Neuer Zug durch den Gotthard

02. August 2017 10:26; Akt: 02.08.2017 12:36 Print

Von Zürich nach Mailand in 2 Stunden 45 Minuten

In unter drei Stunden soll der Superveloce Passagiere von Zürich nach Mailand bringen. Die schnelle Verbindung kommt nach der Eröffnung des Ceneri-Tunnels.

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Die SBB zieht eine positive Bilanz zum neuen Gotthard-Basistunnel. Doch es gibt auch Probleme: Weil Güterzüge Staub verlieren, kann in Reisezügen der Brandalarm ausgelöst werden. Das führt zu Verspätungen. Auch die Pünktlichkeitswerte auf der Gotthard-Linie sind noch nicht so hoch, wie es die SBB gerne hätte. Immerhin: Basel soll am Morgen wieder einen direkten Zug ins Tessin erhalten, und von Zürich gehts direkt nach Venedig. Sorgenkinder bleiben die internationalen Züge aus Italien. Sie sind trotz Fahrplanreserven häufig unpünktlich. Die neuen ETR-610-Züge kämpfen zudem nach wie vor mit häufigen technischen Problemen. Die SBB verspricht Besserung. Am 1. Juni wurde der längste Eisenbahntunnel der Welt, der Gotthard-Basistunnel, feierlich eröffnet. Matteo Renzi, Angela Merkel, François Hollande und Johann Schneider-Ammann im Sonderzug von Erstfeld nach Bodio. (1. Juni 2016) Freuden-Oden: Der erste Zug wird am Nordportal bei Erstfeld mit Feuerwerk empfangen. (1. Juni 2016) Die Begeisterung der Hunderten von Schaulustigen kennt keine Grenzen. (1. Juni 2016) Ein Band zwischen Nord und Süd: Johann Schneider-Ammann zerschneidet das rote Band und übergibt den Tunnel damit offiziell den SBB. (1. Juni 2016) Göttliche Weihung: Vertreter aller Weltreligionen gaben dem neuen Tunnel ihren Segen. (1. Juni 2016) Ein geschichtsträchtiger Tag: «Wir vollenden ein Jahrhundertwerk, an dem mehrere Generationen mitgewirkt haben», betonte Bundespräsident Schneider-Ammann bei seiner Ansprache. (1. Juni 2016) Über eine Direktschaltung war Ammann mit Doris Leuthard in Pollegio beim Südportal verbunden. (1. Juni 2016) Leuthard sagte, der Tunnel sei ein Symbol für Offenheit und Fortschritt. (1. Juni 2016) Im Tunnel-Look: Das mit Löchern durchsetzte Kleid von Leuthard gab fast so viel zu Reden wie die Tunneleröffnung. (1. Juni 2016) Journalisten aus aller Welt berichteten über die Eröffnung des prestigeträchtigen Bauwerkes. (1. Juni 2016) Auch der neun Arbeiter, die beim Tunnelbau ihr Leben lassen mussten, gedachte Ammann in seiner Ansprache. (1. Juni 2016) Startschuss: Mit dem Ausspruch «Bahn frei! Place aux trains! Via libra pils trens! Via liberia ai treni!» gab Schneider-Ammann das Signal für die erste offizielle Fahrt von zwei Zügen. (1. Juni 2016) Begeisterung: 1000 Gäste fuhren in den Eröffnungszügen als erstes durch den neuen Gotthard-Basistunnel. (1. Juni 2016) Die Passagiere waren durch einen Wettbewerb der SBB ausgewählt worden. (1. Juni 2016) Die beiden ersten Züge fuhren von Bellinzona und Arth-Goldau aus los. Hier die Passagiere in Bellinzona. (1. Juni 2016) Kurz nach Zwölf begann die Eröffnungsfeier in Rynächt bei Erstfeld. (1. Juni 2016) Mystisch: Tänzer und Akrobaten stellen in der Inszenierung von Volker Hesse den Mythos Gotthards nach. (1. Juni 2016) Auch der moderne Tunnelbau wurde in der Eröffnungsshow mittels Tanz thematisiert. (1. Juni 2016) Unter den geladenen Gästen befand sich der ehemalige deutsche Aussenminister Joschka Fischer, hier mit Alt-Bundesrat Adolf Ogi. (1. Juni 2016) Hesses «Sacre del Gottardo» fand zeitgleich in Pollegio und Rynächt statt. (1. Juni 2016) Mystische Figuren aus der Schweizer Folklore durften bei der Show nicht fehlen. (1. Juni 2016) Die Schausteller trugen Tenues von Tunnelarbeitern. (1. Juni 2016) Und erhoben sich schwebend in die Lüfte. (1. Juni 2016) Die Show kombinierte modernen Tanz mit Eisenbahnmotiven. (1. Juni 2016) Auch eine klassische Gotthard-Postkutsche durfte nicht fehlen. (1. Juni 2016) Danach durfte Schneider-Ammann Bundeskanzlerin Angela Merkel... (1. Juni 2016) ... den italienischen Premierminister Matteo Renzi... (1. Juni 2016) ... und Präsident Francois Hollande begrüssen. (1. Juni 2016) Zusammen mit dem Gesamtbundesrat ging es dann in einem Extra-Zug von Erstfeld aus durch den Gotthard. (1. Juni 2016) Der Tunnel war für die Regierungschefs ausnahmsweise beleuchtet. Blick in die Weströhre. (1. Juni 2016) Die Fahrt dauerte für die Staatsoberhäupter etwas länger als für die normalen Fahrgäste: 30 statt nur 20 Minuten. Hier bei Eintreffen in Pollegio. (1. Juni 2016) Manche Gäste hatten sich für die Eröffnungsfeier ein spezielles Outfit ausgedacht. (1. Juni 2016) Das Jahrhundertwerk sei weitaus mehr als eine Tunnel. «Heute ist in der Schweiz der europäische Traum Realität geworden», sagte Hollande in seiner Rede in Pollegio. Merkel betonte, der Gotthard sei das Herz Europas, «die Aorta fehlt jedoch noch». Damit spielte sie auf die noch unvollendeten Zubringerstrecken in Deutschland und Italien an. (1. Juni 2016) Die Patrouille Suisse liess es beim Südportal aus der Luft krachen. (1. Juni 2016) Freude herrscht: Auch Alt-Bundesrat Adolf Ogi, der als «Vater der NEAT» gilt, durfte sich an der Eröffnung öffentlich äussern. (1. Juni 2016) Auf Richtung Zentralschweiz: Diverse Parlamentarier machten bereits am frühen Morgen auf zum Gotthardmassiv. (1. Juni 2016) Eine Statue der Heiligen Barbara, der Schutzheiligen der Tunnelbauer, steht im neuen Gotthard-Basistunnel bei Amsteg. (1. Juni 2016) Renzo Simoni, Vorsitzender AlpTransit, Peter Fueglistaler, Direktor BAV, und Andreas Meyer, CEO SBB, zeigten sich an der Medienkonferenz in Castione verbunden. (1. Juni 2016) Der Tunnel führt durch das über 3000 Meter hohe Gotthardmassiv. Die unscheinbare Einfahrt bei Erstfeld unten links. (31. Mai 2016) Gedenken am Tag zuvor: Angehörige der neun verstorbenen Mineure nahmen bei Erstfeld an einer Feier teil. (31. Mai, 2016)

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In den ersten acht Monaten seit der Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels sind 2,3 Millionen Passagiere durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt gefahren. Dazu kamen rund 17'000 Güterzüge.

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Die SBB hat am Mittwoch in Goldau SZ über die ersten Erfahrungen auf der Nord-Süd-Achse nach der Inbetriebnahme des Gotthardbasistunnels im Dezember 2016 informiert. Die Bilanz falle mehrheitlich gut aus, teilte das Bahnunternehmen mit. Die Pünktlichkeit sei stabil.

2020 wird auf der Nord-Süd-Achse der Ceneri-Basistunnel in Betrieb genommen. Mit diesem wird die durchgehende Flachbahn durch die Alpen Realität. Sobald der Tunnel betriebsbereit ist, soll es eine Expressverbindung zwischen Zürich und Mailand geben.

Das Konzept für den Superveloce werde derzeit geprüft, teilte die SBB mit.


Die erste Fahrt durch den Gotthard-Tunnel:

(zum)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • H. Zürcher am 02.08.2017 10:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Platz

    Mehr Platz in den Zügen wäre mir persönlich wichtiger.

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  • Peter W. Kaufmann am 02.08.2017 10:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Direkt Zürich - Locarno

    Direkter Zug Zürich - Locarno wäre mir lieber!

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  • Stefen am 02.08.2017 10:29 Report Diesen Beitrag melden

    Coole Idee

    Endlich konzentriert sich die SBB wieder auf ihr Kerngeschäft!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Rudolf Graf am 03.08.2017 00:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Ein direkter Zug nach Locarno, oder zumindest eine fahrzeitoptimierte Verbindung ab Zürich, oder noch besser ab Aarau wäre auch mal ein Thema.

  • Michi am 02.08.2017 21:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bergstrecke ???

    Luzern braucht kein Tiefbahnhof ist ein schöner Bahnhof.Er sollte nicht anderst werden.Liber der Service Durekte Züge über Berg.

  • Andy am 02.08.2017 18:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Service Misserabel

    Rotkreuz Zug und Goldau nicht halten.Wie lange will mann disen Ceo noch zusehen.In Erstfeld das Umsteigen Bleibt immer noch.Frechheit da macht mann nichts.Verdanti Saurrei!!!Wider mal haben die Schyzer Zuger und Urner das Nachsehen.

    • Tanja am 02.08.2017 19:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Andy

      Leider ein Trauerspiel der Service auf der Bergstrecke.Schade!

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  • Joachim am 02.08.2017 17:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fernbus

    Ich werde auch künftig die Fernbusse unterstützen. Der Fernbus bietet mir immensen Komfort (man fühlt sich wie auf Wolke 7), unschlagbare Preise, die schnellste und erst noch ökologischste Verbindung und einen Chauffeur, der einen guten Lohn und gute Arbeitsbedingungen hat.

    • Nick Jeker am 02.08.2017 17:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Joachim

      Weder wirklich komfortabel, noch oekologisch (also höher als bei der Bahn!

    • Raphel am 02.08.2017 17:20 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht wirklich

      Träum weiter... Der Fernbus ist genau das gegenteil von dem was du erzählst. Tiefe Löhne, viele Überstunden, ökologisch schlechter als der Zug, schlecht zügängliche Notausgänge. Bezüglichdes Komforts ist es geschmackssache...

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  • SBB Insider am 02.08.2017 16:16 Report Diesen Beitrag melden

    Kostet nur EUR 19,90

    Das Ticket wird übrigens in etwa EUR 19,90 kosten. So gesehen, ist es einmal eine super lohnende Sache für alle!

    • Schwachstrom Hirni am 02.08.2017 19:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @SBB Insider

      Leute die sich hier Insider nennen sind alles aber sicher keine Insider.

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