastwagenfahrer wird mindestens gebüsst, wenn sein Fahrtenschreiber zu lange Fahr- und zu wenig Ruhezeiten anzeigt. Dasselbe gilt wohl auch für Lokführer.

    • Svdg am 09.11.2017 15:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Julia

      Könnte sich in den nächstenpar Monaten/Jahre. Wandern

    • biber172 am 11.11.2017 13:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Julia

      wie will dan ein Pilot das Flugzeug früher landen und die Passagiere auswerfen ? Es kann Verspätungen geben.

    • Snowman am 13.11.2017 16:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Svdg

      Wenn etwas Passiert wären sie sicher der erste der mit einem Anwalt kommt und Schadensersatz vordern würde.

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  • huschmie am 09.11.2017 11:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Versteckter Streik

    Das ist ein vetsteckter Streik. Er wollte auf die Personalsituation aufmerksam machen. Mit Sicherheit hat das wenig zu tun.