UNO-Projekt

03. März 2017 16:51; Akt: 03.03.2017 21:51 Print

Bundesrat stellt Soldaten für Libyen-Mission

Die Stabilisierung Libyens liege im Interesse der Schweiz, teilte das VBS mit. Zwei Spezialisten der Schweizer Armee sollen eine UNO-Mission unterstützen.

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Verseuchtes Gelände: Ein Minensucher bei der Arbeit in der Nähe von Tripolis. (Archivbild) (Bild: Keystone/Sabri Elmhedwi/EPA)

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Zwei unbewaffnete Angehörige der Schweizer Armee sollen während höchstens zwei Jahren bei die UNO-Libyen-Mission mithelfen. Sie werden in Tunesien für Vorbereitungen eingesetzt, damit im umkämpften Libyen Minen geräumt werden können.

Der Bundesrat hiess an seiner Sitzung am Freitag den Einsatz im Rahmen des Friedensförderungsdienstes gut, wie das Verteidigungsdepartement (VBS) mitteilte. Die Stabilisierung in Libyen liege im aussenpolitischen und im sicherheitspolitischen Interesse der Schweiz.

Minen und Blindgänger

Vorgesehen sei, dass die Experten in einigen Wochen nach Tunesien abreisten, sagte VBS-Sprecherin Karin Suini auf Anfrage. Sie bekämen einen Vertrag für ein Jahr, den sie bei Bedarf um ein weiteres Jahr verlängern könnten.

Grosse Teile des libyschen Territoriums sind laut VBS wegen Kämpfen mit Minen, ungesicherter Munition und Blindgängern verseucht. Die Sicherheitslage gestatte es der UNO nicht, im Land präsent zu sein. Vorarbeiten würden aber unternommen. Vorangetrieben würden besonders die Beschaffung und die Verarbeitung von Datenmaterial.

Hilfe zur Selbsthilfe

Die UNO ersuchte die Schweiz laut VBS, Spezialisten für Informationsmanagement zur Verfügung zu stellen. Diese Fachleute sollen in Tunesien mithelfen, die entsprechenden Systeme aufzubauen. Im Sinn des Konzepts «Hilfe zur Selbsthilfe» soll es dank ihrer Hilfe auch möglich sein, lokale Mitarbeiter auszubilden.

Für den Einsatz der höchstens zwei Schweizer Armeeangehörigen machte der Bundesrat allerdings zwei Einschränkungen: Sie dürfen ausschliesslich in Tunesien eingesetzt werden, und ihr Einsatz darf maximal zwei Jahre dauern. Über weitere Einsätze müsste der Bundesrat neu entscheiden.

Erster Einsatz für Libyen

Die UNO-Mission in Libyen (UNSMIL) besteht seit 2011. Sie soll nach dem Sturz von Machthaber Muammar al-Gaddafi den Übergang zur Demokratie sichern. Auch für die Förderung der Rechtsstaatlichkeit, der guten Regierungsführung und den Schutz der Menschenrechte soll sie sich einsetzen. Ihr laufendes Mandat endet im September 2017. Es ist das erste Mal, dass Schweizer Armeeangehörige für die UNSMIL im Einsatz sind. Andernorts sind aber ebenfalls Fachleute der Armee für die UNO im Einsatz, wie VBS-Sprecherin Suini sagte: zwei im Südsudan, drei in der Demokratischen Republik Kongo und zwei im UNO-Hauptquartier in New York.

(chi/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • gloria derungs am 03.03.2017 18:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    das ist nicht sache der schweiz

    purer schwachsinn. das verletzt unsere neutralität. aber die schweiz und unser bundesrat hat ja eine doppelmoral: mit staaten, die menschenrechte missachten wird hofiert, statt den botschafter einzubestellen und die leviten zu lesen und sanktionen anzudrohen, aber wo geld zu verdienen ist, da hat die moral keinen platz.

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  • Th1990 am 04.03.2017 06:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ah dafür....

    .... reicht das Geld, aber für eine anständige und sichere Altersrente nicht! Nix mit Swiss First?

  • Mile 27 am 04.03.2017 13:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geht's noch!!!

    Denke die haben genug Zeit um die Mienen zu beseitigen!!!Was ist das nur für ein System!!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mile 27 am 04.03.2017 13:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geht's noch!!!

    Denke die haben genug Zeit um die Mienen zu beseitigen!!!Was ist das nur für ein System!!!

    • Captain Hauptmann am 06.03.2017 01:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mile 27

      Ein System bei dem Schweizer Experten ihr Wissen weitergeben. Es geht darum, dass weniger Lybier Minen zum Opfer fallen. In Lybien sind nicht nur Minen aus dem jüngsten Konflikt gefährlich, sondern. Bis zurück zum 2. Weltkrieg, da wurde in Lybien gekämpft und es wurden grosse Minenfelder aufgebaut. Diese sind unzulänglich dokumentiert, darum ist die Arbeit schwierig und riskant. Aber gefährlich sind auch 70 Jahre alte Minen

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  • Worm77 am 04.03.2017 11:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neutrale Schweiz

    Als neutrale Schweiz sollten wir uns aus andern Ländern raus halten.

  • Th1990 am 04.03.2017 06:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ah dafür....

    .... reicht das Geld, aber für eine anständige und sichere Altersrente nicht! Nix mit Swiss First?

  • marko 32 am 03.03.2017 20:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Libyen

    Ich bin dagegen

  • gloria derungs am 03.03.2017 18:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    das ist nicht sache der schweiz

    purer schwachsinn. das verletzt unsere neutralität. aber die schweiz und unser bundesrat hat ja eine doppelmoral: mit staaten, die menschenrechte missachten wird hofiert, statt den botschafter einzubestellen und die leviten zu lesen und sanktionen anzudrohen, aber wo geld zu verdienen ist, da hat die moral keinen platz.

    • Captain Hauptmann am 06.03.2017 01:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Gloria Derungs 

      wo wird da die Neutralität verletzt? Diese Experten sind ja noch nicht einmal im Einsatzland tätig sondern bilden einheimische Fachleute aus die in Lybien Minen räumen sollen. Minen von denen die ältesten im 2. WeltKrieg gelegt wurden und die für die Zivilbevölkerung eine ständige Gefahr bedeuten. Das ganz ist ein humanitärer Einsatz. Das die Schweizer Experten Soldaten sind hat wohl mit dem Fachgwbiet zu tun, das für militärische Abfälle Militärs Experten sind leuchtet ja noch ein

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