Isabelle Moret

05. August 2017 19:45; Akt: 05.08.2017 22:17 Print

«Ja, der Bundesrat interessiert mich»

Auch FDP-Nationalrätin Isabelle Moret will Bundesrätin werden. Nach de Quattro ist sie die zweite Kandidatur aus dem Waadtland.

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Die FDP-Nationalrätin Isabelle Moret, hier an der Sommersession in Bern, will in den Bundesrat. (15. Juni 2017) (Bild: Keystone/Peter Schneider)

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Die Waadtländer FDP-Nationalrätin Isabelle Moret will Bundesrätin werden. Sie steige ins Rennen um die Nachfolge des zurücktretenden Bundesrates Didier Burkhalter, sagte sie am Abend gegenüber dem Westschweizer Fernsehen RTS.

Sie habe Lust auf diese spannende Herausforderung, sagte sie im Interview. Sie habe sich Schritt für Schritt für eine Kandidatur entschieden, sagte Moret weiter. Sehr schnell sei für sie klar gewesen, «Ja, der Bundesrat interessiert mich.»

Einige Bedingungen müssten für sie aber erfüllt sein, insbesondere die Unterstützung der eigenen Partei, sagte sie weiter. Dass sie eine Frau sei, sei zweitrangig, auch wenn sie vielleicht eine andere Lebenserfahrung in die Regierung einbringen könne. Entscheidend seien die Eigenschaften, die Kompetenzen sowie die Dialog- und Kompromissfähigkeit innerhalb der Regierung und mit dem Parlament.

Die 46-jährige Anwältin sitzt seit 2006 für die FDP des Kantons Waadt im Nationalrat. Sie ist Mitglied der Staatspolitischen Kommission sowie der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit. Seit 2016 präsidiert Moret den Spitalverband H . Zudem amtete sie von 2006 bis 2016 als Vizepräsidentin der FDP Schweiz. Moret ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern.

Würde Moret gewählt, hätte der Kanton Waadt mit Guy Parmelin gleich zwei Vertreter im Bundesrat. Wenn es zwei kompetente Personen seien, warum nicht?, sagte Moret im Interview dazu. Es hätten auch schon zwei Zürcher und zwei Berner gleichzeitig in der Landesregierung politisiert.

Mehrere Waadtländer Kandidaturen

Bis anhin einziger offizieller Kandidat für die Burkhalter-Nachfolge ist Ignazio Cassis. Der Tessiner Nationalrat wurde am 1. August von seiner Kantonalpartei offiziell als Bundesratskandidat nominiert.

Daneben haben aber auch bereits mehrere Westschweizer FDP-Politiker ihre Ambitionen angemeldet. Im Kanton Waadt hat neben Moret auch Staatsrätin Jacqueline de Quattro Interesse am Bundesratsamt. Eine Kandidatur überlegt sich auch Ständerat Olivier Français. Die FDP Waadt will die Interessierten am nächsten Donnerstag anhören und dann eine Entscheidung treffen.

Aus dem Kanton Genf will Staatsrat Pierre Maudet den zurücktretenden Burkhalter beerben, wie er am (gestrigen) Freitag bekanntgegeben hatte. Die Delegierten der FDP Genf werden am Dienstag über die Kandidatur befinden. Maudets Parteikollege, der 54-jährige Genfer Nationalrat Christian Lüscher, hatte am Donnerstag den Verzicht auf eine Kandidatur bekanntgegeben.

Als möglicher künftiger Bundesrat aus dem Kanton Freiburg gehandelt wird FDP-Nationalrat Jacques Bourgeois, Direktor des Schweizerischen Bauernverbandes.

FDP sucht «Lateiner»

Die FDP Schweiz nimmt noch bis am nächsten Freitag Vorschläge der Kantonalparteien entgegen. Die Partei hat bereits angekündigt, sie suche Kandidaturen, welche die lateinische Schweiz vertreten. Parteichefin Petra Gössi hat sich zudem gegen ein Einerticket ausgesprochen.

Der amtierende Bundesrat Didier Burkhalter tritt im Herbst nach acht Jahren im Bundesrat zurück. Die Bundesversammlung wählt am 20. September seinen Nachfolger respektive seine Nachfolgerin.

(sep/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Reiner Sieker am 05.08.2017 20:47 Report Diesen Beitrag melden

    EU EU EU ...

    Ich kann's nicht glauben, die FDP hat NUR EU-Fans zu bieten!

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  • Statistikerin am 05.08.2017 20:10 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nochmehr ...

    Nicht nochmehr aus der lateinischen Schweiz (Übervertretung!)

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  • Realistin am 06.08.2017 06:55 Report Diesen Beitrag melden

    Sommaruga hat uns nur ärger gebracht

    Es ist beschämend gegenüber der eigenenen Bevölkerung was Sommaruga in unserem Land anstellt. .Sie macht uns zu armen Schweizern.Nein, eine solche Frau ist eine Fehlbesetzung.Sie müsste ihr Dossier schon längst abgeben.Ein gutes Land braucht eine Regierung,die für ihre Bürger einstehen.Ich bedaure sehr,dass die Schweizer Regierung kein Vorbild mehr ist.Das ändert man nicht nur mit einer unfähigen Frau,sondern mit einem fähigen Mensch.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Elmar Sperger am 07.08.2017 07:44 Report Diesen Beitrag melden

    Da bist Du nicht die Einzige

    Da bist Du nicht die einzige .Da haben noch eine Menge Interessen. 4 Jahre dabei Pension 220 000 Fr.

  • Hubert am 06.08.2017 16:43 Report Diesen Beitrag melden

    Nein danke

    Es hat genug Anwälte in unserer Politik. Die schauen nur das die, die schon mehr bekommen noch mehr haben aber die anderen gehen leer aus. Wann kommt wieder jemand der endlich fürs Volk da ist. Und nicht zu erst an sich denkt.

    • Siri am 06.08.2017 17:10 Report Diesen Beitrag melden

      @Hubert

      Die Tragik ist, dass es heutzutags relativ viele Anwälte und Jursten gibt, aber wie so in manch anderem Beruf, nur noch wenige wirklich fähige.

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  • Integrationswilliger am 06.08.2017 16:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt hab ich verstanden

    Des Schweizers Liebe zum Land ist nicht gleichbedeutend mit der zu seinem von ihm gewählten Parlament und der daraus hervorgehenden Regierung. - Wenigstens lese ich das aus den Kommentaren hier. Das muss ich also noch üben - dieses gespaltene Verhältnis zu pflegen.

    • Siri am 06.08.2017 17:03 Report Diesen Beitrag melden

      @Ingetrationswilliger

      Wie soll ein Volk seinem Parlament noch glauben und Vertrauen schenken, wenn die vom Volk gewählten Personen dem Volk Abstimmungsvorlagen vorlegen und das Resultat dann absichtlich nicht umsetzen? Und dieses Parlament, sprich die Bundesversammlung, wählt wiederum Bundesräte aus ihren Kreisen? Das ist keine Demokratie mehr. Auf die Demokratie hat aber jeder Schweizer ein Anrecht. Bis die MEI im Sinne des an der Urne geäusserten Volkswillen umgesetzt worden ist, verfügt die Schweiz nicht mehr über ein kompetentes, sondern über ein verlogenes, unglaubwürdiges Parlament, sprich Regierung.

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  • Rosa am 06.08.2017 15:46 Report Diesen Beitrag melden

    Ausbaden

    Frauen müssen immer das ausbaden, was die Männer ausgeheckt, eingebrockt oder nicht geschafft haben. Und was das Regieren anbelangt, haben die Männer in der Vergangenheit durchaus versagt! Zumindest im Bundesparlament.

  • Nevin Vilsberg am 06.08.2017 15:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein SVP-Diktat

    Leute, ihr habt es offenbar noch nicht begriffen. Es geht um eine/n FDP- und NICHT um eine/n SVP-Kandidaten/Kandidatin. Wir FDP-Wähler wollen eine/n Bundesrat/Bundesrätin, der/die das liberale Gedankengut unserer Partei vertritt.

    • Reto am 06.08.2017 17:17 Report Diesen Beitrag melden

      Danke FDP

      Ich sage nur MEI und Müller/Flury!

    • Mal so, mal anders.... am 06.08.2017 19:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Nevin Vilsberg

      Nun, mit etwas Goodwill kann man Unentschlossenheit auch als liberal bezeichnen. Tönt es bizeli besser...

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