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Energy Challenge

05. Oktober 2018 16:30; Akt: 14.10.2018 11:01 Print

Herbstferien-Checkliste für Ihre Wohnung

Heizung, Boiler, Kühlschrank und elektronische Geräte verbrauchen auch während Ihrer Abwesenheit Strom. Das muss nicht sein.

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In vielen Kantonen sind bereits Herbstferien. Wer verreist, sollte sich nicht nur um Routenplanung, Übernachtungsgelegenheiten und Ausflugsmöglichkeiten kümmern, sondern auch die Wohnung ferienfertig machen. Nachfolgend finden Sie vier Punkte, die vor der Abreise überprüft werden sollten. So kann ohne grossen Aufwand Strom – und damit Geld – gespart und zum Umweltschutz beigetragen werden.

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Schalten Sie während längeren Abwesenheiten elektrische Geräte in der Wohnung komplett aus?

Heizung:
Sobald die Aussentemperaturen sinken, sorgt die Heizungssteuerung dafür, dass warmes Wasser durch die Heizkörper oder die Fussbodenheizung zirkuliert. Die Wohnung wird beheizt – ohne dass jemand einen Nutzen daraus hat. Wer in einer Mietwohnung wohnt, sollte laut Dr. Energy Jules Pikali darum in den Ferien die Heizkörper in die Stellung mit dem Sternchen «*» (Frostschutz) bringen, so wird nur dann Wärme abgegeben, wenn es wirklich kalt wird.

Boiler:
Etwa die Hälfte des Stromverbrauchs ist auf die Wassererwärmung zurückzuführen und der Elektroboiler hat einen Standby-Verbrauch: Im Boiler befindet sich warmes Wasser, das sich – auch in den Ferien, wenn kein Wasser entnommen wird – langsam abkühlt. Wird nachts über die Steuerung der Elektroboiler eingeschaltet, heizt sich der Boiler wieder auf. Wenn Sie den Boiler ganz ausschalten, spart dies also Strom. Am einfachsten kann der Boiler am Sicherungskasten ausgeschaltet werden. Bei der Gelegenheit sollte auch gleich der Thermostat am Boiler überprüft werden: Richtig ist eine Einstellung von 60 Grad Celsius. Mit einer niedrigeren Temperatur besteht die Gefahr, dass sich Legionellen bilden, während bei Temperaturen über 60 Grad Celsius die Wärmeverluste und damit auch der Stromverbrauch steigen.

Kühlgeräte:
Bei längeren Abwesenheiten ab vier Wochen empfiehlt es sich, alle Kühlgeräte zu leeren und enteisen. Noch mehr Sparpotenzial besteht allerdings, wenn die Temperatur in Kühlschrank und Tiefkühler regelmässig kontrolliert wird: «Die Kühlraumtemperatur ist in den allermeisten Fällen zu tief eingestellt, obwohl mit kühleren Temperaturen die Haltbarkeit der Lebensmittel nicht verlängert werden kann. Nur der Stromverbrauch nimmt mit jedem Grad um rund 10 Prozent zu», erklärt Dr. Energy Jules Pikali. Für die meisten Lebensmittel ist eine Temperatur von fünf Grad Celsius ideal, allenfalls ist für bestimmte Lebensmittel wie beispielsweise Fisch eine etwas tiefere Temperatur sinnvoll. Ob die Temperatur richtig eingestellt ist, kann man mit einem Thermometer herausfinden. Es geht laut Pikali auch mit dem sogenannten Buttertest: Wenn die Butter aus dem Kühlschrank genommen wird, sollte sie streichfähig sein. Ist die Butter zu hart zum Streichen, ist der Kühlschrank zu kalt eingestellt.

Elektrische Geräte:
Wer in die Ferien fährt, sollte auch seinen Geräten eine Auszeit gönnen und konsequent alles ausschalten sowie die Stecker von DVD-Spieler, Stereoanlage, Telefon, Mikrowelle, Kaffeemaschine, PC und Modem oder Router ziehen. Das spart Strom und reduziert die Brandgefahr.

(sts)