Energy Challenge Energie Schweiz AXA MCH 20 Minuten Brack.ch Volvo Diamant

Energy Challenge

22. September 2018 00:00; Akt: 21.09.2018 11:19 Print

PET-Flaschen nachfüllen spart Ressourcen

Paid Post - Einweg-PET-Flaschen haben sich als Standardverpackung für Mineralwasser durchgesetzt. Wer die Flaschen wiederverwendet, leistet einen wertvollen Beitrag für die Umwelt.

storybild
Fehler gesehen?

PET-Getränkeflaschen sind leicht, bruchsicher und weitverbreitet. Allein in der Schweiz wurden im 2017 pro Kopf 192 PET-Flaschen verbraucht, das sind 5,4 kg PET pro Person. Zur Herstellung von 1 kg PET werden fast 2 kg Rohöl benötigt, und es entstehen dabei 4,94 kg Treibhausgase (hauptsächlich CO2). Das sind bei knapp 8,5 Mio. Einwohnern in der Schweiz pro Jahr rund 92'000 Tonnen Rohöl und ca. 226'000 Tonnen Treibhausgase.

Aufgrund des gut funktionierenden Recyclingsystems der Schweiz werden zwar über 80 Prozent aller verkauften PET-Getränkeflaschen recycelt und fliessen als PET-Granulat mit einem Anteil von 30 bis 50 Prozent bei der Produktion von Neu-PET wieder ein. Leider gelangen jedoch fast 20 Prozent der verkauften Flaschen nie zurück in den Recycling-Kreislauf.

Somit zeigt sich, dass die Einwegverwendung von PET-Flaschen trotz hervorragendem Recyclingzyklus eine Belastung für Umwelt und Energiehaushalt darstellt. Der Herstellungsprozess einerseits kostet wertvolle Ressourcen und stösst Treibhausgase aus, der entstehende Abfall andererseits verschmutzt die Umwelt. Würde jeder Schweizer Einwohner pro Woche nur eine PET-Flasche kaufen und sie zwischendurch selbst auffüllen, könnte die Produktion um 75 Prozent gesenkt werden. Der Pro-Kopf-Verbrauch würde auf 1,35 kg PET jährlich fallen. Bei 8,5 Mio. Einwohnern wäre das eine jährliche Reduktion des Rohölverbrauchs um 69'000 Tonnen und eine Reduktion des Ausstosses von Treibhausgasen um knapp 170'000 Tonnen.