Lehrling des Jahres

01. November 2017 18:02; Akt: 01.11.2017 18:02 Print

«Ich wollte mal schauen, wie weit ich komme»

von David Frische - Velomechaniker gegen Kauffrau und Polydesignerin gegen Metallbauer: Zehn ausgewählte Basler Lernende kämpfen um den Titel «Lehrling des Jahres».

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Die Arbeit macht mir richtig Spass», sagt Nadine Stäuble (20). Die lernende Polydesignerin 3-D steht vor einer Jury und stellt dieser ihren Beruf vor. Zu Nadines Arbeit gehört das Gestalten und Dekorieren von Räumen. «Es gibt in unserem Warenhaus ein eigenes Schaufenster für Lehrlinge, das wir gestalten können», erzählt sie.

Eine mehrköpfige Jury suchte am Mittwoch im Rahmen des Contests Basels «Lehrling des Jahres». Die Auszeichnung machen zehn Lernende unter sich aus, die es an den Wettbewerb auf dem Basler Dreispitz-Areal geschafft haben. Beworben hatten sich insgesamt 55 Lernende.

Die Lernende hat ausserdem die Aufgabe, innert 20 Minuten eine Einkaufstasche für die Migros zu entwerfen. Damit sollen die Lernenden der Jury zeigen, wie kreativ sie sind. Der Polydesignerin dürfte diese Aufgabe leichter fallen als Lernenden aus anderen Berufen.

Über 4000 neue Lernende

Zehn Posten warteten auf die jungen Berufstalente. Nebst der Präsentation des eigenen Lehrberufs mussten sie sich unter anderem auch in Kreativität, Bildung und Wissen, Geschicklichkeit sowie in Stresssituationen beweisen.

Seit diesem Sommer arbeiten 4035 neue Lehrlinge in allen möglichen Betrieben in den beiden Basel. Die Anzahl neuer Lernender bewegt sich damit auf dem Niveau der vergangenen Jahre. Besonders beliebt bei Lernenden sind laut dem Basler Amt für Mittelschulen und Berufsbildung die Berufe im Gesundheitswesen sowie die mechanischen und technischen Berufe, also etwa Polymechaniker.

Auch ein Mechaniker, allerdings einer für Velos, ist Sten Jeppesen. Der 18-Jährige ist im dritten Lehrjahr und hat sich aus Spass für den Contest angemeldet: «Ich wollte einfach mal schauen, wie weit ich komme», sagt Sten grinsend. Als Velomechaniker könne er seinen Traumberuf ausüben. Er wolle später auch mal seine eigene Velowerkstatt eröffnen.

Auszeichnung am 5. Dezember

Nach dem eintägigen Contest kann die Öffentlichkeit auf lehrlingdesjahres.ch für ihren Lieblings-Lehrling stimmen. Das Voting, in dem die Bewerber ihre Skills präsentieren, dauert vom 6. bis 13. November. Dann werden sich die Kandidatinnen und Kandidaten am 5. Dezember nochmals einer Herausforderung stellen. Gleichentags wird dann die Auszeichnung für Basels «Lehrling des Jahres» vergeben.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lehrmeister am 01.11.2017 22:49 Report Diesen Beitrag melden

    Fragwürdiger Wettbewerb

    Sorry aber so ein Wettbewerb hat überhaupt nichts mit der Realität zu tun! Wenn, dann hätte jeder dieser Lernenden sich auf seinem jeweiligen Berufsfeld beweisen müssen und die Jury müsste dann aussuchen welcher Lernender es am besten gemacht hat.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Lehrmeister am 01.11.2017 22:49 Report Diesen Beitrag melden

    Fragwürdiger Wettbewerb

    Sorry aber so ein Wettbewerb hat überhaupt nichts mit der Realität zu tun! Wenn, dann hätte jeder dieser Lernenden sich auf seinem jeweiligen Berufsfeld beweisen müssen und die Jury müsste dann aussuchen welcher Lernender es am besten gemacht hat.

    • klaus am 02.11.2017 00:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Lehrmeister

      ausserdem gewinnen oft berufe die neu sind oder lernende, die einen beruf ausüben welche klassischerweise vom gegenteiligem geschlecht ausgeführt werden. bspw. systemgastonomin, fachmann betreuung, forsterin schauen sie doch mal die gewinner der letzten jahre!

    • Franz am 02.11.2017 07:48 Report Diesen Beitrag melden

      Ehrgeiz kann befreien!

      Solche Wettbewerbe fördern auch den Leistungswillen und erhöhen das Selbstvertrauen. Zudem motivieren sie junge Leute, jenen Beruf zu erlernen, welcher ihnen am meisten Spass macht, sei er noch so genderunüblich. Was Spass macht, tut man lieber und erfolgreicher.

    • Butch am 02.11.2017 20:56 Report Diesen Beitrag melden

      @Lehrmeister

      Basel halt... alles ein bisschen öko, ein bisschen feministisch, ein bisschen kindisch. Ist doch altbekannt.

    einklappen einklappen