Muri bei Bern

30. Oktober 2017 16:06; Akt: 30.10.2017 16:28 Print

Kindergärtler werden mit iPads ausgerüstet

Die Gemeinde Muri geht in die IT-Offensive: Bereits haben alle Schulhäuser WLAN und eine Cloud, nun folgt ein grosses Rollout von iPads und Notebooks an die Klassen – inklusive Kindergärten.

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Bereits in den letzten zwei Jahren legte die Gemeinde Muri bei Bern die Basis für eine moderne ICT-Infrastruktur in ihren Schulen, teilt die Gemeinde am Montag mit. «Ein flächendeckendes, leistungsstarkes WLAN-Netz wurde eingerichtet, die Lehrpersonen sind mit persönlichen Notebooks ausgerüstet und eine datenschutzrechtlich unbedenkliche Cloud eingerichtet», steht in der Medienmitteilung.

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Doch die Gemeinde will noch weiter gehen: Das Parlament hat soeben einen Rahmenkredit über 1,5 Millionen Franken für die Aufrüstung gesprochen. Mit dem Geld sollen pro Kindergarten je zwei Tablets finanziert werden und pro 1. und 2. Klasse deren sechs. Für jede 4. und 5. Klasse gibts sogar 12 Tablets.

Ab der 5. Klasse Notebooks für alle

Ab dem fünften Schuljahr sollen die Jugendlichen eine 1:1 - Ausrüstung erhalten: Die Schüler bekommen alle ein Notebook, welches zwar weiterhin im Besitz der Schule bleibt, aber personifiziert sein wird, teilt die Gemeinde mit.

«Damit katapultiert sich die ICT-Infrastruktur der Schule Muri bei Bern von der Regionalliga in die Champions League», sagt GPK-Sprecher Daniel Arn. Die Gemeinde nehme damit ihre Verpflichtung ernst und rüste die Schulen gemäss den Empfehlungen der Erziehungsdirektion «vorbildlich» aus.

«Die Zeichen der Zeit erkannt»

Dies sei «wahrlich keine Selbstverständlichkeit und höchstwahrscheinlich auch nicht für alle Gemeinden finanziell möglich», sagt der für die Bildung zuständige Gemeinderat
Stephan Lack. «In unserem Leitbild verpflichtet sich die Gemeinde zu einem qualitativ hochstehenden Bildungsangebot, das allen Kindern und Jugendlichen optimale Aus- und Weiterbildungschancen ermöglicht.»

Muri habe damit die Zeichen der Zeit erkannt. Lack: «Die Digitalisierung schreitet rasant und unaufhaltsam voran. Die Arbeitswelt verändert sich. Schon bald benötigen wir in 90 Prozent aller Berufe digitale Kompetenzen.»

(ct)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Steff am 30.10.2017 16:27 Report Diesen Beitrag melden

    Zeichen der Zeit erkannt

    schön und gut, aber doch nicht mit Ipads im Kindergarten!! Wer kommt auf die (meiner Meinung nach) absolut hirnverbrannte Idee kleine Kinder mit Tablets anstatt miteinander spielen zu lassen? ICT-Kompetenzen gefragt schön und gut aber Mathematik wird von mir auch gefragt und ich werde im Kindergarten nicht zum Reihenlernen gebracht... Meiner Meinung nach ein grosser Schritt in die falsche Richtung.

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  • Svenne84 am 30.10.2017 16:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Braucht es nicht

    Ich habe zu meiner Zeit noch mit Bausteinen und meinen Kollegen im Kindergarten gespielt. Und das war auch gut so !

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  • EinLeser am 30.10.2017 16:25 Report Diesen Beitrag melden

    Bin Informatiker

    Bis in die 7. Klasse habe ich während der Schulzeit keinen Computer anfassen dürfen. Selbst das Zehnfingersystem haben wir mit Schreibmaschine (und zwar mechanisch) gelernt obwohl es schon längst Pentium II PCs gab. Es hat nicht geschadet.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Anonym am 10.11.2017 13:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz sicher nicht iPads

    Was da seit ca. 10 Jahren mit dieser Generation Jael & Co läuft, ist grundfalsch: Im Leben steht Jael nicht ständig im Mittelpunkt und kann auch nicht ihr Umfeld (Unbeteiligte wie Grosseltern oder «Göttis/Gotten») 3x pro Jahr mit unverschämten Geschenk- und «Erlebnis»wunschlisten (!) behelligen. Früher hätte man noch gelernt, dass man sich so einfach nicht benimmt und nichts zu fordern hat.

  • Christian am 04.11.2017 11:35 Report Diesen Beitrag melden

    Notwendig für die Zukunft

    Die Digitalisierung schreitet enorm voran. In 10 bis 15 Jahren gibt es über 60% neue Jobs welche wir heute noch nicht kennen. Viele der heutigen Berufe fallen weg. Ein Unternehmen welches mit der Transformation in die Digitalisierung nicht beginnt, wird später definitiv einen grossen Wettbewerbsnachteil haben. Durch die Digitalisierung entstehen neue Jobs welche nur durch gut ausgebildete Leute ausgeführt werden können. Darum ist es wichtig und zwingend, möglichst früh den Umgang mit digitalen Lösungen zu erlernen. Die Zeit wird es nicht mehr geben, wo mit Klötzen, Lego usw. gespielt.

  • Realist am 02.11.2017 20:12 Report Diesen Beitrag melden

    LEHRER KÖNNEN SOMIT ABGESCHAFFT WERDEN

    und das Geld für Digitales-Lernen von zu Hause aus verwendet werden - damit können Lehrer-Löhne und Schulhäuser usw. in der Staatskasse eingespart werden.

  • Roboterhersteller am 01.11.2017 23:06 Report Diesen Beitrag melden

    kleiner Roboter wäre noch nötig

    Finde es gut, so kann man die Kinder ruhigstellen. Die Kinder starren die ganze Zeit auf den Bildschirm und machen viel weniger Lärm. Später werden sie sowieseo mehr als zwölf stunden am Tag Bildschirme anstarren und wenn sie nicht schlafen eine 3D-Brille tragen auf der pausenlos Nachrichten und Werbung reinkommt und Videos laufen. Wäre es nicht sinnvoll, wenn jedes Kind einen kleinen Roboter hätte, der ihm die ganze elektronische Ausrüstung nachträgt und ihm beim Lernen hilft?

  • Verona am 01.11.2017 10:19 Report Diesen Beitrag melden

    Sozialverhalten lernen

    Im Kindergarten sollten die Kinder noch spielen dürfen und vor allem das Sozialverhalten lernen. Elektronik haben sie zu Hause ja schon zur genüge.