Posse in Fehren SO

14. November 2017 11:51; Akt: 14.11.2017 11:51 Print

Wirbel um Fahnenmast eines Nationalrats

Nach seiner Hauseinweihung setzt Christian Imark voller Freude einen Fahnenmast in seinen Garten. Doch die Baukommission hat da noch ein Wörtchen mitzureden.

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Kürzlich feierte SVP-Nationalrat Christian Imark im solothurnischen Fehren Hauseinweihung. Von einem Verwandten habe er zur Feier des Tages einen Fahnenmast geschenkt bekommen, berichtet die «Basler Zeitung». «Meine Freude war so gross, dass ich die Hülse direkt einbetoniert habe und den Mast aufstellte», sagt Imark zu 20 Minuten.

Was Imark zu diesem Zeitpunkt nicht wusste: Ein Fahnenmast braucht eine Baubewilligung, die der 35-Jährige im vornhinein nicht eingeholt hatte. Zufälligerweise ist der Präsident der örtlichen Baukommission Imarks Nachbar. Dieser war bei der Hauseinweihung mit dabei. Einwände wurden keine laut. «Er hat mich einfach darum gebeten, nächste Woche doch bei ihm in die Sprechstunde zu kommen.»

Auch für ein Holzgestell fehlt die Bewilligung

Dort wurde dann klar: Der Nationalrat musste im Nachhinein ein Baugesuch einreichen. Dies nicht nur für den Fahnenmast, sondern auch für ein Holzgestell, dass Imark in seinem Garten stehen hat. «Das dieses ebenfalls eine Bewilligung braucht, war mir nun wirklich nicht bewusst gewesen.» Würde das Regal auf Rädern stehen, bräuchte Imark keine Bewilligung. «Ich habe mir kurz überlegt, diese einfach ranzumontieren», scherzt er.

Imark hat sich jedoch nachträglich an die behördlichen Vorgaben gehalten und ein Gesuch eingereicht. «Gesetz ist Gesetz», sagt er gegenüber der «Basler Zeitung». Im schlimmsten Fall muss er mit einer Busse rechnen und muss, falls das Gesuch nicht bewilligt wird, die Bauten wieder beseitigen. Damit rechnet er jedoch nicht. «Der Mast steht immer noch und die Fahne bleibt gehisst», schliesst der Nationalrat.

(rob)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gourmet am 14.11.2017 12:01 Report Diesen Beitrag melden

    Und jetzt??

    Wieso wird dieser Sachverhalt als Posse dargestellt? Der NR ist sich seines Fehlverhaltens bewusst und gibt nachträglich ein Baugesuch ein, der Bauverwalter hat vor dem NR nicht gekuscht... Man kann auch Skandale und Skandälchen heranreden, wenn man will... Nach meinem Verständnis haben beide so gehandelt, wie es für Amtsträger zu erwarten ist.

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  • c.x. am 14.11.2017 12:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kleinkariert

    Verstehe den Wind um einen Fahnenmast nicht! Im Kochareal Zürich wird einfach gebaut ohne die nötigen Sicherheitsbestimmugen weder einer Baugenehmigungen. Warte auf den Tag, bis was passiert... Und dann... Arme Baubehörde...

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  • Alfred am 14.11.2017 11:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Posse?

    Mit einer Posse hat das wenig zu tun. Er hat die Baugesuche nachgereicht. Was entschieden wird, zeigt sich dann. Aber soweit alles ok. Und zu einer möglichen Busse: Unwissenheit schützt vor Stafe nicht

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Martin L. am 20.11.2017 13:11 Report Diesen Beitrag melden

    Das hat seine Richtigkeit....

    ob ich wohl für meine Tibetischen Gebetsflaggen die bei mir auf dem Balkon gespannt sind auch eine Baubewilligung bräuchte ? Soll ich vorsorglich eine Baueingabe machen ?

  • ich weiss es am 16.11.2017 10:59 Report Diesen Beitrag melden

    Baukommission

    Dass aber das Haus des Nachbarn 1m zu hoch geraten ist, scheint niemanden zu stören....

  • Ill Graben am 16.11.2017 07:44 Report Diesen Beitrag melden

    Wiederholungstäter

    Gestern ging ich mit einer "Fahne" nach Hause , ich hatte mich nicht bei der Baukommission angemeldet. Kann ich das am Wochenende noch nachholen, es war übrigens ein sehr schöner Abend. Wir hatten es gut.

  • Eduard J. Belser am 16.11.2017 07:25 Report Diesen Beitrag melden

    Fahnenmast ist noch das schönste

    Der Fahnenmast ist noch das schönste an dem architektonischen, bunkerähnlichen Desaster mit der hässlichen Panzersperre aus Beton vor dem Garten. Das es für den Fahnenmast eine Baubewilligung braucht hätte ich auch nicht gewusst, aber das Gartengerätehäuchen aus Holz kein Gestell braucht eine Baubewilligung als sogenannte Fahrnisbaute. Als auch nach Fukushima immer noch strenger gläubiger AKW-Fan hat Herr Imark selbstverständlich auch keine Fotovoltaikanlage auf dem Dach, obwohl diese bei einem Neubau kaum mehr kostet als ein konventionelles Dach.

  • Pfeifenraucher am 16.11.2017 01:23 Report Diesen Beitrag melden

    Braucht es da auch eine?

    Ich stelle morgen einen Gartenzwerg raus. Ist das überhaupt erlaubt bei dieser Temperatur?

    • Ill Graben am 16.11.2017 07:53 Report Diesen Beitrag melden

      Strafgesetzbuch Art. Sowieso

      Pfeiffenraucher lache nicht es kann sein das schon morgen die Behörde vor dem Haus steht mit der Begründung: Gewalt an Gartenzwergen aus Ton ist in der Schweiz strafbar.

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