Basel

03. Oktober 2017 19:00; Akt: 03.10.2017 19:00 Print

Boom – seit 20 Jahren geburtenstärkster Monat

Kindersegen für Mütter aus Basel-Stadt: Sie brachten im August so viele Babys zur Welt wie in keinem anderen Monat der letzten 20 Jahre.

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Grossereignisse, bei denen in der Statistik neun Monate später gerne mal der Baby-Barometer ausschlägt, gab es Ende 2016 in der Region keine. Ausser einem Stromausfall in einigen Gemeinden Mitte November, der wohl kaum der Grund für die betrachtliche Geburtenrate im August 2017 gewesen sein wird. 263 baselstädtischen Müttern gebaren in diesem Sommermonat. Laut dem Statistischen Amt Basel-Stadt ist das der geburtenstärkste Monat seit 20 Jahren.

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«Geburten-Rate kann sich noch ausgleichen»

Recherchen von 20 Minuten zufolge wurde manchen Frauen nach der Geburt im Universitätsspital Basel vom Personal wegen der vielen Anzahl Geburten sogar nahe gelegt, das Krankenhaus vor dem Ablauf der fünf von der Krankenkasse bezahlten Tage wieder zu verlassen. Dazu sagt Thomas Pfluger, Sprecher des Universitätsspitals Basel: «Auf unserer Geburtsabteilung wird niemand dazu gezwungen, das Spital vorzeitig zu verlassen. Es findet immer ein Gespräch statt.»

Allein im Unispital wurden 232 Geburten verzeichnet, allerdings gebären dort auch Mütter aus anderen Kantonen. Auch im Unispital betrachtet handle es sich um einen überdurchschnittlichen Monat, was die Anzahl Geburten betrifft, bestätigt Pfluger. Im Juli und September haben sogar jeweils elf Frauen mehr in der Frauenklinik des Uni-Spitals geboren als im August. Obs auch ein Rekordjahr wird, sei allerdings trotz dieser geburtenreichen Monate noch völlig offen: Die Geburten-Rate könne sich bis Ende 2017 noch ausgleichen.

Baselbieterinnen gebären in der Stadt

155 Geburten gab es im August im Bethesda Spital – ein «durchschnittlicher Monat», so Sprecherin Mirja Huber. Mai bis September seien in der Regel auf ein Jahr betrachtet die geburtenstärksten Monate.

Addiert man die August-Geburten der beiden Spitäler, ergibt das 387. Hinzu kommen Kinder, die in Geburthäusern oder Zuhause auf die Welt gebracht wurden. Ein Grund für die vielen Geburten in Basel-Stadt ist die Tatsache, dass es im Bruderholz Spital Baselland seit eineinhalb Jahren keine Geburten mehr gibt. Frauen aus dem Kanton Basel-Landschaft gebären also mehrheitlich in der Stadt. Dies bestätigt auch Sprecherin Huber: «Unsere Gebärenden kommen mehrheitlich aus dem Baselbiet. Dieser Anteil ist fast doppelt so hoch wie im Kanton Basel-Stadt», sagt sie.

(jd)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Doris Klingelweich am 03.10.2017 19:16 Report Diesen Beitrag melden

    Juhu Bravo

    Mich würde noch interessieren wie viele dieser Geburten von Herr und Frau Schweizer sind?

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  • NurMalGefragt am 03.10.2017 19:16 Report Diesen Beitrag melden

    Kindersegen - Kinderwunsch

    Liegt es daran das es mehr Gebärfreudige Frauen aus anderen Länder gibt?

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  • Georgios am 03.10.2017 19:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zuwanderung

    Das kann doch nicht sein das es Eidgenossen sind,es sind doch die Mehrheit die zugewanderten,je mehr Kinder desto mehr Geld,so läuft doch das Geschäft,der Schweizer kann sich kaum noch Kinder leisten,

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Marcelle am 07.10.2017 08:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stromunterbruch

    Wahrscheinlich war vor 9 Monaten ein längerer Stromunterbruch in der Gegend am Abend, ist vor zig Jahren in Basel auch schon mal vorgekommen.

  • maria am 06.10.2017 13:26 Report Diesen Beitrag melden

    Basel

    ach daher explodieren unsere KK Prämien in Basel! Wir Basler dürfen halt auch für alle andere Kantone zahlen die unsere Spitäler mitbenutzen!

  • Volksverdummung am 04.10.2017 14:52 Report Diesen Beitrag melden

    Muselmania Unsinn

    Deutschland hat aktuell ebenfalls einen Kinderboom. Woran liegts? Familien erhalten mehr Kindergeld. Arbeitet der Vater oder die Mutter, sind alle Kinder automatisch mitversichert. Bei uns zahlt der Banker die gleichen Versicherungsprämien wie der Büzer. Der Arbeitgeber bezahlt nichts. Auch das kann Deutschland besser. Wer mehr Volchskinder haben will, sollte sehen, dass dem Volch kostenfreie Kindertagesplätze zur Verfügung gestellt werden (wie in D). Wer ist gegen alle diese familienfreundlichen Gesetze? Richtig, die Schweizer Volchs Partei. Wer aber zeigt mit dem Finger auf Ausländer?

    • Und ? am 05.10.2017 17:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Volksverdummung

      Es sind ja nicht die Büezer-Familien, welche die Kinder erhalten, sonder unsere Gäste. Diese heissen Ankerkinder und verhindern eine Ausweisung einer Familie!

    • Margrit am 07.10.2017 17:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Volksverdummung

      Leider werde ich nicht Grosmutter, da meine beiden Töchter kein so grosses Einkommen haben für eine Privatschule . Weil die meisten Kinder zuerst unsere Landessprache lernen und für die dies schon können, langweilig ist und ihnen die Schulfreude vergeht.

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  • mutter am 04.10.2017 10:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    man kann es nicht recht machen...

    unterhaltsam die kommentare.. hat man als schweizerin kein kind, ist man karrieregeil. hat man eins, züchtet man egos ran. hat man 3, vö... man die ganze nacht gemäss einigen kommentaren. hat man 2, hat man seine pflicht als schweizer frau getan, aber wehe man geht arbeiten, dann schiebt man die kinder ab und noch schlimmer wenn man zu Hause bleibt... dann liegt die böse frau dem mann auf der tasche. und das alter darf man natürlich auch nicht vergessen werden, mit 20 ist man noch zu jung, mit 30 wollte man zu erst karriere machen und und und...

    • Mina am 07.10.2017 09:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @mutter

      Danke. Alles auf den Punkt gebracht!

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  • Helvetic am 04.10.2017 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    Muselmania

    dann wird ja Basel noch bunter :)