Pink an den VMAs

28. August 2017 19:28; Akt: 28.08.2017 19:28 Print

«Darf ich eine 6-Jährige in den Hintern treten?»

Sängerin Pink bewegte mit ihrer Rede die Zuschauer der diesjährigen VMAs. Sie ist nicht die Einzige, die der Show Gänsehautmomente verlieh.

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Mit den emotionalen Reden von und einigen anderen Künstlern wurde die Musik fast schon zur Nebensache. Berührende Botschaften haben sie in ihren Reden bei den MTV Video Music Awards 2017 den vielen Zuschauern mit auf den Weg gegeben. Pinks Tochter Willow sagte kürzlich zu ihrer Mutter, sie sei das hässlichste Mädchen, das sie kenne. Die Musikerin habe zuerst nicht gewusst, wie sie darauf reagieren sollte – und dann entschieden, eine Power-Point-Präsentation zu starten. Die Botschaft: «Wir ändern uns nicht. Wir helfen den Menschen, dass sie sich verändern, sodass sie mehr verschiedene Arten von Schönheit erkennen können», so Pink. Die Zuschauer im Saal waren sichtlich gerührt. «Die Wahrheit ist: Niemand von uns ist allein», sagt Sängerin , die unter grosser medialer Beachtung einen Rechtsstreit gegen ihren ehemaligen Produzenten austrug und ihm unter anderem sexuelle Belästigung vorwarf. Es brauche Mut, sich verletzlich zu zeigen: «Und alle Menschen tragen diese Seite in sich. Was auch immer du durchmachst, ganz egal, wie dunkel es scheint – du bist nicht allein.» ... ... Wir alle hätten mit Problem zu kämpfen, führ die 30-Jährige weiter. «Aber solange man nicht aufgibt, wird das Licht die Dunkelheit immer wieder durchbrechen.» Anschliessend machte die Sängerin auf eine Suizidprävention-Hotline aufmerksam, wo sich Betroffene oder Angehörige melden können. Die Sängerin hatte selbst schon mit psychischen Problem zu kämpfen. Zu Ehren von Chester Bennington (41) hielt sein Musikerkollege und Freund (45) eine berührende Rede. «Chester war immer am Lächeln. Er trug sein Herz auf der Zunge und hat mich, meinen Bruder, unsere Band, seine Frau und seine sechs unglaublichen Kinder immer so freundlich behandelt. Ich denke an sie alle, an seine Familie, an seine Band und ich denke an seine Stimme.» ... ... Ebendiese werde für immer weiterleben, sagte Leto. «Wer auch immer gerade zuschaut und keine Hoffnung mehr empfindet – ich sage dir: Du bist nicht allein.» Doch in all der Trauer forderte der Sänger und Schauspieler auch zum Feiern auf – zu Ehren von Bennington. Es folgte eine Aufzeichnung eines Auftritts von dessen Band Linkin Park aus dem Jahr 2010. , die Tochter von Michael Jackson, machte bei der ersten Award-Übergabe des Abends auf die Rassismus-Problematik aufmerksam. «Verlasst die Veranstaltung heute in Gedanken daran, dass wir diesen rechtsextremen Nazi-Idioten in Charlottesville und im ganzen Land zeigen müssen, dass wir null Toleranz für ihre Gewalt, ihren Hass und ihre Diskriminierungen haben. Wir müssen Widerstand leisten.» ... ... Die 19-Jährige erntete für ihre Aussage tosenden Beifall. Ebenfalls auf der Bühne: , deren Tochter Heather Heyer (32) beim Anschlag in Charlottesville getötet worden war – auch sie schloss sich Jacksons Aussagen an und sprach sich gegen Gewalt und Hass aus. «Das hätte meine Tochter gewollt», so Bro. Die wohl leiseste Botschaft des Abends. (42) hat ein Kleid mit der Aufschrift «Ich werde niemals dir gehören» zum Event getragen. Das lässt ihre Fans auf Social Media munkeln, es handle sich um ein Statement an ihren Noch-Ehemann Stephen Belafonte (42). Schliesslich stecken die beiden gerade in einem wüsten Scheidungskrieg. Dazu geäussert hat sich das ehemalige Spice-Girls-Mitglied bis dato aber nicht.

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«Mama, ich bin das hässlichste Mädchen, das ich kenne», sagte die sechsjährige Tochter von Pink zu ihrer berühmten Mama kürzlich im Auto. Sie sehe aus wie ein Bub mit langen Haaren. Die Sängerin sei irritiert gewesen: «Ich dachte: hä? Wo kommt das denn her? Kann ich eine Sechsjährige in den Hintern treten?»

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Diese Geschichte erzählte Pink gestern Abend einem Millionenpublikum bei den MTV Video Music Awards. Zuvor war sie mit dem goldenen Michael Jackson Vanguard Award, dem Ehrenpreis der Veranstaltung, ausgezeichnet. Klein Willows Aussage habe die Sängerin veranlasst, eine Power-Point-Präsentation zu gestalten – um ihrer Tochter zu zeigen, dass sie sich für niemanden zu verändern hat.

Berühmte Vorbilder

«Wir ändern uns nicht. Wir helfen den Menschen, dass sie sich verändern, sodass sie mehr verschiedene Arten von Schönheit erkennen können», habe sie zu Willow erklärt. Dazu zeigte sie ihr Bilder von exzentrischen Berühmtheiten wie Michael Jackson, Freddie Mercury und Prince.

Die Prominenz in Los Angeles rang mit den Tränen, als Pink weitersprach. «Ich danke all den tollen Künstler, die hier sind. Danke, dass ihr euch selbst seid und uns den Weg zeigt. Ihr seid alle eine grosse Inspiration für mich», so die Musikerin.

Grosse Emotionen führten durch den Abend

«Und du, mein Schatz, bist wunderschön, und ich ich liebe dich», sagte Pink zu ihrer Tochter, die im Publikum auf Papas Schoss sass. Dann bedankte sie sich bei MTV und Ellen DeGeneres (59), die ihr den Preis überreicht hatte, und schloss damit ihre Rede.

Weitere Musiker wie Jared Leto (45) oder Kesha (30) haben den Abend ebenfalls mit emotionalen Botschaften geprägt. Wer was gesagt hat, sehen Sie in der Bildstrecke.

Die komplette Rede von Pink.


(net)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • LiveLaughLove am 28.08.2017 19:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    klasse

    sehr spontan und perfekt gesagt pink. sie ist eine die sich 0 verstellt im vergleich zu so vielen anderen künstler. einfach prima.

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  • Wonderwoman am 28.08.2017 20:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Finde sie super!

    Ich (Frau) mag diese Frau! Tolle Künstlerin mit Stil und Köpfchen, super Songs...und scheint auch ein tolles Mami zu sein.

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  • semi perfekt am 28.08.2017 19:46 Report Diesen Beitrag melden

    schön und gut

    Die aussage von pink ist ja schön und gut gemeint, aber man kann promis nicht mit normalos vergleichen. Wären die genannten "exzentriker" nicht superstars, würden sie auf der strasse ziemlich übelst behandelt werden. Traurig, aber fakt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • leserin am 30.08.2017 08:34 Report Diesen Beitrag melden

    tolllll

    tolle Künstlerin, so echt und ohne Starallüren...

  • Daniela am 29.08.2017 13:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ach gottchen

    danke dass ihr euch selbst seid...wie bitte?! benutzt ja fast keiner seinen Namen, der Jackson war ja die Farce in Person damals, und all die gepimten Gesichter und Promikinder in Designerfummel neben halbnackten Müttern...glaub ich sofort dass die Kleine sich komisch vorkommt als normalsüsses Mädchen. Abgesehen davon machen das fast alle kleinen Mädchen mal durch und kriegen die Kurve auch ohne Powerpointpräsentation aber ne lustige Idee....

  • ML am 28.08.2017 22:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sie meknt das Richtige, aber

    pinks aussage hat einen elemtaren fehler, wenn wir uns icht verändern (also niemand) wie sollen wir dann die Anderen verändern? Jeder ist im bezug auf sich selbst und Anderen in einer stetigen Veränderung "gefangen", niemand sieht sich sich selbst und alle Anderen ein Leben lang gleich bzw. Ist unsere eigene Persönlichkeit einer ständigen vefänderung unterworfen, ob wir das wollen oder nicht. Der Mensch ist ein soziales Wesen und somit immer in seiner Selbstwahrnehmung von aussen beeinflusst, unweigerlich.

    • Sein am 28.08.2017 23:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @ML

      ich nenne das nicht veränderung sonder entwicklung....

    • baba am 29.08.2017 10:51 Report Diesen Beitrag melden

      @ML ein Unterschied besteht

      Es ist ein Unterschied ob wir uns verändern weil andere das so wollen, oder ob wir uns einfach entwickeln. Man sollte sich niemals von anderen wegen solcher Oberflächlichkeiten verändern lassen.

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  • damisi am 28.08.2017 21:52 Report Diesen Beitrag melden

    Kesha

    In dem Kleid hätte ich auch psychische Probleme... Sieht aus wie aus Reste uralter ergrauter Gardinen zusammengenähte. Uahhh....

    • sakabi am 29.08.2017 14:59 Report Diesen Beitrag melden

      Sei mal frai!

      und genau solche Komentare braucht es nicht. Lasst die doch tragen was sie will.

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  • Onestonehead am 28.08.2017 21:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach mal ...

    Als Vater von 3 Kindern kann ich diesen Spruch nachvollziehen. In all den Jahren war es schlussendlich physisch nie nötig. Also Bitte, an all die Kinderlosen und Helikopter Mamas Kommentatoren und innen :) : Locker bleiben hilft. Nachdenken an die eigene Kindheit auch...