«Du warst eine emotionale Jungfrau»

29. Dezember 2017 19:04; Akt: 29.12.2017 20:14 Print

Warum sich Eli und Anthony wirklich trennten

In der SRF-Serie «How I left my Schätzli» rollen Ex-Bachelorette Eli und Staffelsieger Anthony ihr Liebes-Aus noch einmal auf. Wir untersuchen die Aussprache, die eigentlich keine war.

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Willkommen zum Drama «How I left my Schätzli» mit Eli Simic und Anthony Briscoe in den Hauptrollen. Die beiden waren mal ein Liebespaar. Im Sommer 2017 hatte sie ihn als Bachelorette zu ihrem Auserwählten gemacht, wenige Wochen nach dem Staffelfinale war schon wieder Schluss. Heute gehen sie ihrer Trennung gemeinsam auf den Grund. «Weisst du eigentlich, ab wann ich angefangen habe, den Anschiss zu haben?» «Nein.» «Als ich nach zweieinhalb Stunden mit dir im Auto immer noch kein Wort gesprochen habe. Ich so: Ueli, redest du heute noch mit mir? Hast du mir nichts zu sagen?» : «Da dachte ich mir: Wow, vier Stunden mit einem Menschen in einem Auto und kein Wort geredet. Okay. Happy Holidays.» «Hoi Eli.» «Hoi.» «Wie gehts?» «Gut. Du?» «Was hat dich verletzt und trägst du immer noch mit dir rum?» «Ganz ehrlich, eigentlich nichts.» «Das heisst, ich habe keinen Schaden hinterlassen.» «Nein, wirklich. Denn du hast mir nichts ... ... Böses angetan. Ich hätte mir vielleicht gewünscht, dass du mir irgendetwas gesagt hättest. Dass ich einen Grund gehabt hätte, um zu sagen: ‹Du huere Tubel!›.» «Aber das hast du ja nicht. Das war irgendwie noch schwieriger. Zu merken, dass man, nur weil man zwei Ansichten vom Leben hat, nicht füreinander bestimmt ist.» «Mhm.» «Gibt es etwas, das du an der Beziehung bereust?» «Eigentlich nicht. Ich habe ... ... gute Erfahrungen gesammelt. Du bist eine direkte Person und hast mir immer deine Meinung gesagt. Wie ich so bin in einer Beziehung. Die Frauen in meinen vorigen Beziehungen trauten sich das nie.» Ich habe auch gesagt, dass ich eigentlich gar nichts bereue. Ich konnte eine Erfahrung mit jemandem teilen, die ich sonst mit keinem anderen teilen kann. Ich erlebe ja kein zweites Mal ‹Bachelorette›.» «Ist so.» «Nicht?» «Ja.» «Was ist deiner Meinung nach der Grund für die Trennung?» «Ich glaube, dass wir einfach zu verschieden sind. Ich bin halt schon eher in der Familienplanung. Allein, weil es mein Körper nicht zulässt, dass ich mit 90 Mutter werde. Meiner Meinung nach bist du noch nicht so weit.» «Voll.» «Mein Weg ist noch ein bisschen länger.» «Was, denkst du, war meine grosse Schwäche in der Beziehung?» « ... dass du eine emotionale Jungfrau warst.» «In welchem Sinn?» «Ich glaube, dass du Angst hattest, dich gefühlsmässig auf etwas einzulassen. Einerseits, weil du vielleicht etwas überrumpelt warst. Andererseits, weil du vielleicht nie jemanden kennen gelernt hast, der dich ernst nimmt. Ich glaube, dadurch ... ... hattest du Angst, weil du gemerkt hast: Oh-oh, da ist jetzt jemand, der auch mal hinter meine Fassade sieht.» «Mhm.» «Ich glaube, dass du deshalb eine Mauer um dich herum aufgebaut hast. Eine Fassade, die eh schon am Bröckeln war, weil ich dich durchschaut habe, ohne dich lange zu kennen, sodass du wie einen Schutz für dich selber aufgebaut hast.» «Für mich war normal, dass man Hand in Hand herumläuft.» «Mhm.» «Für dich war das wie ein weiterer Schritt.» «Aber ich verstehe das, dass man einen Schutz um sich umbaut.» «Mhm.» «Ich glaube nicht, dass du jemals wirklich, wirklich, wirklich jemanden von Herzen geliebt hast. Weil du es wahrscheinlich nie zugelassen hast.» «Um ehrlich zu sein, ich weiss es selber nicht. Ich meine, ich hatte schon zwei Freundinnen. Aber habe ich die geliebt oder nicht? Heutzutage überlege ich viel tiefer. Ich meine, hätte ich wirklich geliebt, müsste ich mich diese Frage gar nicht fragen.» «Wann wusstest du, dass es auseinandergehen wird?» «In Kitzbühel, weisst du, da in Österreich. Wir gingen in ein Resort.» «Ins Wellness-Wochenende.» «Wellness-Weekend. Um ein bisschen mehr Zeit und Privatsphäre zu haben.» «Boah. Läk.» «Hättest du die Chance gehabt, etwas an mir zu ändern, was wäre das?» «Nichts.» «Gar nichts.» «Gar nichts.» «Ein bisschen mehr reden.» «Ja. Nein. Das bist einfach du.» «Mhm.» «Also wenn ich dich umändern müsste, damit du quasi der richtige Partner für mich werden würdest, müsste ich ... ... einen anderen Anthony hinstellen.» «Das, was du zu wenig geredet hast, hab ich zu viel geredet.» «Nein, ich glaube, ich würde nichts an dir ändern.» « Nice».

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Die Zuschauer waren verblüfft, als Bachelorette Eli (29) im Sommer ihre letzte Rose ausgerechnet Anthony (26) überreichte. Sie war auf der ernsthaften Suche nach dem Vater ihrer zukünftigen Kinder, er hatte sich als zappeliger Kindskopf mit Macker-Sprüchen bis ins Finale geboxt. Dass die Beziehung nur wenige Wochen hielt, war deshalb keine Überraschung. Für das Paar selbst offenbar schon.

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In «How I left my Schätzli» gehen die beiden ihrer Trennung gemeinsam auf den Grund. So sieht es zumindest das Konzept der SRF-Webserie vor: Ein Ex-Paar spricht offen über die Ursachen für das Liebesaus und den damit verbundenen Schmerz. Eine Auseinandersetzung, die die ehemaligen Liebenden mitunter ganz schön an ihre Grenzen bringt.

Eli und Anthony nicht. Sie sitzen sich gegenüber, sie redet, er nickt. Und der Grund, warum sich die beiden getrennt haben, liegt einmal mehr auf der Hand. Das Drama ohne Drama in neun Akten zeigen wir in der Bildstrecke oben.

(kfi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • SRF, bitte Bildungsfernsehen am 29.12.2017 19:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oh Nein...

    Nein SRF tut sowas nicht! Das gibt den Befürwortern von No-Billag nur Aufwind.

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  • Mike am 29.12.2017 19:16 Report Diesen Beitrag melden

    Diese Serie

    sagt mehr über den Sender als über die Protagonisten, die sicher dankbar sind für eine Auffrischung in den Medien. #nobillag

  • Gelangweiltes Pack am 29.12.2017 19:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na endlich

    Darauf hat die Welt schon lange gewartet, danke für diesen interessanten Jahresabschluss. Ich denke das verdient einen Platz im best of 2018, direkt neben Trump, Putin und Co...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Philipp H. am 30.12.2017 14:47 Report Diesen Beitrag melden

    Ja zu Eli und ja zu No Billag

    Eli ist sympathisch. Und das SF/DRS gehört abgeschafft.

  • Heinrich am 30.12.2017 14:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kindergartenromantik

    Witzig, solche Diskussionen hab ich ca. bis Ende Kindergarten geführt. Danach wollten wir möglichst schnell erwachsen sein. Bin 75.

  • Si He am 30.12.2017 14:01 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte schaut das Video bevor ihr urteilt

    Ich glaube, die Leute, die sich hier aufregen, haben diese Folge (und alle anderen Folgen) von "How I left my Schätzli" nicht geschaut. Was ich in dieser Serie nämlich sehe sind unglaublich berührende und ehrliche Gespräche zwischen Menschen. Bei Eli und Anthony finde ich es sehr spannend einen Eindruck zu bekommen, was denn menschlich zwischen den beiden lief, neben der fürs (Privat!)-Fernsehen künstlich herbeigeführten Fernsehbeziehung (nämlich sehr wenig). Ich finds ne geniale Sendung.

    • @Sarah am 30.12.2017 19:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Si He

      das will doch "fast" kein Mensch sehen! Schrot pur!

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  • Unbekannt am 30.12.2017 13:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr interessant

    warum haben Sie sich getrennt? Wegen Bitcoin????

  • Anabelle N am 30.12.2017 12:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Youtube

    Um kosten zu sparen, könntet ihr die "Serie" auch auf Youtube stellen. Gibt auch viele andere ähnliche Show wie das. Als Beispiel: "the scene"