Swiss Las Vegas Evolution

12. November 2017 15:16; Akt: 12.11.2017 15:16 Print

Basler Neonazi boxt an Kampfsport-Event

Ein bekennender Rechtsradikaler aus dem Umfeld der Muttenzerkurve steigt an der Swiss Las Vegas Evolution in den Ring. Für die Veranstalter kein Problem.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Sein Tattoo verriet den Basler Hooligan. Mitte Oktober nahm er am «Kampf der Nibelungen», einem einschlägigen Kampfsport-Event im deutschen Kirchundem teil. Vom Event kursierten in der Folge Fotos auf Facebook. Darauf zu sehen ist auch der Basler Hooligan während eines Kampfs. Gut sichtbar prangt auf seiner linken Brust das Emblem der Muttenzerkurve.

Der «SonntagsBlick» enttarnte den Neonazi-Boxer nun. Es handelt sich um den 27-jährigen Automobilfachmann R. P.* aus Basel. Dieser gehöre laut Insidern, mit denen die Zeitung Kontakt hatte, zur Ultra-Gruppierung 187, einem Zusammenschluss militanter Basler Fans. 187 ist der kalifornische Polizeicode für Mord. Auf Facebook macht P. keinen Hehl aus seiner Gesinnung. Ihm gefallen mehrere einschlägige Seiten, die das Dritte Reich verherrlichen.

Am 16. Dezember tritt der 27-Jährige an der Swiss Las Vegas Evolution in der WBC Hall in Reinach in den Ring. Profis aus der ganzen Welt kämpfen an der Veranstaltung, an der VIP-Plätze 200 Franken kosten. Die Veranstaltung wird vom Basler Thaiboxer Paulo Balicha mitorganisiert.

Balichas Connections zur Muttenzerkurve

P. und Balicha kennen sich möglicherweise. Der Basler Neonazi trainiert in der WBC Hall in Reinach, wo Balicha als Trainer amtet. Die Geschäftsführerin bestätigt gegenüber 20 Minuten, dass P. gelegentlich an einem Boxkurs teilnimmt. Unbekannt ist, ob die beiden sogar mehr verbindet. Balicha rekrutierte für seinen Überfall auf das Kampfsportcenter seines Rivalen Shemsi Beqiri im Februar 2014 auch Basler Hooligans für seinen Schlägertrupp.

In der Anklageschrift heisst es, Balicha habe diese direkt oder über Mittelsmänner angeheuert. P. war nicht Teil des Mobs, er ist nicht angeklagt. Klar ist jetzt aber: Balicha konnte in seinem Gym in direkten Kontakt zu FCB-Ultras treten.

«Teilnahme unproblematisch»

Hooligan P. wollte sich gegenüber dem «SonntagsBlick» nicht äussern. Die Organisatorin der Swiss Las Vegas Evolution betont gegenüber 20 Minuten, dass die Kampfsportszene sehr multikulturell sei. Die Teilnahme von P. am Event erachtet sie als unproblematisch. Aufgrund der Recherchen des «SonntagsBlicks» habe sie auch im Netz über ihn recherchiert. «Ich habe aber nichts gefunden, dass ihn in Verbindung mit der rechtsextremen Szene bringt.»

*Name der Redaktion bekannt

(lha)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marius am 12.11.2017 15:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na und

    Warum soll er keinen Sport ausüben können? Solange er sich nicht strafbar macht kann er doch tun und machen was er will

    einklappen einklappen
  • kampfsport am 12.11.2017 16:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ironie

    sag bloss, im kampfsport hats extremisten. nein, das ist fast nicht zu glauben. dachte immer das ist der sport der gehobenen kreise vor allem bei den hinterhofveranstaltungen...

  • P.Meier am 12.11.2017 16:10 Report Diesen Beitrag melden

    kein Gessinungsstrafrecht

    Das Kräftemessen beim Sport ist eine gute Sache. Ich sehe nicht, wo da das Problem sein soll oder dürfen etwa nur die Menschen mit der "richtigen politischen Einstellung" Sport machen? Es gibt in der Schweiz kein Gessinungsstrafrecht, das heisst, niemand wird auf Grund seiner Politischen Gesinnung verurteilt.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Klaus am 12.11.2017 20:11 Report Diesen Beitrag melden

    Gedankengut bereits strafbar

    Das Problem ist, dass diese Gesinnung bereits strafbar ist. Das haben hier einige vergessen. Anhand den Kommentaren könnte man entnehmen, dass die meisten mit diesem Gedankengut sympathisieren und daher kein Problem erkennen.

  • Robert Roger am 12.11.2017 19:34 Report Diesen Beitrag melden

    Wie hiess schon wieder..

    der Winterthurer der zum IS zog? Der andere, der in Volketswil einen auf dem Parkplatz umbrachte?? Was haben Nationalitäten, politische Einstellungen mit Kampfsport zu tun? NIX!!

  • Anny am 12.11.2017 19:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na und?

    Ist das verboten oder was ist jetzt hier das Problem?

    • Walti am 12.11.2017 20:00 Report Diesen Beitrag melden

      @ Anny

      Vielleicht sollten die Linksextremen auch besser Kampfsport betreiben als halbe Altstädte in Schutt und Asche zu legen.

    einklappen einklappen
  • Bob-Design am 12.11.2017 19:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was ist das Problem?

    Und jetzt? Ist ja ok. Soll man jetzt bei jedem Event die Leute nach ihrer Vergangenheit und deren Gesinnung durchleuchten? Man könnte überall jemand finden der nicht ins Schema passt oder was auch immer.

  • zeta am 12.11.2017 19:03 Report Diesen Beitrag melden

    Er macht Sport nichts anderes!

    und was ist jetzt das Problem? niemand soll anhand seiner Gesinnung diskriminiert werden!

    • Bud am 12.11.2017 19:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @zeta

      nazis schon .!!

    • Klaus am 12.11.2017 20:10 Report Diesen Beitrag melden

      Rassistisches Gedankengut strafbar

      Das Problem ist, dass diese Gesinnung bereits strafbar ist. Das haben hier einige vergessen.

    einklappen einklappen