Taylor Swift

11. August 2017 05:05; Akt: 11.08.2017 09:47 Print

«Er hat unter dem Rock meinen Arsch gepackt»

US-Popstar Taylor Swift hat vor Gericht gegen einen Radiomoderator ausgesagt. Dieser soll sie sexuell belästigt haben.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

US-Popstar Taylor Swift hat vor Gericht ihren Vorwurf bekräftigt, wonach ein Radiomoderator sie sexuell belästigt habe. «Er hat unter dem Rock meinen Arsch gepackt», sagte Swift am Donnerstag bei dem Prozess in Denver. «Es war definitiv ein Hinfassen. Ein sehr langes Hinfassen.»

In dem Prozess, der am Montag begann, geht es um ein Treffen zwischen Swift und ihren Fans vor einem Konzert in Denver im Jahr 2013. Zu diesem Meet & Greet kam auch der Radiomoderator David Mueller mit seiner Freundin. Als die drei für ein Foto posierten, fasste er Swift nach deren Darstellung an den Po.

Mueller wies die Vorwürfe zurück und forderte von Swift per Klage bis zu drei Millionen Dollar an Schadenersatz, weil der Skandal ihn den Job gekostet hatte. Swift reagierte mit einer eigenen Klage wegen sexueller Belästigung und verlangte ihrerseits symbolisch einen Dollar Schadenersatz.

Mutter sofort davon erzählt

Vor Gericht sagte Swift nun aus, dass sie nach dem Zwischenfall so perplex gewesen sei, dass sie gar nichts zu Mueller gesagt habe. Ausserdem habe sie nicht ihre vielen anderen wartenden Fans enttäuschen wollen, indem sie das Meet & Greet abbrach. So habe sie Mueller und seiner Freundin einfach nur mit monotoner Stimme gesagt: «Danke, dass ihr hier wart» und weitergemacht. Die Mutter der Sängerin, Andrea Swift, sagte aus, ihre Tochter habe ihr danach aber sofort davon erzählt.

Swift erklärte, ihr Leibwächter habe beobachtet, dass Mueller ihren Rock angehoben habe, aber für ihn und jeden anderen sei es unmöglich gewesen, zu sehen, dass er ihr darunter gefasst habe, weil sie beide mit dem Rücken zur Wand standen. «Er ist an meiner blanken Arschbacke hängen geblieben, während ich von ihm weggerückt bin», sagte Swift.

Die Sängerin verwendete das Wort «Arsch» Dutzende Male während ihrer Aussage, und machte zum Teil sarkastische Kommentare, mit denen sie Gekicher im Publikum und sogar in den Reihen der Geschworenen erntete.

«Peinliches Versehen»

Auf die Frage, wie sie die Entlassung Muellers nach dem Vorfall finde, sagte sie: «Ich werde für die unglücklichen Ereignisse in seinem Leben verantwortlich gemacht, die die Auswirkung seiner Entscheidungen sind, nicht meiner.» Sie kenne Mueller nicht und fühle ihm gegenüber nichts, so Swift. Sie denke aber, was er getan habe, sei verabscheuungswürdig und schockierend.

Während Swifts Aussage blickte Mueller auf den Tisch. Bereits am Mittwoch hatte dieser ausgesagt, das Ganze sei nur ein peinliches Versehen gewesen. Sein Arm und der von Swift hätten sich gekreuzt, als sie für das Foto posieren wollten. «Meine Hand war auf Höhe der Rippen und rutschte offenbar nach unten.»

(chk/dapd)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Meno am 11.08.2017 06:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viel glück

    Egal wer im Recht ist. Swifts Elite-Anwälte werden Mueller auseinandernehmen.

  • De Fries am 11.08.2017 07:14 Report Diesen Beitrag melden

    Heulsuse

    Ich will das Verhalten des Radiomachers überhaupt nicht schönreden, gewisse Dinge gehen zu weit und die Privatsphäre ist ein hohes Gut. Aber ich staune, wie empfindlich gewisse Frauen geworden sind. Es ist richtig sich zu wehren, aber warum erst im Nachhinein und nicht gleich? Ausserdem war Swift immer genug positiv drauf, um sarkastische Sprüche klopfen zu können. Mir scheint es, als wollte die Frau mehr Aufmerksamkeit als Gerechtigkeit (ist das der Promo-Anfang für eine neue Single?). Sorry ab der Verdächtigung, aber ich arbeite selbst in der Medienbranche und kenne die Marketingtricks.

    einklappen einklappen
  • Kim am 11.08.2017 07:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    katy perry

    Warum geht sie jetzt vor Gericht? Weil Katy Perry im Moment so erfolgreich ist und niemand mehr ihre Musik hören will.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Suche Nach am 11.08.2017 13:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufmerksamkeit

    So hübsch sie auch sein mag, ihr Geträllere hat die Toleranzfrist überschritten.

  • Sabrina W. am 11.08.2017 13:26 Report Diesen Beitrag melden

    DANKE, Taylor Swift

    Swift hat es nicht nötig, sich mit sowas wichtig zu machen. Das verleiht dem Ganzen sehr viel Glaubwürdigkeit. Und als Frau weiss man sowieso, dass es zu viele Männer gibt, die sich so benehmen. Daher erhält sie von mir ein grosses fettes DANKE! / Und für die Kommentatoren, die sich fragen, warum Frau sich nicht immer sofort wehrt, hier ein paar Stichworte: Überraschung, Schreck, Schock, Angst, Scham, mangelnde Kenntnis möglicher Handlungsoptionen, etc. / Mir scheint in den Kommentaren hier dominieren auch zu viele Ahnungslose. Lebt mal ein paar Wochen als Frau und ihr werdet euch wundern!

  • NewRomantics am 11.08.2017 11:29 Report Diesen Beitrag melden

    Zu wenig Gerichtshöfe

    Schön, dass Tay sich für die Frauen der Welt einsetzen will, aber würde jede die Mal an den Po gefasst wird klagen, hätte die Schweiz jedes Wochenende ca. 50'000 neue Gerichtsfälle. Kommen noch die Typen dazu, die von Frauen ohne Erlaubnis berührt werden, sind wir bei ca 100'000. So könnten wir immerhin alle Jus-Studenten unterbringen :P

  • eine Frau am 11.08.2017 11:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unglaublich

    Für mich absolut nicht nachvollziehbar,das es Leute gibt,die sowas verharmlosen. Hierbei geht es um sexuelle Belästigung...und das sollte sich keine/r gefallen lassen,ob Star hin oder her!

  • Maslik am 11.08.2017 10:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlagzeilen

    Wichtig ist es für Stars, immer in den Schlagzeilen zu sein. Nur so generieren sie weiter ihre Einnahmen.