Tödlicher Gokart-Unfall

12. November 2017 18:16; Akt: 12.11.2017 21:37 Print

«Der Unfall war für uns ein grosser Schock»

von Noemie La Bella - In Roggwil BE ist bei einem Gokart-Rennfahren ein 31-Jähriger gestorben. Die Verantwortlichen sind tief betroffen.

Der stellvertretende Geschäftsleiter Vasilios Pournaras im Interview. (Video: NLA)
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«Für uns ist das ein grosser Schock. Es betrifft uns alle sehr»: Das sagt Vasilios Pournaras, stellvertretender Geschäftsleiter des Gokart-Bahn Race-Inn in Roggwil BE zu 20 Minuten. Dort ist am Freitagabend um 20.30 Uhr ein 31-jähriger Mann nach einem Crash gestorben. Er kollidierte in einer Kurve mit der Bande und wurde so schwer verletz, dass er im Spital verstarb. «Nach dem Unfall handelten wir sofort. Wir waren nach ein paar Sekunden vor Ort, brachen das Rennen ab und kümmerten uns um den Verunfallten», betont Pournaras.

Verarbeitung unter Betroffenen

Die Mitarbeiter des Race-Inn würden versuchen, «das tragische Ereignis zu bewältigen, indem wir viel miteinander reden, jeden Abend zusammen an einen Tisch sitzen und uns umeinander kümmern», so Pournaras. Auch mit der Familie des verstorbenen Mannes wolle man Kontakt aufnehmen. Details zum genauen Unfallhergang nennt die Geschäftsleitung des Race-Inn aus Rücksicht auf die Familie und wegen der laufenden Ermittlung jedoch nicht.

Über Regeln und Sicherheitsvorschriften werde jeder Kunde bereits am Anfang genaustens informiert. Ausserdem erhalten alle Gruppen vor dem Rennen eine Instruktion von zuständigen Mitarbeitern. «Unser grösstes Anliegen ist, dass der Kunde gesund nach Hause geht», sagt Pournaras. Das habe für die Race-Inn Crew oberste Priorität. «Erst danach kommt der Spass.»

Gewöhnlicher Betrieb am Folgetag

Die Gokart-Bahn wurde laut Geschäftsleitung in der Nacht von Freitag auf Samstag von der Staatsanwaltschaft freigegeben, nachdem alle Spuren und Beweise gesichert waren und die Sicherheit der Piste gewährleistet war. Der Betrieb wurde am Samstag gewöhnlich weitergeführt und die Anlage war bereits wieder gut besucht.

«Es war ein Kampfgeist zu spüren»

Nach dem Unfall sagte einer der Teilnehmer zu «Blick.ch»: «Bereits bei der Einwärmrunde war ein Kampfgeist zu spüren und es wurde sehr aggressiv gefahren.» Mitarbeiter des Race-Inns habe die Fahrer deshalb verwarnt, wonach gemässigter gefahren worden sei. Im Finale soll der Fahrstil wieder aggressiver gewesen sein. «Bereits in der ersten Runde wurde gerammt», so der Teilnehmer. Der Verunfallte habe die Pole-Position übernommen. «Nach einigen Runden bemerkten wir nur noch, dass ein Kart unter die Bande geraten war.»